Kind liegt im Gras und entdeckt die Wiese mit einer grünen Lupe. Das Kind trägt eine bunte Mütze und eine grüne Jacke.

Naturtipps vom Ökomobil-Team

Liebe Naturinteressierte, liebe Käferbeobachter*innen, Vogelstimmenlauscher*innen, Pflanzenentdecker*innen, Froschforscher*innen, Köcherfliegenlarvenfänger*innen und Naturschützer*innen!

Weil wir während der aktuellen Corona-Krise nur sehr eingeschränkt mit dem Ökomobil zu euch kommen und gemeinsam die Natur erforschen können, stellen wir hier einige Beobachtungstipps und andere wissens- und ausprobierenswerte Dinge ein. Damit wollen wir Euch motivieren, die Natur mit offenen Augen zu beobachten! Die Liste mit den Naturtipps werden wir nach und nach erweitern. Es gibt schon viele tolle Materialien im Internet, auf die wir hier verlinken. Bestimmt sind da auch noch sehr schöne Anregungen zu finden. Vergesst darüber hinaus aber nicht: Eigene Entdeckungen sind immer die Besten! Alleine durch ein Fenster oder vom Balkon aus kann man vieles entdecken, aber vielleicht könnt ihr auch alleine oder mit eurer Familie eine kleine Expedition vor die Haustür unternehmen.
Wenn Ihr selbst Beobachtungen macht, freuen wir uns über Rückmeldungen, Fotos oder kleine Videos.

Viel Spaß beim Entdecken!
Eure Ökomobil-Teams aus Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen

Wir sind gespannt auf eure Rückmeldungen!

Schickt eure Antworten an eine der u.g. E-Mail-Adressen.
Wenn Ihr Bilder oder Videos für uns habt, ladet sie in eine Cloud (z. B. We-Transfer - wir können systembedingt nur eine gewisse Dateigröße empfangen!) und schickt uns dann den entsprechenden Link zum Download per E-Mail zu ...

... und wundert euch nicht, wenn es mit der Antwort ein paar Tage dauert. Wir sind dann einfach in der Natur unterwegs.

Regierungspräsidium Stuttgart

oekomobil@rps.bwl.de

Regierungspräsidium Karlsruhe

oekomobil@rpk.bwl.de

Regierungspräsidium Freiburg

oekomobil@rpf.bwl.de

Regierungspräsidium
Freiburg

oekomobil@rpf.bwl.de

Hast du dich schon mal gefragt, wer eigentlich mit dem Ökomobil unterwegs ist?

Neben den fest angestellten Ökomobilistinnen und Ökomobilisten besteht das Team in jedem Regierungsbezirk nämlich aus ein oder zwei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, die hier ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) machen. Sie helfen beim Planen der Ökomobileinsätze, betreuen die Teilnehmenden vor Ort, helfen ihnen beim Erforschen der Natur und lernen dabei immer selbst etwas dazu.

Das FÖJ ist aber mehr als die Arbeit an der Einsatzstelle: in fünf jeweils fünftägigen Seminaren beschäftigen wir uns gemeinsam mit anderen FÖJlern mit Themen rund um Natur und Nachhaltigkeit, entwickeln aber auch eine gute Gemeinschaft und erleben viele schöne und lustige Momente miteinander.

Hast du Interesse?

Es gibt verschiedene Einrichtungen, bei denen du dich für ein FÖJ bewerben kannst. Das Bewerbungsverfahren läuft in der Regel bis Mitte März. Neben den Ökomobilen gibt es viele weitere Einsatzstellen in der Landschaftspflege, auf Biobauernhöfen, in Freizeitheimen und vielem mehr. Schau doch einfach mal vorbei!

Paul

Mit dem Hammer Blumenbilder malen - Wie soll das denn gehen?

Viele Blüten und Pflanzen haben außergewöhnlich schöne Farben und Formen. Diese kann man ganz einfach zur Kartengestaltung nutzen. Man braucht nicht viel dazu:

  • Schöne gesammelte Blätter oder Blüten – wenn manche Stellen zu dick sind, kann man einen Teil der Blätter, Knospen oder Blüten entfernen, damit auf dem Bild kein breiter Klecks entsteht. 
  • Eine feste Unterlage, am besten ein BrettchenKartenvorlagen, schön wird es auf Aquarellpapier, gerne auch verschiedene Papiersorten testen.
  • Saugfähiges Küchenkrepp
  • Einen Hammer – Vorsicht! Nicht auf die Finger klopfen! Tut echt weh!

Und es geht los:

  1. Zuerst legt ihr euch das Brettchen auf einen Tisch oder auf den Fußboden (ist laut – vielleicht noch was Weiches drunterlegen)
  2. Auf das Brettchen kommt die Postkartenvorlage
  3. Auf die Postkarte kommt die Pflanze 
  4. Auf die Pflanze kommt das Küchenkrepp (gefaltet, also doppellagig ist sehr gut!) 
  5. Auf das Ganze haut ihr dann Zentimeter für Zentimeter mit dem Hammer. 
  6. (Dies lieber auslassen:)Wenn ihr auf die Finger geklopft habt, schnell unter kaltem Wasser kühlen!

Man sieht allmählich den feuchten Abdruck der Pflanzenteile durch das Küchenkrepp.

Wenn ihr denkt ihr seid fertig, könnt ihr vorsichtig mal nachschauen wie es aussieht.Manchmal lege ich dann noch andere Pflanzen dazu, damit die Lücken besser aussehen. Macht es einfach so, wie es Euch gefällt.

Lasst uns doch mal sehen, was ihr gestaltet habt! Schickt uns eure Bilder!

Angelika

Mauersegler

Mauersegler

Am Dienstag, den 28. April habe ich die ersten Mauersegler über unserm Bürogebäude in der Karlsruher Innenstadt gehört. Ihre schrillen Rufe hoch oben in der Luft „srii-sriii“ könnt ihr leicht wiedererkennen.
So klingen Mauersegler

Mauersegler ähneln Schwalben, sind aber größer und brüten vorwiegend in Hohlräumen an Steingebäuden. An unserem Bürogebäude brüten sie jedes Jahr. Mauersegler fliegen sehr schnell und verbringen fast ihr ganzes Leben im Flug. Sie schlafen auch in der Luft!

Sind Mauersegler „Schlafwandler“ oder „Schlafflieger“ (ein Schlaff-Lieger ist eher das Gegenteil!)? Fällt Euch ein gutes Wort dafür ein? Habt ihr dieses Jahr schon Mauersegler gehört und gesehen?

An Neubauten mit glatter Fassade können Mauersegler nicht brüten. Wer etwas für die Mauersegler tun möchte, kann Nistkästen für die Mauersegler anbringen. Am besten mehrere, denn Mauersegler brüten gerne in kleinen Kolonien.

Eine Bauanleitung für Mauerseglernistkästen findet ihr auf der Seite vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU).

Daniel

Findet ihr noch andere Marienkäfer?

Bei einem Spaziergang über die Felder fand ich am Wegesrand sehr viele Ackerkratzdisteln. Das ist eigentlich nichts Besonderes. Vielleicht kennt ihr sie ja auch?
Sie waren noch nicht aufgeblüht. Die Knospen und Stängel waren schwarz überzogen von sehr, sehr vielen schwarzen Blattläusen.
Nur manche hatten Flügel und waren bereit fortzufliegen, um neue Reviere aufzusuchen. Das war wohl auch dringend nötig geworden, denn die leuchtend bunte Gefahr war schon im Anmarsch. Überall waren verschiedene sehr gefräßige Marienkäfer zu finden, die schon eifrig dabei waren, Eier zu produzieren und abzulegen. Nicht nur erwachsene Marienkäfer vertilgen Unmengen an Blattläusen, auch ihre Kinder sind immer hungrig.
Auch große, gefräßige Larven waren unterwegs. Da war es für die Blattläuse höchste Zeit geworden abzuhauen und aus den Blattlauseiern schlüpfte jetzt eine fliegende Generation.

Wenn ihr draußen mal nachschaut anschaut, könnt ihr sehr viele verschiedene Marienkäfer finden, aber hier sind es nur zwei verschiedene Arten. Der einheimische leuchtend rote Siebenpunkt Marienkäfer,den kennt ihr bestimmt schon. Der Siebenpunkt hat immer sieben schwarze Punkte auf immer roten Flügeln: auf jedem Flügel drei und einen vorne in der Mitte. Der eingeschleppte Asiatische Marienkäferwird auch Harlekin genannt wird, weil er immer wieder anders aussehen kann. Mal schwarz, mal orangerot und mal mit vielen und mal mit wenigen oder gar keinen Punkten.

Wenn ihr jetzt mal spazieren geht und genauer nachschaut, könnt ihr noch mehr entdecken: Ameisen, die die Blattläuse bewachen, Florfliegenlarven,…
Es gibt bei jedem Spaziergang immer spannende Entdeckungen, man muss nur mal genauer hinschauen und nicht so schnell vorübergehen.

Schickt uns doch die Bilder und wo ihr sie gemacht habt! Das Ökomobilteam ist gespannt auf Eure Erlebnisse!

Angelika

Getrockneter Wiesen-Klee, mit dünnen Papierstreifen auf ein Herbar-Blatt geklebt.

Pflanzen kennenlernen durch ein Herbarium

Habt ihr euch schon mal überlegt, wie viele verschiedene Pflanzen in eurer Umgebung wachsen? Wollt ihr die Pflanzen kennen kernen und bestimmen?
Dabei kann euch ein sogenanntes Herbarium helfen.

Ein Herbarium ist eine Sammlung von gepressten oder getrockneten Pflanzen und man kann es als eine Art Bestimmungshilfe benutzen.

Die Herstellung ist ganz einfach und fast jeder hat die Materialien dafür zuhause.
Du brauchst:

  • Papier 
  • Zeitungspapier oder Pappe
  • ein stabiles Brett
  • schweren Gegenstand (Bücher, Stein, Wasserflaschen, …) 
  • Kleber.
  1. Doch als aller erstes muss man natürlich draußen auf Pflanzensuche gehen.
    Halt! Bevor du gleich raus rennst, gibt es noch eine Sache zu beachten: Bestimme die Pflanze bevor du sie pflückst, damit du nicht eine vom Aussterben bedrohte oder geschützte Art pflückst!
  2. Presse die Pflanzen
    Lege auf ein Stück Papier auf etwas Zeitung oder Pappe. Darauf kommt deine gesammelte Pflanze, wieder ein Papier und Zeitung/Pappe. Nun kannst du erneut zwischen zwei Papieren und Zeitung/Pappe weitere Pflanzen stapeln. Ganz oben legst du nach der Zeitung das Brett mit dem Gewicht zum Beschweren und Pressen. Tipp: Achte darauf, dass das Brett groß genug ist, damit von den Pflanzen keine Teile darüber hinaus schauen.
  3. Nach ein paar Tagen kannst du die Pflanzen vorsichtig aus der Presse holen und mithilfe von dünnen Papierstreifen auf ein Blatt kleben. Dabei kommt der Klebstoff nicht an deine Pflanzen, sondern nur an die Stellen, an denen Papier anderes Papier berührt.
  4. Fülle einen Zettel mit allen Daten über die Pflanze aus und klebe ihn dazu (Art, Fundort, Funddatum, Wer hat die Pflanze gefunden und bestimmt?).

Weitere Informationen zum Anlegen eines Herbariums gibt es auch auf der Homepage des Naturkundemuseums Karlsruhe.

Maren

Brennnessel-Pfannkuchen

Brennnesseln sind in den Augen der meisten Menschen nur ein Unkraut, das dazu bei Berührung auch noch unangenehm piekst. Dass Brennnesseln allerdings reich an Mineralien, Vitaminen und Proteinen sind, wissen nur die wenigsten - ganz im Unterschied zu den Raupen von Tagpfauenauge oder Landkärtchen, zwei Schmetterlingsarten, die für ihre Entwicklung unbedingt auf Brennnesseln angewiesen sind.

Aus diesem Grund gibt es heute mal eine Rezeptidee, um diese Pflanzen in der Küche zu verwerten. Am besten schmecken ganz junge Pflanzen oder von Älteren die Spitzen (1). Da die Nesselhaare an der Brennnessel anliegen, sollte man immer in Richtung der Blattspitze streichen, so können sie einen nicht erwischen und man kann sorgenfrei pflücken. Denkt dran: pflückt nicht direkt da wo viele Hunde Gassi gehen - und lasst was für die Schmetterlinge übrig.

Du brauchst (für zwei Personen):

  • Ca. 10 junge Brennnesseln 
  • 2 Eier 
  • 200 g Mehl 
  • 200 ml Milch 
  • Eine Prise Salz 
  • Butter zum Anbraten 
  • Nach Belieben: Füllung, beispielsweise Käse, Tomaten, …

Die Eier, das Mehl, Salz und etwas Milch werden in einer Schüssel verrührt (2). Die restliche Milch wird nach und nach dazugegeben, bis ein flüssiger Teig ohne Klümpchen entsteht.Von den Brennnesseln werden die Blätter abgezupft, diese fein gehackt (3) und zum Teig gegeben (4).In einer Pfanne wird die Butter geschmolzen. Von dem Teig wird so viel genommen, dass der Pfannenboden überall dünn bedeckt ist (5).Sobald der Pfannkuchen oben nicht mehr flüssig und auf der Unterseite goldbraun ist, wird er gewendet.Nun kann nach Belieben die eine Hälfte des Pfannkuchens belegt werden (6). Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die leere Seite des Pfannkuchens wird umgeklappt, danach kurz weiter gebacken bis sich die Füllung erwärmt hat bzw. der Käse geschmolzen ist (7).
Guten Appetit (8)!

Maren

Ausschnitt eines Bannwaldes: Wurzelteller einer umgestürzten Fichte umgeben von Gräsern und Heidelbeersträuchern.

Umgestürzte Bäume, Chaos im Wald – Was ist da los?

Dieser besondere Wald nennt sich Bannwald.

Er zeichnet sich darüber aus, dass umgekippte, kranke oder abgestorbene Bäume nicht vom Förster weggeräumt werden, sondern zugunsten des Naturschutzes liegen gelassen werden. Generell ist die Bewirtschaftung in solchen Wäldern verboten (Im Vergleich dazu bezeichnet man einen Wald, der zwar auch Einschränkungen unterliegt, bei welchem allerdings eingeschränkt Bewirtschaftung erlaubt ist als Schonwald). So kann sich der Wald ganz frei von menschlichen Eingriffen entwickeln. Häufig wird er deshalb auch als „Urwald von Morgen“ bezeichnet. Man kann zum Beispiel Moorbirken im Hochmoor auffinden, aber auch Fichten oder Buchen lassen sich entdecken.

Oftmals sieht es für das menschliche Auge auf den ersten Blick chaotisch oder vielleicht sogar ungepflegt aus, doch für Tiere und Pflanzen ist der Bannwald ein reines Paradies.

Ein Bannwald zeichnet sich durch einen hohen Totholzanteil und seine besonders artenreiche Tier- und Pflanzenwelt aus. Man könnte fast sagen, dass das tote Holz durch die Tiere wieder lebendig wird und zum Leben erwacht.

In vielen abgestorbenen Baumstämmen nisten Käfer und andere Insekten wie zum Beispiel Wildbienen. Auch Fledermäuse nutzen die Höhlungen der Baumstämme tagsüber als Schlafplatz. So gilt zum Beispiel der Bannwald in Kaltenbronn im Schwarzwald als Lebensraum von über 1300 Käfern und 1500 Fledermäusen.

Leider gibt es nur wenige solcher unter Schutz gestellten Wälder bei uns in Deutschland. In Baden-Württemberg zum Beispiel liegt der Anteil der Bannwälder bei nur 0,6 % der Gesamtwaldfläche. Du möchtest einen Bannwald live erleben und mit eigenen Augen bestaunen? Ein Ausflug zum Beispiel in das Naturschutzzentrum in Kaltenbronn im Schwarzwald lohnt sich und ist absolut empfehlenswert.

Tipp: Am besten du ziehst dir wasserdichte und rutschfeste Schuhe an, damit du deinen Tag im Wald auch wirklich genießen kannst. Aber Achtung: Bannwälder sind Schutzgebiete, also bleibe stets auf den ausgewiesenen Wegen und verlasse diese nicht.

Lisa Spahr

Vogelfutter selbst herstellen

Im Winter wird das Futter für die Vögel, die bei uns überwintern, je nach Standort schnell knapp. Sie müssen möglichst energiereiche Nahrung zu sich nehmen, um durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Wir können ihnen mit selbstgemachtem Vogelfutter helfen, besonders von November bis Februar. Eine schöne Belohnung ist es, wenn wir sie dann beim Fressen beobachten können!

Du brauchst:

  • 500g Pflanzenfett (z.B. Kokosfett) oder Rindertalg
  • etwas Rapsöl
  • 500g Körner (z. B. Sonnenblumenkerne, Erdnusskerne, Haferflocken, Hirse)
  • Naturschnur
  • einen großen Topf
  • Rührlöffel
  • Herd
  • zum Formen: eventuell Silikonförmchen, Blumentopf, Stock

Zubereitung:

  1. Schneide das Fett in kleine Stücke und gebe es in den Kochtopf. Erwärme den Topf nun vorsichtig auf dem Herd, sodass das Fett schmilzt (2). Damit du das Futter später gut formen kannst, kannst du noch etwas Rapsöl dazu tun. ACHTUNG: Das Fett darf nicht kochen! Das Fett kann sehr heiß werden! Lass dir deswegen unbedingt von einem Erwachsenen helfen!
  2. Während das Fett schmilzt, kannst du die Zeit gut nutzen, um die Körner für das Vogelfutter vorzubereiten. Hauptbestandteil sollten ungeschälte Sonnenblumenkerne sein. Gut eignen sich auch Erdnüsse.  Diese müssen aber zuerst noch geschält werden und mit einem Wiegemesser zerkleinert werden (3). Oder du kaufst direkt Erdnussbruch. Auch Haferflocken oder Hirse können mit ins Vogelfutter.
  3. Wenn das Fett geschmolzen ist, kannst du die Körner dazu geben (4). Nun musst du kräftig umrühren, bis sich Körner und Fett gut durchmischt haben.
  4. Wenn du Silikonförmchen hast, kannst du nun das Futter mit einem Löffel hineinfüllen. Denke aber daran, vorher eine Schnur ins Förmchen zu tun, damit du dein fertiges Vogelfutter auch aufhängen kannst (5)!
    Um das Futter mit der Hand zu Kugeln zu formen, musst du es erst noch etwas abkühlen lassen. Wenn du den Topf nach draußen stellst, kühlt es schneller ab und du kannst schon bald weitermachen.
    Wenn das Futter dann kühler, aber immer noch formbar ist, nimmst du eine knappe Handvoll des Futters in deine Hand und legst ein Stück Schnur in die Mitte. Nun kannst du das Futter in deinen Händen zu einer Kugel formen (6). Achte darauf, dass die Schnur fest eingearbeitet ist!
  5. Eine Alternative zu diesen Methoden ist, das Vogelfutter in einen Blumentopf zu füllen und diesen dann kopfüber aufzuhängen. Dazu brauchst du einen kleinen Blumentopf und einen Stock, der mindestens 10 cm länger als der Topf ist, damit die Vögel eine Stange haben, auf der sie sitzen können, und natürlich wieder Schnur (5). Befestige den Stock gut im Topf und binde daran wieder eine Schnur fest, die aus dem Loch unten im Topf rausschaut. Nun füllst du das Vogelfutter in den Topf. Achte darauf, dass der Stock gerade bleibt, damit die Vögel sich auch wirklich gut daran festhalten können!
  6. Nun heißt es abwarten, bis das Futter fest geworden ist (8). Am nächsten Tag kannst du das Futter dann draußen aufhängen. Achte darauf, dass die Vögel sich auf Zweige im Busch oder im Baum, an dem du das Futter aufhängst, setzen können und dann noch gut ans Futter kommen. Und hänge das Futter hoch genug auf, dass keine Katze drankommt (9).

Ein weiteres Vogelfutterrezept: Die Erdnusskette

Du brauchst:

  • Erdnüsse in der Schale
  • Naturschnur
  • eine Nadel
  • eine Stricknadel

Die Erdnusskette (7) ist noch schneller fertig und du brauchst dazu noch nicht mal einen Herd. Bei dieser Variante fädelst du ungeschälte Erdnüsse auf eine Schnur auf. Dazu musst du zuerst Löcher durch die Erdnüsse an der breiten Seite mittig (also zwischen den zwei Nüssen durch) stechen. Am besten geht das mit einer Stricknadel. Dann fädelst du eine Naturschnur in eine dicke Nadel und stichst sie durch die Löcher in den Erdnüssen. Die erste aufgefädelte Erdnuss musst du gut festknoten, damit auch wirklich alle Erdnüsse auf der Schnur bleiben! Nun fädelst du einige Erdnüsse auf, so viele, wie du willst oder bis an deiner Schnur nur noch etwa 15 cm Platz sind. Mit dem übrig gebliebenen Faden knotest du eine Schlinge, mit der du die Erdnusskette draußen aufhängen kannst.

Lina Juretzko

Ausschnitt des Wildsees im Hochmoor Kaltenbronn

Moor – feuchtes Wunderland: Was ist ein Moor und wie entsteht es?

Vielleicht hast du dich auch schon mal gefragt, was ein Moor ist? Es ist ein ganz besonderes Ökosystem, bei dem der Boden die ganze Zeit so nass ist wie ein vollgesogener Schwamm.

Moore gibt es auch bei uns in der Nähe, beispielsweise das Hochmoor Kaltenbronn im Nordschwarzwald.

Das Moor in Kaltenbronn entstand vor etwa 10.000 Jahren, als nach der letzten Eiszeit die dicken Eispanzer schmolzen. Der Boden in Kaltenbronn ist aus Buntsandstein, der wegen tonhaltiger Schichten wasserdicht ist. Darum konnte das Wasser nicht einfach im Boden versickern. Es sammelte sich stattdessen in den Vertiefungen. In diesen nassen Flächen wuchsen Torfmoose und Wollgräser. Abgestorbene Pflanzen können nicht ganz zersetzt werden, da im feuchten Untergrund nicht genug Sauerstoff dafür vorhanden ist. Die nicht abgebauten Pflanzenreste nennt man Torf. Weil immer mehr Torf abgelagert wurde, verloren die Pflanzen, die oben auf der Torfschicht wuchsen, nach und nach den Kontakt zum Boden. Sie konnten jetzt nicht mehr mit Grundwasser und mit Mineralstoffen aus dem Boden versorgt werden, sondern mussten mit Regenwasser auskommen. Solche Moore nennt man Hochmoore.

Exemplare des Sonentaus auf Torfmoosen

Die Gewinner dieser Veränderung waren die Torfmoose. Ihnen reicht die Luft und das Regenwasser mit den darin enthaltenen Mineralstoffen zum Überleben. Dadurch wurde das Torfmoos zu einer besonders häufig vorkommenden Pflanze im Hochmoor und bildet geschlossene Decken im ganzen Moor. Torfmoose wachsen die ganze Zeit nach oben, während sie unten absterben und zu Torf werden. Dadurch wächst die Torfschicht und damit auch das Moor um etwa einen Millimeter pro Jahr. Das bedeutet, dass ein Moor unglaubliche 1000 Jahre braucht, um einen Meter zu wachsen! Das 10.000 Jahre alte Hochmoor in Kaltenbronn ist also schon etwa 10 Meter hoch und wächst immer weiter.

Im Moor sind aber auch noch andere seltene Pflanzen und Tiere zu Hause, die nur dort vorkommen. Rausch-, Preisel- und Heidelbeeren fühlen sich hier genauso wohl, wie das Auerwild (Auerhahn und Auerhenne), denen sie als Nahrung dienen. Ein Wunderland, das man gut schützen muss! Wenn du mal nach Kaltenbronn oder in ein anderes Moor kommst, musst du ein paar Regeln beachten:

  • Wirf keinen Müll ins Moor, weil er den Pflanzen schadet!
  • Bleibe unbedingt auf den Wegen. Ein Tritt in die Moorfläche macht etwa 100 Jahre Moorwachstum kaputt!

Lina

Die Wiese – Was lässt sich hier alles entdecken?

Beim Spazieren gehen, beim Laufen zur Bushaltestelle oder auf dem Weg zum Wocheneinkauf. Jeder von uns ist schon mal mehr oder weniger bewusst an einer Wiese vorbeigelaufen. Doch was lässt sich dort eigentlich alles entdecken? Auf einer Wiese verbirgt sich mehr als nur grünes Gras!

In unserem Video zeige ich euch 10 Wiesenpflanzen, damit auch Ihr beim nächsten Spaziergang mit eurem Wissen zur Pflanzenvielfalt glänzen könnt.

Viel Spaß beim Zusehen!

Und habt ihr es drauf?

Nein? Schau es dir direkt nochmal an!

Ja? Super, deine Freunde und Familie werden staunen, was für einen Pflanzenkenner sie an ihrer Seite haben.

Du hast eine Blume entdeckt, deren Name dir unbekannt ist? Schick uns doch einfach ein Bild und wir finden zusammen heraus, was du da genau gefunden hast.

Lisa