PfA 8.4 Bad Krozingen - Müllheim

Die DB Netz AG plant den viergleisigen Aus- und Neubau der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel. Ziel ist die Erhöhung der Leistungsfähigkeit sowie die qualitative Verbesserung der bestehenden Schieneninfrastruktur. Auf dieser Internetseite finden Bürgerinnen und Bürger Informationen über den Planfeststellungsabschnitt (PfA) 8.4 Bad Krozingen - Müllheim.

Ansprechpartner

Geschäftsstelle Referat 24
0761 208-1096
referat24@rpf.bwl.de

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Stand des Verfahrens

Die Planunterlagen zu dem Vorhaben lagen vom 1. bis zum 31. Juli 2020 in Bad Krozingen, Eschbach, Heitersheim, Buggingen, Müllheim, Neuenburg am Rhein und Hartheim am Rhein zur Einsichtnahme aus. Als Service für die Betroffenen und Interessierten können sie darüber hinaus auf dieser Internetseite bis zum Abschluss des Verfahrens heruntergeladen werden. Die Einwendungsfrist endete am 30. September 2020. Derzeit werden vom Vorhabenträger und von der Planfeststellungsbehörde die Anhörungsergebnisse ausgewertet. Nach Abschluss der Auswertung wird ein Erörterungstermin mit dem Vorhabenträger, den Gemeinden, den Behörden und Verbänden und den Betroffenen stattfinden. Über diesen wird durch öffentliche Bekanntmachung, hier auf der Internetseite des Regierungspräsidiums und durch Pressemitteilung informiert werden.

Pressemitteilung

Das Planfeststellungsverfahren im Überblick

Beschreibung des Verfahrens

​Die DB Netz AG plant den viergleisigen Aus- und Neubau der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel. Ziele sind die Erhöhung der Leistungsfähigkeit sowie die qualitative Verbesserung der bestehenden Schieneninfrastruktur. Der Planfeststellungsabschnitt (PfA) 8.4 hat eine Länge von rund 11,9 Kilometer und beginnt im Norden auf der Gemarkung Schlatt der Stadt Bad Krozingen und endet im Süden kurz hinter der Gemarkungsgrenze Hügelheim der Stadt Müllheim. Im Norden schließt der Abschnitt 8.4 an den PfA 8.3 und im Süden auf der Höhe von Hügelheim an den PfA 9.0 an.

Hauptmerkmal der neuen Planung ist eine Trassenführung in Tieflage auf einer Strecke von rund 8,9 km zwischen Mengen und Hügelheim, die einen Einschnitt bis zu 10 m erfordert. Außerdem umfasst die Planung die weiter südlichere Verknüpfung der Neubaustrecke mit der bestehenden Rheintalbahn einschließlich der Verlängerung des Mengener Tunnels. Der Knotenpunkt im Bereich Buggingen/Hügelheim wird dazu auf Geländeniveau mit zwei Kreuzungsbauwerken in Tieflage gestaltet. Der PfA 8.4 sieht zudem den Ausbau der bestehenden Rheintalbahn zwischen Buggingen und Müllheim vor, der auch die Erneuerung des Haltepunktes Buggingen umfasst.
Betroffene Gewässer und Straßen werden mithilfe von Überführungen über die Trasse geleitet. Dies hat Auswirkungen auch über den eigentlichen Trassenbereich zur Folge. Hervorzuheben ist die vorgesehene Errichtung von zwei Landschaftsbrücken in den Bereichen Burggraben/ Bruckgraben /K 4983 und Sulzbach/Eschbach/K 4941 sowie von insgesamt vier Eisenbahnüberführungen (EÜ Gleisanschluss Gewerbepark Breisgau: Gemeinde Eschbach, EÜ K 4944: Gemeinde Buggingen zwischen den Gemarkungen Buggingen und Seefelden, EÜ Kreuzungsbauwerk Nord: Gemeinde Buggingen sowie EÜ Kreuzungsbauwerk Süd: Stadt Müllheim). Darüber hinaus sind im PfA 8.4 zehn kreuzende Straßenüberführungen geplant.

Bestandteil der Planung ist neben den Eisenbahnbaumaßnahmen unter anderem auch die Umsetzung landschaftspflegerischer Maßnahmen im Rand- und Nahbereich der Strecke. Ersatzmaßnahmen sind auch in trassenfernen Bereichen vorgesehen. Dies führt dazu, dass auch Flurstücke, welche nicht unmittelbar an die Trasse angrenzen sowie Grundstücke weiterer Gemeinden und Gemarkungen von der Planung betroffen sind.

Die Planung beinhaltet aktive Schallschutzmaßnahmen. Auf der Strecke sind in den Bereichen Buggingen (westlich der Strecke) und Hügelheim (östlich der Strecke) Schallschutzwände auf einer Länge von insgesamt 2.751 m geplant. Die Wände sollen mit unterschiedlichen Höhen zwischen 2  und 6,5 Meter errichtet werden. Zudem wird im Bereich Buggingen eine Schallschutzgalerie mit einer Länge von rund 99 Meter mit einer Überdeckelung von mind. Sechs Meter errichtet. Außerdem kommen Schienenstegdämpfer zum Einsatz.

 


Ablauf des Verfahrens

29.05.2020Auftrag des Eisenbahn-Bundesamtes zur Durchführung der Anhörung
01.07.2020Anhörung der Gemeinden, Behörden, Verbände
01.07. - 31.07.2020

Auslegung der Planunterlagen zur Einsichtnahme in Bad Krozingen, Eschbach, Heitersheim, Buggingen, Müllheim, Neuenburg am Rhein und Hartheim am Rhein
(Einsichtnahme auch online möglich)

30.09.2020Ende der Einwendungsfrist

 

 


Planunterlagen

Die digitalen Planfeststellungsunterlagen stehen auf dieser Internetseite zur Einsichtnahme bereit.

Die Vorhabenträgerin stellt auf ihrer Projektseite ein digitales Informationsangebot bereit.

Dort sind folgende Informationen eingestellt:

  • Eine Kurzinformation zum Thema Offenlage
  • Eine vertonte Projektpräsentation
  • Eine aktualisierte Projekt-Broschüre als Flipbook zum Umblättern
  • Ein kommentierter Visualisierungsfilm
  • Eine interaktive Schallschutz-Grafik
  • Die wichtigsten Bauwerke im PfA 8.4

​Vorgeschichte zum Aus- und Neubau der Rheintalbahn im Planfeststellungsabschnitt 8.4 (Bad Krozingen - Müllheim)