Nasswiese mit Großem Wiesenknopf bei Ellmendingen

Pfinzgau Ost (FFH-Gebiet 7017-341)

Charakteristik

Das im Enzkreis und Stadtkreis Pforheim liegende FFH-Gebiet hat eine Größe von rund 1.771 ha. Die Städte und Gemeinden Birkenfeld, Eisingen, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern, Königsbach-Stein, Neulingen, Pforzheim und Remchingen haben Anteil am Gebiet. Die im Gebiet auftretenden Lebensräume und Arten sind charakteristisch für den Naturraum Kraichgau. Der kalkreiche Untergrund prägt die vorkommenden Buchenwälder sowie Magerrasenbestände und lässt Besonderheiten wie Kalktuffquellen entstehen.

Kontakt

Regierungspräsidium Karlsruhe
Melanie Rentschler
0721 926-4371
natura2000@rpk.bwl.de

Die Grafik zeigt drei Pfeile mit Text : Managementplan (MaP) geplant, MaP aktuell, MaP fertiggestellt. MaP aktuell ist rot umrandet - Hinweis, dass es sich hier um ein aktuelles Verfahren handelt.

 

Besonderheiten

Ein kleinteiliges Mosaik aus Wald, Wiesen- und Magerrasen-Gebieten ist für den Pfinzgau und dieses Natura 2000-Gebiet kennzeichnend. Dazu gehören Streuobstwiesen mit alten Obstbäumen, Weinberge sowie artenreiche Wiesen und extensiv genutzte Weiden. Bachtäler mit Galeriewäldern und feuchten Hochstaudenfluren sowie großflächige Buchenwälder vervollständigen das Bild. In den feuchten Wiesen wächst der Große Wiesenknopf, der von den beiden Schmetterlingsarten Heller und Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling für die Eiablage benötigt wird. Innerhalb der Buchenwälder finden sich strukturreiche Altholzbestände und sporadisch wasserführende Tümpel, die für viele Arten besonders wertvoll sind. So lässt sich in den wassergefüllten Senken und Wagenspuren die gut getarnte Gelbbauchunke finden und an alten Bäumen mit Saftaustritt der mit seinem Geweih eindrucksvolle Hirschkäfer beobachten.

Vielfalt gemeinsam bewahren

Das Gebiet wird durch eine hohe Standortvielfalt und Artenreichtum ausgezeichnet. Im nördlichen Bereich des FFH-Gebiets befinden sich naturnahe Buchenwälder mit Hirschkäfer und Gelbbauchunke. Im südlichen Teil hingegen machen orchideenreiche Halbtrockenrasen, artenreiche Magerwiesen sowie feuchte Standorte mit Quellsümpfen das Gebiet europäisch bedeutsam und schützenswert.

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Landnutzern eine vielfältige Biotopstruktur und hohe Artenvielfalt als europäisches Naturerbe zu erhalten, zu fördern und weiter zu entwickeln.