Dammverlauf im Bereich der Miro in Blickrichtung Norden

Dammertüchtigung Rheinhochwasserdamm (RHWD) XXVII an der Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO)

Kontakt

Matthias Siebert, 0721 926-8506
Jan-Christoph Walter, 0721 926-7609

RHWD-XXVRDK@rpk.bwl.de

 

Zahlen & Fakten

Vorhabenträger: Land Baden-Württemberg
Lage: Stadt Karlsruhe
Länge: ca. 4,8 km

Aktueller Stand

Antrag auf Planfeststellung bei der Stadt Karlsruhe eingereicht (April 2021)

Das Projekt

Ausgangslage

Die Sanierungsplanung umfasst einen insgesamt ca. 4,8 km langen Dammabschnitt nördlich der Rheinbrücke. Beginnend am Yachthafen verläuft der Damm entlang des Hafenbeckens bis zum Betriebsgelände der Firma Stora Enso Maxau GmbH. Auf dem Betriebsgelände ist der Damm durch eine Betonschutzwand ersetzt. Im Anschluss verläuft der Damm direkt an der Grundstücksgrenze des Betriebsgeländes. Im nördlichen Teil, entlang der MiRO Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG bis zum Ölhafen, trennt eine parallel verlaufende Straße den Damm vom Betriebsgelände.


Ziele der Maßnahme

Die Sanierungsplanung ist Teil des „Dammertüchtigungsprogramms des Landes Baden-Württemberg“. Mit dem geplanten Ausbau und der Sanierung des Dammes soll der Hochwasserschutz verbessert werden. Dabei werden die Standsicherheit und die Zugänglichkeit im Hochwasserfall (Dammverteidigung) verbessert. Außerdem leistet die Dammertüchtigung gemeinsam mit den Rückhalteräumen des Integrierten Rheinprogramms (IRP) einen Beitrag zur Wiederherstellung des vor dem Ausbau des Oberrheins unterhalb der Staustufe Iffezheim vorhandenen Hochwasserschutzes. Dies entspricht einem Abflussvermögen des Rheins von 5.000 m³/s im Bereich von Maxau und somit einem rund 200-jährlichen Hochwasserschutz.


Informieren Sie sich

Öffentlichkeitsbeteiligung

Im Zuge der Planung soll eine frühe Beteiligung der Öffentlichkeit durch den Vorhabenträger gefördert werden. Ziel ist es, unterschiedliche Sichtweisen zu sammeln, aufzuarbeiten und in die Planung mit einfließen zu lassen. Im Zuge der Planung soll eine interessierte und konstruktive Beteiligung der Öffentlichkeit gefördert werden. 
Hierzu wurde im Juni 2017 ein Projektbegleitkreis gegründet. Mitglieder des Projektbegleitkreises sind die Genehmigungsbehörde, die relevanten Fachbehörden (als Träger öffentlicher Belange), die Industrieanlieger und Umweltverbände. Der Projektbegleitkreis hat im Oktober 2018 seine Arbeit abgeschlossen.

Die förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit wird in der Offenlage und Anhörung im Planfeststellungsverfahren durch die Genehmigungsbehörde der Stadt Karlsruhe erfolgen.​​



Planung

Die Verantwortung für das Projekt liegt beim Vorhabenträger, dem Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe. Für die anstehenden Planungsaufgaben wurde bis Anfang 2017 ein Planungsteam aus Ingenieuren, Biologen und Geotechnikern zusammengestellt.

Die Grundlagenermittlung erfolgte unmittelbar im Anschluss. Hierfür wurden Vermessungsarbeiten und Erkundungsbohrungen durchgeführt sowie mit der Erfassung von Flora und Fauna begonnen.

Im Rahmen der Vorplanung wurden Lagepläne und Querschnitte des zukünftigen Damms erarbeitet und im Projektbegleitkreis sowie bilateralen Abstimmungsgesprächen diskutiert. Die Vorplanung zum Vorhaben wurde im September 2018 veröffentlicht.
​​Die Planung wurde im Zuge der Entwurfs- und Genehmigungsplanung weiter verfeinert und im April 2021 zur Planfeststellung eingereicht.


Planungsunterlagen

DokumenttitelDateitypGröße
Übersichtslageplan pdf 5 MB

Weitere Informationen

Sie wollen wissen wie ein Planfeststellungsverfahren verläuft, was ein Beteiligungsscoping ist oder allgemeine Informationen zum Dammertüchtigungsprogramm oder Integrierten Rheinprogramm (IRP)? Hier finden Sie Informationen dazu.

Planungsleitfaden Öffentlichkeitsbeteiligung
Planfeststellungsverfahren
Integriertes Rheinprogramm (IRP)
Dammertüchtigungsprogramm Baden-Württemberg