Weschnitz, Bergstraße und Odenwald bei Weinheim sowie Wachenberg bei Weinheim

Weschnitz, Bergstraße und Odenwald bei Weinheim sowie Wachenberg bei Weinheim



Derzeit keine aktuellen Termine.

Informieren Sie sich!

Weschnitz

DateitypDokumenttitelGröße
pdf Übersichtskarte 1 MB
pdf Pressemitteilung vom 25.06.2014 31 KB

Kontakt:

Regierungspräsidium Karlsruhe
Jens Jeßberger
Telefon: 0721 926-4359
natura2000@rpk.bwl.de

Charakteristik

Das FFH-Gebiet ist rund 710 ha groß und liegt im Rhein-Neckar-Kreis.

Es umfasst das Vogelschutzgebiet mit 23 ha. Hemsbach hat mit über 330 ha den flächenmäßig größten Anteil. Laudenbach ist mit rund einem Drittel der Fläche und Weinheim mit etwa 20 % beteiligt. Über 95 % der Fläche des FFH-Gebietes stehen bereits unter Schutz: drei Naturschutzgebiete (43 ha) und das Landschaftsschutzgebiet „Bergstraße Nord“.

Besonderheiten

Die geologische Vergangenheit und die jahrhundertelange menschliche Nutzung schufen an der Bergstraße eine Kulturlandschaft von europäischer Bedeutung.

Die steilen Hänge können nur mit großer Mühe bewirtschaftet werden - doch es lohnt sich für Mensch und Tier! Die bunten Glatthafer-Wiesen und duftenden Magerrasen prägen vielerorts das bekannte Landschaftsbild der Bergstraße. Hier leben auch zahllose Schmetterlinge, Wildbienen und Heuschrecken. Auffallend sind besonders die seltenen Orchideen die in den Magerrasen auf trockenen, nährstoffarmen Böden gedeihen. Die Bergkuppen sind mit laubholzreichen Wäldern bewachsen und bilden den Vorderen Odenwald. Frühblüher lassen diese Buchenwälder für kurze Zeit im Frühling erblühen. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir die große Vielfalt der Tiere und Pflanzen als europäisches Naturerbe erhalten.

Vielfalt gemeinsam bewahren

Das kleinste Teilgebiet - der Wachenberg - hat doppelte Bedeutung! 

Seit Generationen befindet sich am Wachenberg ein Steinbruch. Dieser ist als FFH-Gebiet und als Vogelschutzgebiet von europäischer Bedeutung! Die unterirdischen Stollen wurden vor über 70 Jahren in den Berg gegraben. Aktuell findet hier kein Abbau mehr statt. Stattdessen sind die dunklen und kühlen Gänge seit über 20 Jahren als Winterquartier von mehreren Fledermausarten bekannt, darunter auch Mopsfledermaus, Bechsteinfledermaus und Großes Mausohr. 

Die europäische Bedeutung liegt jedoch nicht nur unter Tage! Wanderfalke und Uhu nutzen den Steinbruch und die Wälder zur Brut und zum Jagen. Die Gelbbauchunke hingegen lebt am Boden und legt ihren Laich im zeitigen Frühjahr in flache Tümpel.