Vorbereitende Maßnahmen

Vermessung

Eine Vermessung des Rückhalteraumes und seiner Umgebung wird seit Anfang 2021 durchgeführt.

Erkundungsprogramm

Es werden insgesamt knapp 1.200 Erkundungsbohrungen durchgeführt. Dabei wird primär die vegetationsfreie Zeit genutzt, um die Erkundungen möglichst schonend zu gestalten.

Unterschiedliche Arten von Bohrungen:

 
Art der BohrungAnzahl
Pegelbohrungen (PB)36
Linerbohrungen (LB)72
Rammsondierungen (DPH)209
Bohrungen (B)188
Bohrsondierungen (BS)675

Bei einer Linerbohrung wird ein Kunststoffrohr (der „Liner“) in den Untergrund eingebracht, so kann das erbohrte Material lagerichtig gefördert werden.

Bei der Bohrsondierung wird eine Stahlsonde in den Untergrund getrieben, so können Tiefenlage und Schichtenverlauf des oberen Bodenhorizontes, d.h. der oberen 6-7 m ermittelt werden.

Bei der Rammsondierung wird eine Sonde mit festgelegter Energie in den Boden gerammt. Die für das Erreichen einer festgelegten Eindringtiefe und erforderliche Schlagzahl lässt Rückschlüsse auf die Dichte des Bodens, die sogenannte „Lagerungsdichte“, ziehen.

Die Bohrung und die Pegelbohrung ermitteln die Schichtenfolge des Untergrundes durch ein drehendes oder schlagendes Gerät. Bei der Pegelbohrung wird das Bohrloch ausgebaut und so eine künftige Messung von Grundwasserstand und ggf. –qualität ermöglicht.

Die für die verschiedenen Bohrungen nötigen Geräte variieren in ihrer Größe – je nach Eindringtiefe. Für Bohrungen, Linerbohrungen und Pegelbohrungen sind Bohrgeräte erforderlich, die zumeist auf einem kleinen LKW (Unimog o.ä.) oder einem entsprechend großen Kettenfahrzeug montiert sind.

Bohrsondierungen und Rammsondierungen werden mit kleinen Sondierraupen durchgeführt, die z.T. so kompakt konstruiert sind, dass sie in einem mittleren Lieferwagen („VW-Bus“) transportiert werden können. Die Spurbreite beträgt ca. 1 m.

Wozu dienen die Erkundungen?

Die Mehrzahl der Baugrunderkundungen sind Bohrungen. Teilweise werden diese zu Grundwassermessstellen ausgebaut, um Quantität und ggf. Qualität des Grundwassers erfassen zu können.

Nicht nur aus technischen Gründen muss der Untergrund genauer „unter die Lupe genommen werden“. Je besser die Verhältnisse vor Ort bekannt sind, desto besser kann die Baustelle gemanagt werden und desto besser lassen sich künftige Beeinträchtigungen durch die Baustelle reduzieren.

Auf der Basis der vertieften Baugrunduntersuchungen werden auch Gutachten erstellt, die den Planern dazu dienen, ihre Planungen der Dämme, Bauwerke und Grundwasserhaltungsmaßnahmen zu detaillieren.

Einblicke in die Vermessung und die Erkundungen