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RP Freiburg, Flüchtlingsaufnahme
Bild zeigt die Ankunft von Flüchtlingen vor der Aufnahmeeinrichtung - Foto: Regierungspräsidium Stuttgart

Referat 15.2 - Flüchtlingsaufnahme

Unsere Aufgaben in der Flüchtlingsunterbringung

Das Referat 15.2 Flüchtlingsaufnahme in Freiburg ist zuständig für die Unterbringung der Asylsuchenden in der ersten Phase ihrer Ankunft in Deutschland. Dies geschieht in der Regel in einer Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA), in der neben Unterbringung, Registrierung und Gesundheitsuntersuchung der Asylsuchenden auch eine Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für die Asylantragstellung im näheren Umfeld untergebracht ist. Um den erweiterten Bedarf an Unterbringungskapazitäten der Landeserstaufnahmeeinrichtungen zu befriedigen, wurden zu Beginn der starken Migrationsbewegung zusätzliche, bedarfsorientierte Erstaufnahmeeinrichtungen (EA) geschaffen. In allen Erstaufnahmeeinrichtungen übernehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Referates 15.2 Verwaltungsaufgaben und sorgen für eine gute Kommunikation mit der Stadt oder der Gemeinde sowie den Bürgerinnen und Bürgern im Umfeld der Einrichtung.

 
Partner in den (Landes-)Erstaufnahmeeinrichtungen

Die Erstaufnahmeeinrichtungen des Regierungspräsidiums Freiburg werden von privaten Alltagsbetreuern geführt. Die Alltagsbetreuer sind 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche vor Ort. Um die Verpflegung kümmern sich Caterer, für die Sicherheit in den Einrichtungen sind Sicherheitsdienste zuständig. Die Dienstleistungen der Alltagsbetreuung, der Verpflegung und der Sicherheit werden vom Ref. 15.2 im Wettbewerb nach den Regeln der europaweiten öffentlichen Ausschreibung vergeben und in der Ausführung überwacht.

Die unabhängige Sozial- und Verfahrensberatung (SuV) wird durch die Liga der Wohlfahrtsverbände übernommen (Deutsches Rotes Kreuz, Caritas, Diakonie) und arbeitet ebenfalls vor Ort in den Einrichtungen. Die SuV berät die Asylsuchenden bei persönlichen und familiären Problemen, vermittelt Informationen, die das Asylverfahren betreffen und berät bezüglich Familienzusammenführungen. Ehrenamtskoordinatoren bei der SuV sind Brücke zwischen den Ehrenamtlichen, dem Regierungspräsidium und den Asylsuchenden. Ihre Aufgabe ist es, die Kontinuität der freiwilligen Angebote zu sichern, den engagierten Bürgerinnen und Bürgern einen Handlungsrahmen zu geben und für ihre Fragen und Anliegen ein offenes Ohr zu haben. Darüber hinaus pflegen die Ehrenamtskoordinatoren den Kontakt im Umfeld der Erstaufnahmeeinrichtung, wie Bürger- und Stadtteilvereine, Beratungsstellen, Jugendzentren, Schulen und Kirchengemeinden. Zusätzlich werden in den Erstaufnahmeeinrichtungen Streetworker eingesetzt, um zur Befriedung im Umfeld beizutragen.
 

Ausländerbehörde

Das Referat 15.2 ist für die in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebrachten Ausländer auch untere Ausländerbehörde.

Freiwillige Ausreise

Das Referat 15.2 nimmt zudem die Aufgaben der staatlichen Rückkehrberatung in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Regierungsbezirks Freiburg wahr. Das Beratungsangebot richtet sich an alle Migranten und Migrantinnen, die sich mit dem Gedanken tragen, freiwillig in ihr Herkunftsland zurückzukehren und umfasst u.a. Informationen über Förder- und Reintegrationsprogramme. Entscheidet sich eine Person für eine freiwillige Ausreise, werden alle weiteren Verfahrensschritte über die Rückkehrberatungsstelle abgewickelt. Überdies werden die Rückkehrwilligen persönlich eng betreut.

 
Vermittlung interkultureller Kompetenz

Die Flüchtlingsaufnahme stellt das Regierungspräsidium Freiburg vor neue Herausforderungen, auf die sich die Behörde einstellen muss. Aufbau und Pflege einer Kommunikationskultur mit den Asylsuchenden in den Erstaufnahmeeinrichtungen zählen zu den wichtigsten Aufgaben dieses Arbeitsbereichs. Ebenso die Schulung der Mitarbeitenden zu interkulturellen Fragen und die Sensibilisierung beim Umgang mit Menschen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern. Ziel des Regierungspräsidiums Freiburg ist es, sowohl für Asylsuchende als auch für Mitarbeitende hilfreiche Strukturen und Standards zu entwickeln und diese stetig zu optimieren. So wird das Zusammenleben in einer Erstaufnahmeeinrichtung verbessert.

Mögliche Konflikte, Gewalt gegenüber Schutzbedürftigen oder Dritten sowie Aggressionen werden präventiv abgewendet oder minimiert. Denkbares Risikopotential wird frühzeitig erkannt, sodass agiert statt reagiert werden kann. Entsprechend setzt das Regierungspräsidium Freiburg seit November 2015 für die vielen interkulturellen Fragen, Bedürfnisse und daraus entstehenden akuten Situationen ein vielsprachiges, fachlich flexibles Team „Interkulturelle Beratung und Vermittlung“ (IKT) ein.

 
Erstaufnahmeeinrichtungen

Das Regierungspräsidium Freiburg betreibt derzeit Erstaufnahmeeinrichtungen in Freiburg und Donaueschingen. Zum 30. September 2017 wurde die Erstaufnahmeeinrichtung Villingen geschlossen. Weitere Einrichtungen, die bereits früher geschlossen wurden: Sasbachwalden (Juli 2017), Messe Schwenningen (März 2016), Immendingen (März 2016).

Weiterführende Links

 
 
 
 
 
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