Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Karlsruhe »Abteilung 4 »Referat 44 »B10_2.Rheinbruecke
Referat 44 (Straßenplanung)  des Regierungspräsidium Karlsruhe
B 10 zwischen Karlsruhe und Maxau, Copyright: RP Karlsruhe

B 10, Bau einer zweiten Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth

Zahlen und Fakten

Planungsstand: Planfeststellung
Vorhabenträger: Bund
Kosten: 107 Mio €

Zahlen und Fakten

Verkehrsbelastung heute: ca. 80.000 Kfz/24h
Verkehrsbelastung 2025: ca. 100.000 Kfz/24h

Das Projekt

Ausgangslage

Die B 10 zwischen Wörther Kreuz und der Anschlussstelle Knielingen ist die einzige Rheinquerung zwischen der ca. 27 km südlich liegenden B 500 bei Iffezheim und der ca. 22 km nördlich liegenden B 35 bei Germersheim. Die Maßnahme Zweite Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth ist im derzeit gültigen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen (Teil des Fernstraßenausbaugesetzes) in der Kategorie „Vordringlicher Bedarf“ enthalten.

Zur Bewältigung der Verkehrszuwächse auf der bestehenden Rheinbrücke und zur Entflechtung der Verkehre insbesondere in Rheinland-Pfalz (B 10/B 9) ist eine Zweite Rheinbrücke dringend erforderlich. Die Konzeption der bestehenden Rheinbrücke (Verkehrsfreigabe 1966) erfolgte für eine Prognosebelastung von 32.000 Kfz/24h. Die heutige Verkehrsbelastung an der Dauerzählstelle Rheinbrücke Wörth beträgt hingegen ca. 80.000 Kfz/24h (Analyse 2009).

Planungsgeschichte

  • Machbarkeitsstudie 1998/1999
  • Verkehrsuntersuchungen 2001 - 2005
  • Umweltverträglichkeitsstudie 2004/2005
  • Raumordnungsverfahren nur Rheinland-Pfalz 2005/2006
  • Linienbestimmungsverfahren nach § 16 (1) FStr.G 2006 - 2008
  • Erstellung Vorentwurf 2008 – 2010

Der Vorentwurf sah zunächst eine Lösung vor, die den Weiterbau einer Querspange bis zur B 36 ohne große bauliche Veränderungen am geplanten Knoten B 10neu/Raffineriestr./Dea-Scholven-Str. ermöglicht hätte. Diese Planung wurde 2009 vom Bund mit der Begründung abgelehnt, dass mit einem langen Planungszeitraum für die Weiterführung bis zur B 36 zu rechnen sei. Es wurde daraufhin eine Planung erstellt, die entsprechend der Hauptverkehrsbeziehung eine direkte Führung der Trasse zur B 10 am „Ölkreuz“ vorsah. Dieser Lösung stimmte der Bund zu und sie wurde Grundlage für die Planfeststellungsunterlagen.

  • 09.09.2010 Erteilung des Gesehenvermerks durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau u. Stadtentwicklung
  • Beantragung der Planfeststellung am 18.03.2011
  • Einleitungsverfügung am 31.03.2011
  • Die Planunterlagen lagen vom 26.04.2011 - 25.05.2011 in den Städten Karlsruhe und Philippsburg sowie der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen aus.

Zahlreiche Einwendungen gegen die Planung veranlassten das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg im November 2011 einen Faktencheck durchzuführen. Aus dem Faktencheck ergaben sich Fragestellungen, die von der Arbeitsgruppe „Leistungsfähige Rheinquerung“ bearbeitet wurden. Die Dokumentation des Faktenchecks und die Ergebnisse der Arbeitsgruppe können auf der Homepage des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur eingesehen werden.

  • Faktencheck 18. und 22. 11.2011
  • Ergebnisse Arbeitsgruppe „Leistungsfähige Rheinquerung“ September 2012
  • Planerörterungstermin fand vom 9. – 11. Juli 2013 statt. 

Planfeststellungsverfahren in Rheinland-Pfalz

Im Mai/Juni 2015 erfolgte eine ergänzende Offenlage der Planunterlagen. Darin wurden die überarbeiteten Landschaftspflegerischen Kompensationsmaßnahmen vorgestellt. Dem neuen Maßnahmenkonzept hat die Obere Naturschutzbehörde zugestimmt. 

Planfeststellungsverfahren in Baden-Württemberg

Die von der Planfeststellungsbehörde geforderte Untersuchung hinsichtlich der Machbarkeit einer „Brücke zwischen den Brücken“ liegt der Planfeststellungsbehörde mittlerweile vor. Das Ergebnis der Untersuchungen der rheinland-pfälzischen Straßenbauverwaltung zeigt, dass die Gründung der neuen Brücke zwischen den vorhandenen Brücken mit erheblichen bautechnischen Schwierigkeiten verbunden ist und zu Beeinträchtigungen der bestehenden Brücken führen kann. Zusätzlich werden die anstehenden Sanierungen der Vorlandbrücke und des Wörther Troges erheblich erschwert, da die Sanierungen unter Verkehr erfolgen müssten. Dies wäre auch mit erheblichen Kapazitätseinschränkungen für den Kfz-Verkehr verbunden.

Somit liegen der baden-württembergischen Planfeststellungsbehörde alle erforderlichen Unterlagen vor, um für die beantragte Trasse auf baden-württembergischer Seite ebenfalls einen Beschluss erlassen zu können. Die Unterlagen finden Sie hier.

Mittlerweile haben zusätzlich Untersuchungen des Bundesrechnungshofes zur Planung der B 10 (neue Bezeichnung B 293) Zweite Rheinbrücke Karlsruhe - Wörth den Rechnungsprüfungsausschuss des Deutschen Bundestages veranlasst, den Bund zu beauftragen: 

  1. Die verkehrlichen Auswirkungen der Anbindung der geplanten B 293 an die B 36 unverzüglich durch das Land untersuchen zu lassen. Dabei sollten neben der künftigen Verkehrssituation auch die Fernverkehrsrelevanz bewertet werden
  2. Die Planungen zur Beseitigung der Engstelle Knielinger Pförtner zügig und konsequent weiter zu betreiben.

Der Bund konkretisierte die Aufgabe, indem er das Land beauftragte: 

  1. den Knotenpunkt der Dea-Scholven-Straße/Essostraße unter Berücksichtigung einer direkten Führung der B 293 von der Zweite Rheinbrücke zur B 36 umzuplanen und die Knotenpunktsumplanung als Deckblattplanung in das laufende rechtsrheinische Planfeststellungsverfahren einzubringen. 
  2. konkrete Untersuchungen und Planungen für eine Anbindung der B 293 an die B 36 aufzunehmen und in diesem Zusammenhang das Verkehrsgutachten aus dem Jahr 2010 auf den Prognosezeitpunkt 2030 zu aktualisieren.

Für die Erarbeitung einer Deckblattplanung wird ein Zeitbedarf von etwa einem Jahr veranschlagt. Für Planoffenlage und Erstellung des Planfeststellungsbeschlusses muss mit einem weiteren Jahr gerechnet werden, so dass der Planfeststellungsbeschluss dann ca. Ende 2017/Anfang 2018 ergehen könnte.

Informieren Sie sich!

Öffentlichkeitsbeteiligung

Alle Maßnahmen zur Öffentlichkeitsbeteiligung und alle Kommunikationsmaßnahmen werden in den Planungsprozess des Projektes integriert. Hier können Sie sich über den aktuellen Planungsstand und über Möglichkeiten der Beteiligung informieren.

Planfeststellungsverfahren

Das Projekt befindet sich derzeit im Planfeststellungsverfahren. Die entsprechenden Unterlagen finden Sie hier.

Beteiligungsportal des Regierungspräsidiums Karlsruhe

Kontakt

Fachinformationen
Gerhard Kuhnt (Projektleiter)
Telefon  0721 926-3300
EMail gerhard.kuhnt@rpk.bwl.de

Öffentlichkeitsbeteiligung
Carina Langer
Telefon 0721 926-3384
EMail carina.langer@rpk.bwl.de

Termine
Derzeit keine aktuellen Termine

Fotolia_65859416_XS_Fragen.jpg 

Sie wollen wissen wie ein Planfeststellungsverfahren verläuft? Hier finden Sie Informationen dazu.