Dammverlauf in Richtung Norden

Dammertüchtigung Rheinhochwasserdamm (RHWD) XXXIX in Mannheim

Kontakt

Jens Teege, 0721 926-7485, RHWD-XXXIX@rpk.bwl.de
Jan-Christoph Walter, 0721 926-7609, RHWD-XXXIX@rpk.bwl.de

Zahlen & Fakten

Vorhabenträger: Land Baden-Württemberg
Lage: Stadt Mannheim
Länge: ca. 3,6 km

Termine

Derzeit keine aktuellen Termine.

Aktueller Stand

Planfeststellungsantrag eingereicht (Februar 2021).
Informationen zum Planfeststellungsverfahren finden Sie auf der Internetseite der Stadt Mannheim.

Das Projekt

Ausgangslage

Der zu sanierende Dammabschnitt ist ca. 3,6 km lang und erstreckt sich über drei Mannheimer Stadtteile. Im Süden beginnt er beim Grosskraftwerk Mannheim-Neckarau und verläuft zuerst in westliche, später nördliche Richtung durch Mannheim-Niederfeld und endet in Mannheim-Lindenhof auf Höhe der Speyerer Straße.

Nördlich der Speyerer Straße endet die Zuständigkeit des Landes. Auch für den weiteren ca. 280 m langen Dammverlauf besteht nach Einschätzung der hier zuständigen Stadt Mannheim Sanierungsbedarf. Mit der Stadt Mannheim wurde vereinbart, diesen Dammabschnitt in eine gemeinsame Planung mit zu übernehmen.


Ziele der Maßnahme

Die Sanierungsplanung ist Teil des „Dammertüchtigungsprogramms des Landes Baden-Württemberg“. Mit dem geplanten Ausbau und der Sanierung des Dammes soll der Hochwasserschutz im Süden Mannheims verbessert werden. Dabei werden die Standsicherheit und die Zugänglichkeit im Hochwasserfall (Dammverteidigung) verbessert. Außerdem leistet die Dammertüchtigung gemeinsam mit den Rückhalteräumen des Integrierten Rheinprogramms (IRP) einen Beitrag zur Wiederherstellung des vor dem Ausbau des Oberrheins unterhalb der Staustufe Iffezheim vorhandenen Hochwasserschutzes. Dies entspricht einem Abflussvermögen des Rheins von 5.000 m³/s im Bereich von Maxau und somit einem rund 200-jährlichen Hochwasserschutz.


Informieren Sie sich

Öffentlichkeitsbeteiligung

Im Zuge der Planung soll eine interessierte und konstruktive Beteiligung der Öffentlichkeit gefördert werden. Ziel ist es, unterschiedliche Sichtweisen zu sammeln, aufzuarbeiten und in die Planung mit einfließen zu lassen. Als erster Schritt der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung wurde im Mai 2017 ein Projektbegleitkreis gegründet. Mitglieder des Projektbegleitkreises sind die Genehmigungsbehörde, die relevanten Fachbehörden, Träger öffentlicher Belange und Umweltverbände. Weitere Gespräche mit der Stadt Mannheim, den vor Ort betroffenen Sportvereinen und Grundstückseigentümern, dem Grosskraftwerk Mannheim sowie die Vorstellung des Vorhabens in den politischen Gremien werden durchgeführt. Die Information aller interessierten Bürgerinnen und Bürger erfolgte bei öffentlichen Veranstaltungen am 20. Juni 2017, 13. Juli 2018 und 23. September 2019.

Die förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit wird in der Offenlage und Anhörung im Planfeststellungsverfahren durch die Genehmigungsbehörde der Stadt Mannheim erfolgen.




Planung

Die Verantwortung für das Projekt liegt beim Vorhabenträger, dem Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe. Für die anstehenden Planungsaufgaben wurde bis Anfang 2017 ein Planungsteam aus Ingenieuren, Biologen und Geotechnikern zusammen gestellt.

Die Grundlagenermittlung erfolgte unmittelbar im Anschluss. Hierfür wurden Vermessungsarbeiten und Erkundungsbohrungen durchgeführt sowie mit der Erfassung von Flora und Fauna begonnen.

Auf der Basis der gewonnenen Grundlagen wurden erste Konzepte zur Sanierung des Dammes erarbeitet und bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung präsentiert.

Als ersten Schritt der Umweltverträglichkeitsprüfung wurden von der zuständigen Genehmigungsbehörde, der Stadt Mannheim, zusammen mit dem Vorhabensträger Gegenstand, Umfang und Methoden der Umweltverträglichkeitsprüfung sowie sonstige für die Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung erhebliche Fragen erörtert. Hierzu wurden andere Behörden, Sachverständige und Dritte hinzugezogen und gehört. Dieser als "Umwelt-Scoping" bezeichnete erste Schritt dient der gegenseitigen Information und Abstimmung über den voraussichtlichen Untersuchungsrahmen.​​​

Die Vorplanung zum Vorhaben wurde abgeschlossen. Querprofile und Lagepläne für die einzelnen Planungsabschnitte liegen vor. Bei sehr beengten Platzverhältnissen und um die Eingriffe in private Grundstücke zu minimieren, plant das Regierungspräsidium in Ausnahmefällen in einzelnen Planungsabschnitten die Umsetzung einer platzsparenden Sonderbauweise, bei der eine Kombination aus Spundwand und Erdbauwerk zukünftig die Hochwassersicherheit gewährleistet.​

Im Zuge der Entwurfsplanung wurde Details weiter ausgearbeitet und verfeinert. In diesem Zusammenhang wurde auch eine alternative Bauweise in Abschnitt 4 (Süd) eingearbeitet, die als Vorschlag aus dem Projektbegleitkreis entstanden ist und dort den Eingriff in den Baumbestand minimiert. Außerdem wurden erste Überlegungen zur baulichen Umsetzung, z.B. Materialtransporte angestellt.

Die fertige Planung wurde nun zur Genehmigung bei der Stadt Mannheim eingereicht.


Planungsunterlagen


Visualisierung Rheindamm XXXIX

Interaktive Karte

Interaktive Karte (pdf, 5.8 MB)

Hinweis: Klick auf Name der Station (Kästchen) öffnet 3D-Querschnitt im Browser.

Weitere Informationen

Sie wollen wissen wie ein Planfeststellungsverfahren verläuft, was ein Beteiligungsscoping ist oder allgemeine Informationen zum Dammertüchtigungsprogramm oder Integrierten Rheinprogramm (IRP) ? Hier finden Sie Informationen dazu.

Planungsleitfaden Öffentlichkeitsbeteiligung
Planfeststellungsverfahren
Integriertes Rheinprogramm (IRP)
Dammertüchtigungsprogramm B.-W.
Internetseite der Stadt Mannheim zum Vorhaben mit Informationen zum Ablauf des Planfeststellungsverfahrens