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RP Tübingen, Marktüberwachung
  • 14.12.2018
    14.12.2018 | MARKTÜBERWACHUNG: Energieverbrauchskennzeichnung hilft bei der Auswahl sparsamer Produkte
     Energielabel; Quelle: Viperagp_Adobe-Stock

    Wählen Sie beim Kauf ein Gerät der höchsten Effizienzklasse und achten Sie auch auf den angegebenen Energieverbrauch!

    Energie zu sparen ist ein Thema, das viele Menschen beschäftigt. Dass die Ressourcen endlich sind, tritt immer mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Im Zeitalter der globalen Erwärmung kommt dem Energieverbrauch daher eine immer höhere Bedeutung zu. Wenn die Verbraucher beim Kauf darauf achten, ob die Geräten energieeffizient sind, können Ressourcen geschont und dabei auch noch bares Geld gespart werden. Bei der Auswahl dieser Geräte kann die Energieverbrauchskennzeichnung einen entscheidenden Beitrag leisten.

    Aktuell gibt es 16 verschiedene europäische Kennzeichnungsverordnungen für verschiedenste Produktgruppen. Große Bekanntheit haben sicherlich die Label für Haushaltsgeräte (z. B. Waschmaschinen, Trockner, Kühlgeräte, Geschirrspüler, Fernseher und Staubsauger) wie sie in jedem Elektromarkt zu finden sind. Zusätzlich gibt es aber auch Energieverbrauchskennzeichnungen für zahlreiche Produktgruppen aus dem Heizungs- und Lüftungsbereich sowie für kommerzielle Kühlgeräte und Reifen.


    Was sagt die Farbabstufung aus? Von GRÜN bis ROT: Die Effizienzklasse

    Im Label sticht die Effizienzklasse hervor. Sie ist farblich abgestuft. Die ursprüngliche Einteilung bei der Einführung der Label sah hierfür eine Skala von A (grün, beste Klasse) bis G (rot, schlechteste Klasse) vor. Durch den technischen Fortschritt wurden aber für etliche Produktgruppen bereits zusätzliche Effizienzklassen eingeführt, bis hin zu der aktuell bestmöglichen Klasse von A+++. Bei Einführung einer neuen Klasse wird im Gegenzug üblicherweise die schlechteste Klasse des Labels entfernt, so dass die Skala weiterhin sieben Stufen umfasst.

    Weitere Angaben erleichtern die Kaufentscheidung

    Zusätzlich zu der Effizienzklasse enthält das Label aber auch noch weitere hilfreiche Informationen zum jeweiligen Gerätetyp: Häufig ist z. B. der jährliche Energieverbrauch (kWh/annum) angegeben, der es ermöglicht, auch Geräte mit derselben Effizienzklasse detailliert zu vergleichen. Weiterhin gibt es Angaben zu anderen wichtigen Leistungsmerkmalen der Geräte, wie z. B. Wasserverbrauch, Volumen, Lärmentwicklung oder anderen technischen Parametern. Dies erleichtert es, eine fundierte Kaufentscheidung auch über die reine Energieeffizienz hinaus zu treffen.

    Innerhalb einer Gerätegruppe sind alle Label aber gleich aufgebaut und enthalten auch dieselben Effizienzklassen, daher muss Sie das eigentlich nicht kümmern. Sie wollen ja schließlich nicht Ihren neuen Kühlschrank mit einer Abzugshaube vergleichen. Wenn Sie es sich also einfach machen wollen, achten Sie darauf, ein Gerät mit der bestmöglichen Einstufung zu kaufen – damit begehen Sie sicherlich keinen gravierenden Fehler.


    Sind energieeffiziente Geräte wirklich teurer?

    Vielleicht möchten Sie aber doch noch ein wenig tiefer in die Materie einsteigen – oder Sie möchten einfach wissen, was denn genau der Effekt auf Ihren Gelbeutel ist. Klima- und Umweltschutz ist ein wichtiges Ziel, aber ein effizientes Gerät kann durchaus auch einen, auf den ersten Blick, einen scheinbar recht ineffizienten Preisaufschlag mit sich bringen. Dann nämlich, wenn das energieeffiziente Gerät in der Anschaffung deutlich teurer ist als ein Gerät mit schlechterer Energieeffizienz. Hier lohnt es sich doch, genauer hinzuschauen.

    Mit einem einfachen Trick können Sie nämlich die jährlichen Stromkosten eines Gerätes aus den Werten des Labels ganz passabel abschätzen. Dafür müssen Sie einfach den angegebenen Jahresenergieverbrauch (in kWh/annum) durch 3* teilen. Dies entspricht dann in etwa den jährlichen Kosten in Euro. Dadurch können Sie verschiedene Geräte schnell vergleichen und abschätzen, ob sich die Mehrkosten für ein effizienteres Modell über die Nutzungsdauer rechnen. Vermutlich werden Sie feststellen, dass dies häufig der Fall ist – ein Gewinn für die Umwelt und Ihren Geldbeutel.


    (* Dabei geht man einem durchschnittlichen Preis von 30 Cent pro Kilowattstunde (kWh) pro Jahr (annum) aus.)​