Spätburgundertraube

Weinbau

Baden-Württemberg ist das Bundesland mit der zweitgrößten Rebfläche in Deutschland. Derzeit werden ca. 27.100 Hektar von Winzerinnen und Winzern bzw. Weingärtnerinnen und Weingärtnern bewirtschaftet. Die Regierungspräsidien (RPen) nehmen in der Förderung, Beratung, Verwaltung und Kontrolle dieser Rebflächen vielfältige Aufgaben wahr.

Zu den Aufgaben der Regierungspräsidien gehören neben der Betreuung von Förderverfahren auf EU- und Landesebene wie z. B. das Struktur- und Qualitätsprogramm im Weinbau (SQW), die Steillagenförderung/Einschienenzahnradbahn, Rebenpflanzgutanerkennung und die Überwachung der Anbauregelungen.

Kontakt

Regierungspräsidium Stuttgart

Referat 33
Nadine Vosseler
0711 904-13312
abteilung3@rps.bwl.de

Regierungspräsidium Karlsruhe

Referat 33
Elisabeth Voigt
0721 926-2756
abteilung3@rpk.bwl.de

Regierungspräsidium Freiburg

Referat 33
Dr. Volker Steinmetz
0761 208-1304
abteilung3@rpf.bwl.de

Das Regierungspräsidium Stuttgart ist auch für die Rebflächen im Regierungsbezirk Tübingen zuständig, soweit diese nicht im Anbaugebiet Baden / in der g. U. Baden* liegen.

Das Regierungspräsidium Freiburg ist auch für die Rebflächen im Regierungsbezirk Tübingen zuständig, soweit diese im Anbaugebiet Baden / in der g. U. Baden* liegen.

* g. U. = geschützte Ursprungsbzeichnung

Für Rebsortenversuche sind keine schriftlichen Genehmigungen mehr erforderlich

Rebveredlungen

Das Genehmigungsverfahren von Anbaueignungsprüfungen für Rebsorten wurde mit Änderung der Weinrechts-DVO BW grundlegend variiert: Nach § 6 Abs. 2 der Weinrechts-DVO BW vom 20.08.2016 sind keine schriftlichen Genehmigungen erforderlich, auch das ehemals geforderte Pflanzen von Vergleichssorten entfällt.
Die zuständigen Landesanstalten für Weinbau führen Sortenlisten, die jährlich zum 1. Januar aktualisiert werden. Rebsorten, die in den Sortenlisten geführt werden, dürfen im Rahmen einer Anbaueignungsprüfung angebaut werden.

Informationen zu Rebsorten und Züchtungen der Staatlichen Lehr-und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg

Anträge, Vordrucke und weitere Informationen

Aufgrund EU-rechtlicher Vorgaben hat zum 1. Januar 2016 ein Wechsel vom bisherigen Pflanzrechtesystem zu einem Genehmigungssystem für Rebpflanzungen stattgefunden. Damit verbunden sind erhebliche Änderungen der Melde- und Antragsverpflichtungen.

Seit dem 1. Januar 2016 gibt es drei Arten von Genehmigungen:

  1. Umwandlung von bisher nicht genutzten Pflanzrechten – Zuständigkeit RPen, s.u.
  2. Genehmigung zur Wiederanpflanzung von Rebflächen – Zuständigkeit RPen, s.u.
  3. Genehmigung zur Neuanpflanzung von Rebflächen – Zuständigkeit Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Es ist ausschließlich die BLE zuständig, detaillierte Informationen zum Thema sowie die Antragsunterlagen finden Sie auf der Internetseite www.ble.de

 

Der folgende Antrag ist online ausfüllbar. Beim Ausdrucken sind auch Einzelseiten möglich. Den Antrag bitte unterschrieben an das zuständige Regierungspräsidium zurückschicken:

Antrag auf Genehmigung einer Wiederbepflanzung von Rebflächen bzw. Umwandlung von nicht genutzten und noch gültigen Pflanzrechten in eine Genehmigung für Rebpflanzungen mit Erläuterungen (pdf, 196 KB)

Pflanzrechtsinformationen der Regierungspräsidien (Stand: 12. Juni 2020) (pdf, 19 KB)

Die Förderung der Erschließung von Weinbergen durch Einschienenzahnradbahnen oder ähnliche Anlagen in Weinbau-Steillagen dient dazu, die Gesamtleistung und Nachhaltigkeit des landwirtschaftlichen Betriebes, insbesondere durch Senkung der Produktionskosten in abgegrenzten Weinbau-Steillagen, zu verbessern und alte historische Kulturlandschaften zu pflegen und zu erhalten. 

Den Antrag zur Gewährung von Zuschüssen für die Erschließung von Weinbergen durch Einschienenzahnradbahnen in Weinbau-Steillagen sowie die relevante Verwaltungsvorschrift finden Sie hier:

Antrag auf Bewilligung eines Zuschusses zur Erstellung von Einschienenzahnradbahnen oder ähnlichen Anlagen in Weinbausteillagen (pdf, 19 KB)

Verwaltungsvorschrift Steillagenweinbau vom 07. Mai 2015 (pdf, 20 KB)

Die Anerkennungsstellen für Rebenpflanzgut haben ihren Sitz bei den Regierungspräsidien. Sie sind zuständig für die Durchführung der Rebenpflanzgut-Verordnung, für die Registrierung von Rebenpflanzgut erzeugenden Betrieben und für die Erteilung von Pflanzenpässen an diese Betriebe.

Die Vorschriften garantieren eine hohe Leistungsfähigkeit der Reben, eine unverzichtbare Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Winzerbetriebe. Sie beinhalten die Feldbesichtigung der Vermehrungsanlagen und die Begehung der Rebschulen im Sommer und enden mit der Beschaffenheitsprüfung der Edelreiser, Unterlagen und Pfropfreben im Winter. 

Die Grundlagen finden sich in der Rebenpflanzgut-Verordnung:

Rebenpflanzgut-Verordnung

Im Rahmen des Nationalen Stützungsprogramms für Wein werden in Baden-Württemberg Förderverfahren wie die Förderung der

angeboten

 

Die Regierungspräsidien sind zuständig für Bearbeitung, Betreuung bzw. die Fachaufsicht über diese Förderverfahren.

Die Weinbergsrolle stellt das Verzeichnis der für die engeren geografischen Herkunftsangaben für Qualitätswein, Prädikatswein, Qualitätsperlwein b.A. und Qualitätsschaumwein b.A. (Sekt b.A.) zugelassenen Namen von Bereichen, Groß-, Einzel- und Gewannlagen dar. Sie wird von den Regierungspräsidien geführt.


Antragsverfahren auf Eintragung einer kleineren geografischen Einheit (Gewann / Katasterlage) in die Weinbergsrolle

In der Etikettierung von Qualitätserzeugnissen darf seit der Weinernte 2014 eine in die Weinbergsrolle eingetragene Gewannlagenbezeichnung eigenständig oder als Ergän­zung zur Einzel- bzw. Großlage verwendet werden. Dabei ist in jedem Fall die jeweils zulässige Bezeichnung der Gemeinde oder des Ortsteils voran­zu­stellen. Ein Weinbaubetrieb oder eine Erzeugergemeinschaftkann unter bestimmten Voraussetzungen den flurstücksbezogenen Eintrag einer solchen Gewannlage beim Regierungspräsidium beantragen.


Den Antrag und Hinweise zum Verfahren finden Sie hier:

Antrag auf Eintragung einer kleineren geographischen Einheit in die Weinbergsrolle (pdf, 29 KB)

Weitere Informationen und Adressen

Auf dem Bild Rebveredlung sieht man frische hergestellte Rebveredlungen mit einem roten Wachsüberzug, der vor Austrocknung schützen soll. Die ersten grünen Blättchen weisen auf den Austrieb der jungen Rebveredlungen hin