Die Weschnitz fließt von links nach rechts. Der kurze steile Abschnitt der Weschnitz ist die sogenannten Gleite. Auf weniger als 2 Meter fällt die Sohle der Weschnitz einen Meter nach unten. Ober- und Unterstrom der Gleite befinden sich die Auslässe der angrenzenden Wasserkraftanlage. Die Ufer der Weschnitz sind mit Wasserbausteinen gesichert. Im Vorland stehen Bäume.

Weschnitz - Herstellung der Durchgängigkeit an der Gleite in Weinheim (MaDok ID 1638)

Kontakt

Fachinformationen und Projektleitung
Lysann Horakh, 0721 926-7586, lysann.horakh@rpk.bwl.de
Sonia Vettori, 0721 926-7550, sonia.vettori@rpk.bwl.de

Zahlen und Fakten

Vorhabenträger: Land Baden-Württemberg
Lage: Weinheim, östlicher Ortsrand

Aktueller Stand

In Planung

Das Projekt

Ausgangslage

Die Sohlgleite an der Weschnitz befindet sich rund 900 m oberhalb des Verteilerwehrs in Weinheim, auf Höhe der Unteren Hildebrandmühle (Weschnitz‑km 34,6). Die Gleite stellt ein Wanderhindernis für Fische und Kleinstlebewesen dar. Zur Umsetzung der in der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) definierten Zielstellung, soll dieses Wanderhindernis beseitigt werden.


Ziele der Maßnahme

Ziel des Projekts ist der Rückbau der bestehenden Gleite. Der heute vorhandene Höhenunterschied wird zukünftig nach oben hin verzogen. Das so modellierte „naturnahe Fließgefälle“ wird für Fische und Kleinstlebewesen passierbar sein. Zudem wird die Gewässerstruktur aufgewertet.


Geplante Maßnahmen

Als Ausführungsvariante wurde der Abbruch der Gleite und die Herstellung eines naturnahen Fließgerinnes gewählt. Die Gleite als betonierter Absturz mit einer Höhe von gut einem Meter wird abgebrochen und entsorgt.

Anschließend wird der Höhenunterschied der Gewässersohle auf etwa 70 Meter nach oberstrom verzogen. So kann ein Gewässergefälle modelliert werden, dass für Fische und Kleinstlebewesen passierbar ist. Um das neue Gewässergefälle zu modellieren wird das Sohlsubstrat von der Sohle entnommen und auf den Uferbereichen verteilt. Im Sinne eines naturnahen Gewässers wird dabei ein leicht mäandrierender Gewässerverlauf mit unterschiedlichsten Querschnitten modelliert. Zudem werden Störsteine im Gewässer eingebaut, um die Vielfalt an Gewässerstrukturen weiter zu erhöhen.

Der zukünftige naturnahe Gewässerverlauf wird Bereiche mit unterschiedlichem Sohlmaterial sowie unterschiedlichen Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten aufweisen und so verschiedene Lebensräume für Tiere und Pflanzen zur Verfügung stellen.

Die beschriebene Maßnahme beschränkt sich primär auf das Gewässerbett. Ein Eingriff in das angrenzende denkmalgeschützte Ufer der Hildenbrandschen Mühle sowie deren Auslässe wird so vermieden.


Informieren Sie sich!

Öffentlichkeitsbeteiligung

Alle Maßnahmen zur Öffentlichkeitsbeteiligung und alle Kommunikationsmaßnahmen werden in den Planungsprozess des Projektes integriert. Hier können Sie sich über den aktuellen Planungsstand und über Möglichkeiten der Beteiligung informieren.


Planung

Im Rahmen der Vorplanung wurden verschiedene Varianten zur Herstellung der Durchgängigkeit gegenübergestellt. Diese Variantenstudie diente als Entscheidungsgrundlage in einer gemeinsamen Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde und der Fischereibehörde in welcher die oben beschriebene Maßnahme als Vorzugsvariante identifiziert wurde. Aktuell befindet sich das Projekt in der Ausführungsplanung. Unter Berücksichtigung von Brut-, Schon- und Überwinterungszeiten von Vögeln, Fischen und Fledermäusen ergibt sich für die Umsetzung der baulichen Maßnahme ein Zeitfenster in den Monaten August und September. Aktuell ist die Umsetzung im Sommer 2021 geplant.


Planungsunterlagen

BeschreibungDateitypGröße
Lageplan pdf 1 MB
Übersichtskarte pdf 1 MB