Das neue Gewässerbett im Herbst 2019 mit Hochwasserschutzmauern beidseits

Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt Hockenheim

Zahlen & Fakten

Lage: Stadt Hockenheim
Gewässer: Kraichbach und Mühlkanal
Gewässerlänge: ca. 800 Meter
Umgestaltungsfläche: ca. 17 ha
Projektpartner: Stadt Hockenheim
Finanzierung: Gemeinsam durch das Land Baden-Württemberg und die Stadt Hockenheim

Weitere Informationen zum Projekt

Lokale Agenda 21

Aktueller Stand

Planfeststellung 2014
Spatenstich am 21. Juni 2017
Einweihungsfeier am 31.01.2020
Umsetzung von Restarbeiten

Das Projekt

Ausgangslage

Im Stadtgebiet von Hockenheim sind der bestehende Kraichbach und der Mühlkanal mit massiver Sohl- und Uferbefestigung naturfern ausgebaut. Durch diesen Ausbau bieten die Bäche sehr wenig Lebensraum für Tiere und Pflanzen und die Durchgängigkeit, besonders für wandernde Fische, ist sehr stark eingeschränkt. Zusätzlich haben die letzten Hochwasserereignisse im Februar 1997 und März 2002 verdeutlicht, dass noch kein ausreichender Hochwasserschutz für Hockenheim gewährleistet ist.


Ziele der Maßnahme

Mit dem Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt Hockenheim – kurz: HÖP Hockenheim – wird der Hochwasserschutz auf einen 100jährlichen Hochwasserschutz verbessert. Gleichzeitig werden mit der Herstellung der Gewässerdurchgängigkeit für Fische und Kleinstlebewesen und einer naturnahen Gewässerumgestaltung die Ziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie erreicht. Neuer Lebensraum für heimische Tiere und Pflanzen wird geschaffen. Des Weiteren wird durch den Bau von Unterhaltungswegen die Gewässerunterhaltung wesentlich erleichtert. Die durch die Unterhaltungswege geschaffene Zugänglichkeit zum zukünftigen naturnahen Gewässer macht den Kraichbach zudem für die Menschen wieder erlebbar. Die sich entwickelnde Flora und Fauna wird die Naherholungsmöglichkeit am Bach deutlich erhöhen und für mehr städtische Lebensqualität sorgen.


Geplante Maßnahmen

  • Die Gewässerläufe des Kraichbachs und des Mühlkanals in Hockenheim werden auf einer Länge von 790 Metern in einem neuen, naturnahen Kraichbachbett zusammengelegt.
  • Es werden Abschnitte mit Stillwasserzonen und schnell fließenden Bereichen im Kraichbach gestaltet und die naturferne Verbauung entfernt
  • Eine neue Gewässeraue wird geschaffen. 
  • Es werden Dämme und Hochwasserschutzmauern neu errichtet. 
  • Es werden neue Wege entlang des Gewässers angelegt. 
  • Es werden 2 Brücken und ein Fußgänger- und Radfahrersteg als Ersatz für die bestehenden Wegeverbindungen gebaut.

Bauliche Umsetzung

Die bauliche Umsetzung begann im Juni 2017. Seit Ende 2019 ist die Flussbaumaßnahme umgesetzt und werden bis voraussichtlich Frühjahr 2020 Restarbeiten durchgeführt. Aufgrund der innerstädtischen Maßnahmen und der beengten Platzverhältnisse ist der Bauablauf komplex und feingliedrig. Zudem muss während der Bauzeit die Hochwassersicherheit immer gewährleistet sein, d. h. der Kraichbachabfluss muss bei Hochwasserereignissen schadlos durch das Baufeld abgeleitet werden. Aus diesem Grund werden mobile Hochwasserschutzvorkehrungen jederzeit auf dem Baugelände vorgehalten.

Nach Herstellung der Baustelleneinrichtung wird an der Karlsruher Straße mit der Umsetzung des Projektes begonnen. Die Ausführung erfolgt von Osten Richtung Westen.


Informieren Sie sich

Öffentlichkeitsbeteiligung

Alle Maßnahmen zur Öffentlichkeitsbeteiligung und alle Kommunikationsmaßnahmen werden in den Planungsprozess des Projektes integriert. Hier können Sie sich über den aktuellen Planungsstand und über Möglichkeiten der Beteiligung infomieren.

Im Zuge der Planerstellung wurden mit der Stadt Hockenheim und den Trägern öffentlicher Belange zahlreiche Fachbesprechungen und Planabstimmungen durchgeführt. In 2011 fand ein großer Bürgerabend des Landesbetriebs Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe gemeinsam mit der Stadt Hockenheim statt. Die Fragen der Bürgerinnen und Bürger wurden beantwortet und die vorgebrachten Anregungen geprüft und soweit den Projektzielen nicht entgegenstehend umgesetzt.
Die förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgte durch Offenlage und Anhörung im Planfeststellungsverfahren.
Nach Planfeststellungsbeschluss wurde der Projektstand in einer Bürgerveranstaltung vom Landesbetrieb Gewässer am 3.02.2016 sowie 28.03.2017 umfänglich vorgestellt.
Am 30. Juni 2018 wurde ein Tag der offenen Baustelle für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger durchgeführt.

Während der Bauphase können Fragen im direkten Gespräch mit den Projektverantwortlichen des Regierungspräsidium Karlsruhe und der Stadt Hockenheim geklärt werden.



Planung

Planungsunterlagen


Weitere Informationen

Sie wollen wissen wie ein Planfeststellungsverfahren verläuft, was ein Beteiligungsscoping ist oder allgemeine Informationen zum Dammertüchtigungsprogramm oder Integrierten Rheinprogramm (IRP)? Hier finden Sie Informationen dazu.

Planungsleitfaden Öffentlichkeitsbeteiligung
Planfeststellungsverfahren
Integriertes Rheinprogramm (IRP)
Dammertüchtigungsprogramm Baden-Württemberg