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Hochwasserschutzkonzeption Leimbach-Hardtbach -Hochwasserschutz in der Rheinebene um die Schwetzinger Hardt.
Verlauf des Leimbachs nah an Gebäuden, Copyright: RP Karlsruhe

Leimbach-Hardtbach-Projekte

Die Projekte

Ziel der Leimbach-Hardtbach-Projekte ist es, den Hochwasserschutz am Leimbach zwischen Wiesloch und Oftersheim erheblich zu verbessern und gleichbedeutend die Gewässerökologie am Leimbach im Sinne der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) deutlich aufzuwerten. Grundlage bildet die Hochwasserschutzkonzeption Leimbach-Hardtbach.

Mit den fünf Teil-Maßnahmen werden je nach der räumlichen Lage und Situation auch weitere Ziele ermöglicht, z.B. die verbesserte Erlebbarkeit des Gewässers für Bürgerinnen und Bürger sowie die Erleichterung der Gewässerpflege und der Mahd der Dämme durch den Landesbetrieb Gewässer.

Die Projekte werden in enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern, den betroffenen Kommunen und kommunalen Zweckverbänden, geplant.

Zahlen und Fakten sowie die fünf Maßnahmen der Leimbach-Hardtbach-Projekte

Zahlen und Fakten

Lage:
Leimbach zwischen Wiesloch und Oftersheim
Hardtbach zwischen Nußloch und Hockenheim

Gewässerlänge:
Leimbach: ca. 15 Kilometer
Hardtbach: ca. 5 Kilometer

Projektpartner:
Städte Wiesloch, Walldorf, Leimen, Heidelberg, Schwetzingen
Gemeinden Nußloch, Sandhausen, Oftersheim und Brühl
Abwasserverband Untere Hardt
Abwasser- und Hochwasserschutzverband Wiesloch

Maßnahme 1: Hochwasserrückhaltebecken Leimbach bei Nußloch

Hochwasserrückhaltebecken bei Nußloch, Copyright: RP Karlsruhe

Projektstand

Umgesetzt

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Maßnahme 2: Ausbau des Hardtbachs und Polderbau

Projektstand

Umgesetzt

... zum Projekt

Maßnahme 3: Ausbau Leimbach-Oberlauf mit den Bauabschnitten 3.1, 3.2 und 3.3

Projektstand

Maßnahme 3.1 und 3.3 in Planung
Maßnahme 3.2 umgesetzt

... zum Projekt

Maßnahme 4: Ausbau Leimbach-Unterlauf

Projektstand

Planfeststellungsantrag eingereicht im April 2017

... zum Projekt

Maßnahme 5: Zusammenlegung Leimbach / Landgraben

Projektstand

In Planung

... zum Projekt

Planung

Hintergrund

Schon im 18. Jahrhundert wurden Leimbach und Hardtbach durch Kurfürst Karl Theodor reguliert. Grund hierfür war die Be- und Entwässerung der Schlossanlagen in Schwetzingen und der Betrieb einiger Mühlen. Wegen des fehlenden Gefälles wurde damals das Bachbett verlegt und die Bachsohle über mehrere Kilometer hinweg künstlich bis über die Höhe des angrenzenden Geländes angehoben. Der nun höher liegende Bachlauf wurde seitlich durch Dämme eingegrenzt. Erst diese Ingenieurleistungen schufen die Voraussetzung für die intensive Nutzung und Besiedelung der sumpfigen Auenlandschaft östlich des Rheins.

Bei stärkeren Regenfällen und erhöhtem Abfluss in den Gewässern kam es anschließend zu Dammbrüchen mit großflächigen Überschwemmungen und erheblichen Schäden, zumal die ausgelaufenen Wassermengen wegen der künstlichen Hochlage der Bäche nicht wieder zurückfließen konnten. Auch der Ausbau der Anlagen - zuletzt in den 1940er Jahren - konnte keine nachhaltige Abhilfe schaffen. Durch die starke Siedlungsentwicklung der umliegenden Gemeinden wurde diese latente Gefährdung noch verstärkt. 

Das Hochwasserschutzkonzept

Auf der Basis verschiedener Untersuchungen aus den 1980er Jahren wurde 1991 eine umfassende Studie erstellt, die zum heutigen Hochwasserschutzkonzept geführt hat. 

Die Kernpunkte dieser Studie sind:

  • Die bei starken Niederschlägen anfallenden Wassermengen können im Gewässer nicht schadlos abgeführt werden (Überschwemmungsgefahr).
  • Die bestehenden Dämme sind auch in den Ortslagen in sehr schlechtem Zustand (Dammbruchgefahr). 
  • Der derzeitige Gewässerausbau ist aus heutiger Sicht ökologisch nicht mehr vertretbar (Kanalcharakter, Verarmung von Flora und Fauna).

Das Hochwasserschutzkonzept Leimbach-Hardtbach gliedert sich in 5 Einzelmaßnahmen. Ursprünglich war die Gesamtkonzeption auf ein 50-jährliches Hochwasserereignis ausgelegt. Im Jahr 2009 wurde zwischen den Anliegerkommunen und dem Regierungspräsidium Karlsruhe abgestimmt, den Hochwasserschutzgrad für die noch zu realisierenden Maßnahmen 3, 4 und 5 auf einen 100-jährlichen Hochwasserschutz zu erhöhen. Die Planungen aus den 1990er Jahren müssen hierfür umfassend überarbeitet werden. In diesem Zusammenhang wurden auch neue Untersuchungen im Rahmen der Umwelt- und Wasserbauplanung erforderlich. Der 100-jährliche Hochwasserschutz wird erreicht, sobald die Schutzmaßnahmen des Abwasser- und Hochwasserschutzverbands Wiesloch an Waldangelbach und Leimbach oberhalb der Waldangelbachmündung realisiert worden sind. Die bereits umgesetzten Maßnahmen 1 und 2 erzielen aufgrund der neuen Untersuchungen dann ebenfalls einen 100-jährlichen Hochwasserschutz. 

Die Vereinbarung

Der Leimbach ist ein Gewässer I. Ordnung, für das das Land Baden-Württemberg die Ausbau- und Unterhaltungslast trägt. Im Jahr 2011 wurde mit 10 Gemeinden und kommunalen Zweckverbänden eine aktualisierte öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Realisierung der Hochwasserschutzkonzeption Leimbach-Hardtbach abgeschlossen. Diese regelt u.a. die Kostenbeteiligung der beteiligten Gemeinden und Zweckverbände an der Finanzierung der 5 Maßnahmen und die Zusage des Landes alle Maßnahmen bis Ende 2019 fertigzustellen.

Beteiligungsportal des Regierungspräsidiums Karlsruhe

Die Öffentlichkeitsbeteiligung wird bei jeder Maßnahme projektspezifisch durchgeführt und auf der jeweiligen Projektseite der Maßnahme dargestellt.

Übersichtslageplan Leimbach-Hardtbach-Projekte

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

finden Sie auf der jeweiligen Projektseite.