B 292 Waibstadt-Helmstadt

B 292 Waibstadt - Helmstadt (3-streifiger Ausbau)

​​Das Pro​​jekt​

Ausgangslage

Die B 292 ist zwischen Waibstadt und Helmstadt auf einer Länge von ca. 6 km nur 2-streifig ausgebaut. Durch den hohen Anteil an Schwerverkehr führt dies zur Bildung von PKW-Kolonnen hinter den LKW und zu Unfällen durch riskante Überholmanöver. Der 2-streifige Abschnitt verläuft ohne bauliche Schutzmaßnahmen durch die Wasserschutzzone II der Trinkwasserbrunnen „Bernau“ und „Wasserwerk Helmstadt“, beim Brunnen Helmstadt sogar nahe der Brunnenfassung. Auch zwischen Daisbacher Höhe und Waibstadt sowie bei den Abzweigungen in Waibstadt (Hauptstraße und Helmstadter Straße (L 549)), beim Bahnhof Neckarbischofsheim-Nord (L 549) und in Helmstadt (Bahnhofstraße (L 530) und Epfenbacher Straße (L 530)) werden lokal vermehrt Unfälle verzeichnet. Die Radien einzelner Kurven auf der 3-streifig ausgebauten Strecke zwischen Daisbacher Höhe und Waibstadt entsprechen nicht mehr den aktuellen Straßenbaurichtlinien.

Verkehrsaufkommen (Analyse 2012 / Prognose 2025)

(Hinweis: Die Auswertung der Kontrollzählungen und der Erhebung des landwirtschaftlichen Verkehrs vom Spätsommer 2017 sowie die Verkehrsprognose 2035 sind für Ende Mai 2018 angekündigt)

B 292
Analyse 2012: 12.600 - 16.000 Kfz/24h, davon ca. 10 % Schwerverkehr
Prognose 2025: 16.000 - 21.600 Kfz/24h, davon ca. 10% Schwerkehr

Hauptstraße Waibstadt
Analyse 2012: 4.900 Kfz/24
Prognose 2025: 5.800 Kfz/24h

Hauptstraße Helmstadt
Analyse 2012: 7.400 Kfz/24h
Prognose 2025: 9.900 Kfz/24h

L 549 Bahnhof Neckarbischofsheim
Analyse 2012: 7.700 Kfz/24h
Prognose 2025: 8.600 Kfz/24h

Bahnhofstraße / L 530 Helmstadt
Analyse 2012: 6.100 Kfz/24h
Prognose 2025: 7.100 Kfz/24h

Epfenbacher Straße / L 530 Helmstadt
Analyse 2012: 5.200 Kfz/24h
Prognose 2025: 5.400 Kfz/24h

Zum Vergleich

  • Verkehrsaufkommen BAB A 6 zwischen Wiesloch und Rauenberg und Sinsheim-Steinfurt: 76.000 bis 85.000 Kfz/24 h, davon 25 % Schwerverkehr
  • Verkehrsaufkommen B 27/B 37 Mosbacher Kreuz: 6.000 bis 12.000 Kfz/24 h, davon 7 % Schwerverkehr

Ziele der Bau​maßnahme

  • Reduzierung der Unfallgefahr, sichere Überholmöglichkeiten
  • Richtlinienkonforme Straßenführung
  • Verbesserte Leistungsfähigkeit
  • Kürzere Reisezeiten für Pkw
  • Verbesserungen für den Schwerlastverkehr
  • Verbesserte Erreichbarkeit des Raums Mosbach/Neckarelz/Obrigheim
  • Verbesserter Grundwasserschutz
  • Verbesserter Lärmschutz für Waibstadt und Helmstadt

Informieren Sie sich!

Öffentlichkeitsbeteiligung

Alle Maßnahmen zur Öffentlichkeitsbeteiligung und Kommunikationsmaßnahmen werden in den Planungsprozess des Projektes integriert. Hier können Sie sich über die aktuellen Beteiligungsmaßnahmen informieren und die aktuellen Planungsunterlagerlagen einsehen:

B 292 Waibstadt

DateitypDokumenttitelGröße
pdf Das Projekt auf einen Blick 210 KB
pdf Bürgerinformationsveranstaltungen am 09.07. und 16.07.2015: Wo gibt es noch Spielräume in der Planung? 117 KB
pdf Dokumentation der Informationsveranstaltung am 09.07.2015 in Helmstadt mit Anlagen 10 MB
pdf Dokumentation der Informationsveranstaltung am 16.07.2015 in Waibstadt mit Anlagen 12 MB
pdf Protokoll Trassenspaziergang am 26.09.2015 mit Anlagen 2 MB
zip Unterlagen der Themenworkshops am 01. und 02.07.2016 in Helmstadt 28 MB
pdf Präsentation Bürgerinformationsveranstaltung am 20. April 2018 in Waibstadt 4 MB

Planung

Planungshistorie

1985 wurden Planungen, den Raum Mosbach/Neckarelz/Obrigheim über eine verlängerte A 45 an das Bundesautobahnnetz anzuschließen, eingestellt. Als Alternative beschlossen Bund und Land, die Anschlüsse der Region an die bestehenden Bundesautobahnen über die drei vorhandenen Bundesstraßen zu verbessern: 

  • B 27 von Mosbach zur AS Heilbronn/Neckarsulm (A 6)
  • B 27/B 292 von Mosbach zur AS Osterburken (A 81)
  • B 292 von Mosbach zur AS Sinsheim (A 6)

Die kürzeste und wichtigste Verbindung zur Region Mosbach / Neckarelz / Obrigheim ist die B 292 mit ca. 28 km zwischen Mosbacher Kreuz und der Anschlussstelle Sinsheim (A 6). Von den drei o.g. Bundesstraßen ist sie als einzige auch bereits frei von Ortsdurchfahrten. Dies führte u.a. zu einem Anteil des Schwerlastverkehrs von 10%. Bund, Land und Region befürworten deshalb den Ausbau der B 292 auf drei Fahrstreifen. Das Gesamtkonzept zum 3-streifigen Ausbau der B 292 (ca. 24 km) liegt seit 1990 vor. Davon ausgebaut wurden seitdem 16 km zwischen Obrigheim und Helmstadt sowie zwischen Waibstadt und A 6. Für die Rest-Strecke fand 2003 ein Scopingtermin statt, in dem die Untersuchungsgegenstände für die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) festgelegt wurden. Auf Grundlage der Ergebnisse der in 2012 erstellten UVS wurde ein Grobentwurf zum Ausbau zwischen Daisbacher Höhe und Helmstadt erarbeitet und ihm Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung 2015/16 an die Bedürfnisse vor Ort angepasst. Dieser Vorzugsentwurf wurde im September 2016 bei einer Streckenbereisung dem Bund vorgestellt. Im August 2017 erhielt er die Zustimmung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Aus dem abgestimmten Grobentwurf soll nun unter weiterer Beteiligung der Öffentlichkeit eine detaillierte grundstücksscharfe Entwurfsplanung entwickelt werden (RE-Vorentwurf, Haushaltsunterlage Bau).

B 292 Waibstadt

DateitypDokumenttitelGröße
pdf Die Planungen im Einzelnen 43 KB
pdf Übersichtskarte 1:50000 5 MB
pdf Übersichtslageplan 1:5000 9 MB

Zahlen und Fakten

Länge: 3-streifiger Ausbau auf ca. 6 km
Ausbaulänge gesamt: ca. 8,9 km
Brücken: ca. 13 neue Brücken 
Lärmschutz: ca. 4.450 m Lärmschutzanlagen

Zahlen und Fakten

Planungsstand: Vorplanung abgeschlossen
Vorhabenträger: Bund 
Kosten: ca. 70,7 Mio. €
Möglicher Baubeginn: 2021

Kontakt

Fachinformationen
Hans-Bernhard Barth
  0721 926-3282
hans-bernhard.barth@rpk.bwl.de

Öffentlichkeitsbeteiligung
Katharina Kuch
0721 926-8235
katharina.kuch@rpk.bwl.de



Ab Ende Oktober 2019: Vermessungsarbeiten zwischen Daisbacher Höhe und Helmstadt

Zur Pressemitteilung vom 25.10.2019

Sie wollen z. B. wissen wie ein Planfeststellungsverfahren verläuft? Hier finden Sie u.a. Informationen dazu.