Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Karlsruhe »Abteilung 4 »Referat 47.1 »L 597
Referat 47.1 (Straßenbau Nord) des Regierungspräsidium Karlsruhe
L 597 - Luftbild mit Planung, Copyright: RP Karlsruhe

L 597, Neubau zwischen Mannheim-Friedrichsfeld und Ladenburg mit Neckarbrücke

Zahlen und Fakten

Länge Bauabschnitt: 3,3 km
Baubeginn: Frühjahr 2019
Bauzeit: ca. 6 Jahre
Kosten: ca. 36 Mio. Euro

Aktueller Stand

Bauausführung

Das Projekt

Ausgangslage

Seit März 2019 laufen die Arbeiten zum Neubau des dritten und letzten Abschnitts der L597 zwischen Mannheim Friedrichsfeld und Ladenburg. In den 80er Jahren wurde der Abschnitt 2 im Bereich von MA-Friedrichsfeld bis zur L637 -Seckenheimer Hauptstraße gebaut. Für den noch ausstehenden Abschnitt von der L637 bis zur L597 nördlich von Ladenburg wurden Finanzmittel in Höhe von rund 36 Mio. € vom Land Baden-Württemberg bereit gestellt. In dem rund 3,3 km langen Abschnitt müssen neun Bauwerke errichtet werden, wobei die Neckarbrücke das Kernstück darstellt. Dabei werden zunächst die einzelnen Querungs- und Schnittstellen mit dem bestehenden Straßennetz hergestellt (näheres siehe unten im Abschnitt „Bereits umgesetzte und geplante Teilmaßnahmen“).

Der Bau der Neckarbrücke erfolgt als letzte Bauphase voraussichtlich in den Jahren 2023 und 2024. Der gesamte Streckenabschnitt soll Ende 2024 dem Verkehr übergeben werden.

Die Arbeiten erfolgen überwiegend außerhalb des bestehenden Straßennetzes, sodass nach derzeitiger Planung während der gesamten Bauzeit sämtliche Fahrbeziehungen grundsätzlich aufrechterhalten werden können. Zeitweise sind jedoch im Bereich der Anschlussbereiche der neuen L 597 an das bestehende Straßennetz örtliche Umleitungen sowie Ampelregelungen notwendig.

Ziele der Maßnahme

Hauptziel der Maßnahme ist es, Ilvesheim, Mannheim Stadtteil Seckenheim und Ladenburg vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

Geplante Maßnahmen

Bereits fertiggestellte Teilmaßnahmen

  • Bauwerk (BW) 7 – Unterführung eines Industriegleises und eines Wirtschaftsweges
    Bauzeit von März 2019 bis Februar 2020
    Die Brücke ist erforderlich, da hier – westlich von Ladenburg – der Gleisanschluss des Industriegebiets „Altwasser“ sowie ein zukünftiger Wirtschaftsweg gequert wird.

  • Südliche Zufahrtsrampe zur Neckarbrücke (BW 6)
    Bauzeit im Sommer 2019
    Zur Vorbereitung des Baus der Zufahrtsrampe wurde im letzten Sommer eine Vorschüttung hergestellt, damit die zu erwartenden Setzungen im Untergrund ausklingen können. Hierbei wurde die Mehrbreite für einen zwischen Mannheim und Heidelberg geplanten Radschnellweg bereits berücksichtigt.

  • Umverlegung einer Ferngasleitung und einer regionalen Gasleitung im Bereich des Knotens L 597/637
    Bauzeit von Juli 2019 bis Dezember 2019

  • Archäologische Voruntersuchung im Bereich Neckarhausen
    Ausführungszeit Februar 2020
    Da im gesamten Bereich entlang der neuen Straße mit Siedlungsfunden aus der Späten Latènezeit und aus der Römerzeit zu rechnen ist, sind archäologische Voruntersuchungen notwendig. 

Geplante und sich in Umsetzung befindliche Teilmaßnahmen

  • Umverlegung einer Ferngasleitung westlich von Neckarhausen
    Bauzeit von April 2020 bis Juni 2020

  • Nördliche Zufahrtsrampe zur Neckarbrücke (BW 6) – Vorschüttung
    Bauzeit von Juni 2020 bis August 2020
    Wie bei der südlichen Zufahrtsrampe (s.o.), muss auch auf der Nordseite der Brücke eine Vorschüttung hergestellt werden, damit die zu erwartenden Setzungen im Untergrund ausklingen können. Hierbei wird ebenfalls der geplante Radschnellweg zwischen Heidelberg und Mannheim berücksichtigt.

  • Knoten L 597/637 östlich von Mannheim-Seckenheim
    Der Umbau des Knotens unterteilt sich im Wesentlichen in drei Bauabschnitte.

    1. Bauabschnitt (BA): Bau der Verbindungsrampe zwischen der L 597 und der L637.
    Bauzeit von Sommer 2020 bis Frühjahr 2021
    Beim Bau der Verbindungsrampe sind nur geringe Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer zu erwarten. Alle bestehenden Fahrbeziehungen, auch die für die Radfahrer, werden aufrechterhalten. In den Anschlussbereichen wird es jedoch Fahrbahneinengungen geben. Der Anschluss an die L 597 wird zunächst nur provisorisch hergestellt, da im 3. BA in diesem Bereich eine Grundwasserwanne hergestellt werden muss (siehe unten).

    2. Bauabschnitt: Bau der Unterführungsbauwerke unter der L 637 (Bauwerk 2) und OEG (Bauwerk 3).
    Bauzeit voraussichtlich von Herbst 2020 bis Herbst 2021
    Beide Bauwerke werden nördlich der OEG-Gleise auf freiem Feld gebaut und dann an die jeweilige Position eingeschoben. Während des Einschiebens muss die Gleisanlage der OEG sowie die L 637 in diesem Bereich voraussichtlich für sechs Wochen voll gesperrt werden. Deshalb ist das Einschieben beider Bauwerke in den Sommerferien 2021 vorgesehen. Für die gesperrte Zugverbindung wird ein Schienenersatzverkehr, voraussichtlich zwischen Edingen und Mannheim-Seckenheim, eingerichtet werden. Für den gesperrten Bereich der L 637 werden nur Umleitungen für die Fahrbeziehungen von und nach Neckarhausen notwendig werden, da die bereits fertiggestellte Verbindungsrampe aus dem ersten Bauabschnitt bereits in Betrieb sein wird.

    3. Bauabschnitt: Bau der Grundwasserwanne.
    Bauzeit voraussichtlich von Herbst 2021 bis Sommer 2022
    Im Rahmen der Ausführungsplanung hat sich aufgrund neuerer und besserer Erfassungs- und Berechnungsmethoden ein höherer, maximal zu erwartender Grundwasserstand ergeben. Es ist deshalb erforderlich, die neue Straße im Unterführungsbereich der L 637 und der OEG in einer Grundwasserwanne zu führen. Mit dem Bau soll nach dem Einschieben der o.g. Bauwerke 2 und 3 begonnen werden.

  • Bau der gesamten Strecke
    Bauzeit voraussichtlich von Sommer 2022 bis Sommer 2023.
    Nachdem die Grundwasserwanne fertiggestellt worden ist, wird mit dem Bau der gesamten Strecke begonnen inklusive der restlichen Brückenbauwerke.

  • Neckarbrücke bei Ladenburg (Bauwerk 6)
    Bauzeit voraussichtlich von Sommer 2023 bis Herbst 2024.
    In der Vorentwurfsphase wurden insgesamt zwölf unterschiedliche Tragwerksvarianten näher untersucht, die sich in Konstruktion, Material und Ausführung unterscheiden. Neben klassischen Deckbrücken wurden Bogen-, Fachwerk- und Schrägseilkonstruktionen untersucht. In einer vertieften Untersuchung fanden neben der Funktionalität auch Parameter wie Wirtschaftlichkeit, Dauerhaftigkeit, Unterhaltungsaufwand, Bauverfahren sowie Gestaltung und Einbindung ins Landschaftsbild Berücksichtigung.
    Als Ergebnis eines vertieften Abwägungsprozesses wurde als Vorzugslösung eine gevoutete 7-feldrige Stahlverbundkonstruktion mit unten liegendem Tragwerk erarbeitet. Vor allem in gestalterischer Hinsicht passt sich das schlanke Bauwerk gut in die umgebende Landschaft mit der sanften Hügelkette des Odenwalds im Osten sowie der Rheinebene im West ein. Die Pfeilerstellung orientiert sich an den bautechnischen Gegebenheiten der nahen Wehranlage, der Mole, sowie am Schifffahrtsprofil des Neckarkanals. Die gevoutete Bauwerksunterseite folgt dem Kräfteverlauf einer klassischen Flussquerung vom Überbau über die Pfeiler bis hin zur Gründung im Fluss.
    Die gewählte Verbundkonstruktion mit sogenanntem Plattenbalkenquerschnitt verbindet die Vorteile einer gleichsam robusten wie schlanken Konstruktion in geringer Höhe über Fluss und Gelände, bei ungestörter Sicht für die Verkehrsteilnehmer, insbesondere für die auf der Brücke verweilenden Fußgänger und Radfahrer. Vorteile der robusten Konstruktion sind auch beim Unterhalt, einer kurzen Bauzeit und damit auch hohen Wirtschaftlichkeit in der Herstellung gegeben. Die Stützen werden scheibenartig hergestellt und sind somit besonders robust gegen Schiffsanprall. Zusätzlich wird durch die Pfeilerscheiben die Gefahr der Ansammlung von Treibgut, wie sie bei Einzelstützen verstärkt gegeben wäre, verringert.
    Neben den zwei Fahrstreifen für den Autoverkehr ist auf der Brücke auch ein vier Meter breiter Geh- und Radweg vorgesehen.

Informieren Sie sich!

Öffentlichkeitsbeteiligung

Bereits im Vorfeld der Baumaßnahme wurde die Öffentlichkeit im Rahmen von Informationsveranstaltungen in Ladenburg, Ilvesheim und Edingen-Neckarhausen über die Baumaßnahme informiert. Im Spätjahr 2020 ist, sofern wieder Veranstaltungen stattfinden dürfen, eine weitere Bürgerinformationsveranstaltung geplant, im Rahmen derer z.B. über das Herstellungsverfahren der Neckarbrücke informiert werden soll.

  
  
  
1_l597_buergerinfo_180122_edingen.pdfBürgerinformationsveranstaltung am 22.01.18 in Edingen-Neckarhausen2418 KB
2_l597_buergerinfo_180215_ladenburg.pdfBürgerinformationsveranstaltung am 15.02.18 in Ladenburg5272 KB
3_l597_buergerinfo_faq.pdfFragen und Antwortenkatalog aus den Bürgerinformationsveranstaltungen307 KB
l597_pm_200527.pdfPressemitteilung vom 27.05.2020: Einrichtung eines Projektbegleitkreises und aktueller Stand60 KB

Planungsunterlagen

  
  
  
l597_plan_neckarbruecke.pdfPlan Neckarbrücke783 KB
l597_plan_gesamt.pdfPlan Gesamtstrecke4501 KB
l597_uebersicht_nord_sued.pdfÜbersicht Nord und Süd12648 KB
Beteiligungsportal des Regierungspräsidiums Karlsruhe

Kontakt

Fachinformationen
André Nieder, Projektleiter
Telefon  06221 1375-142
EMail Andre.Nieder@rpk.bwl.de

Öffentlichkeitsbeteiligung
Katharina Kuch
Telefon 0721 926-8235
EMail katharina.kuch@rpk.bwl.de

Termine

Derzeit keine aktuellen Termine.

Fotolia_65859416_XS_Fragen.jpg

Sie wollen wissen wie ein Planfeststellungsverfahren verläuft? Hier finden Sie Informationen dazu.