Ertüchtigung Rheinhochwasserdamm RHWD XXX

Zahlen und Fakten

Dammkilometer 16 - 21 (westlicher Abschnitt)

Baubeginn: 1997
Fertigstellung: 2002
Baukosten: 4,2 Millionen Euro

Dammkilometer 0 - 16 (östlicher Abschnitt)

Baubeginn: 2011
Fertigstellung: 2021
Baukosten: ca. 50 Millionen Euro

Aktueller Stand

Fertig gestellt.

Kontakt

Projektleitung Jens Teege, 0721 926-7485jens.teege@rpk.bwl.de

Das Projekt

Ausgangslage

Der RHWD XXX geht in seinem Ursprung auf die alten Tulla-Dämme Anfang des 19. Jahrhunderts zurück und wurde letztmals nach einem Hochwasser im Jahre 1955 in größerem Umfang saniert. In seiner Ausgestaltung zu Baubeginn entsprach der RHWD XXX nicht mehr dem Stand der Technik.


Ziele der Maßnahme

Die Dammertüchtigung leistet gemeinsam mit den Rückhalteräumen des Integrierten Rheinprogramms (IRP) einen Beitrag zur Wiederherstellung des vor dem Ausbau des Oberrheins unterhalb der Staustufe Iffezheim vorhandenen Hochwasserschutzes. Dies entspricht einem Abflussvermögen des Rheins von 5.000 m³/s im Bereich von Maxau und somit einem rund 200-jährlichen Hochwasserschutz.

Der westliche Abschnitt des RHWD XXX (km 0-16) schützt die Gemeinden Dettenheim, Linkenheim-Hochstetten und Eggenstein-Leopoldshafen vor Überflutungen durch den Rhein. Der östliche Abschnitt (km 16-21) schützt die südlich angrenzenden Gebiete vor Ausuferungen des Saalbachkanals und rückstauendem Rheinhochwasser. Vor allem das Industriegebiet Rußheim, der Ortsteil Liedolsheim sowie die nördlichen Teilbereiche von Hochstetten wären ohne den Damm immer wieder von Überschwemmungen bedroht.


Maßnahmen

Standsicherheit: 

Die Böschungsneigung wurde auf der Landseite so abgeflacht und die Standsicherheit des Dammes nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik wieder hergestellt. Zudem vereinfachen flachere Böschungen die Unterhaltungsarbeiten.

Freibordhöhe:

Auf dem gesamten Dammabschnitt wurden Fehlhöhen beseitigt und ein Freibord von 60 cm (Binnenbereich, westlicher Abschnitt) bzw. 80 cm (östlicher Abschnitt) wieder hergestellt.

Dammverteidigung: 

Um die Dammverteidigung im Falle des Einstaus zu ermöglichen, wurde ein drei Meter breiter Dammkronenweg und ein Dammverteidigungsweg auf der landseitigen Berme errichtet. Dieser Bermenweg kann jederzeit mit schweren Fahrzeugen befahren werden.


Informieren Sie sich