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RP Freiburg, Straßenwesen und Verkehr
  • 20.06.2017
    Regierungspräsidium Freiburg stellt Ergebnisse der Machbarkeitsuntersuchung an der Anschlussstelle Lörrach-Mitte (Hasenloch) vor
    Infoveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger in Lörrach-Haagen // Variante C erhält die höchste Punktzahl

    Das Regierungspräsidium Freiburg informierte am gestrigen Montag (19. Juni) die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Machbarkeitsuntersuchung für eine Umgestaltung der Anschlussstelle A 98 Lörrach-Mitte an der Kreuzung Hasenloch, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums.

    Die sogenannte Kreuzung Hasenloch am Anschluss der B 317 an die A 98 ist einer der am stärksten belasteten Knotenpunkte im Regierungsbezirk Freiburg und führt aufgrund der hohen Verkehrsbelastung vermehrt zu Unfallsituationen und gefährlichen Rückstaus auf die Autobahn A 98.

    Nachdem im Jahr 2016 die Verkehrsströme detailliert mittels Videobeobachtung analysiert wurden, sind nun verschiedene Lösungsmöglichkeiten untersucht worden. Vor allem sollen die Überlastung der Kreuzung und das Gefahrenpotenzial reduziert werden. Knapp 20 Vorschläge wurden zunächst im Hinblick auf Leistungsfähigkeit und bauliche Machbarkeit gegenübergestellt. Anschließend erfolgte eine Prüfung erfolgsversprechender Lösungsansätze. In der ersten Phase ausscheiden musste bereits eine Lösung als Kreisverkehrsplatz, da die sich kreuzenden Verkehrsströme selbst bei einem Kreisverkehr mit mehreren Fahrstreifen und Bypässen zu stark sind.

    Eine der weiterverfolgten Varianten ist die Führung des Durchgangsverkehrs der B 317 in Form einer Untertunnelung unter der Kreuzung(Variante A). Die übrigen Verkehrsbeziehungen würden in diesem Fall oberirdisch optimiert abgewickelt. Eine Überführung der B 317 ist aufgrund mehrerer Zwangspunkte wie z.B. die bestehende Autobahnbrücke technisch nicht möglich.

    Daneben kristallisierte sich die Entzerrung der Kreuzung in zwei Teilknotenpunkte als Option mit verkehrlich großem Nutzen heraus. In mehreren Szenarien wurde überlegt, wie eine neue Kreuzung westlich der Autobahnbrücke aussehen könnte. Die Variante C mit Abfahrt und Auffahrt von der A 98 und anschließender neuer Brücke über die Wiese und die B 317 bekam in der Bewertung die höchste Punktzahl.

    Nach der Präsentation der Ergebnisse der Machbarkeitsuntersuchung durch das beauftragte Ingenieurbüro Rapp Trans Freiburg und Rapp Regioplan Konstanz nutzten die Bürgerinnen und Bürger die ausführliche Gelegenheit für Fragen und Anregungen. Bei der Diskussionsrunde, an der auch Oberbürgermeister Jörg Lutz und Bürgermeister Dr. Michael Wilke teilnahmen, standen die Planer des Regierungspräsidiums zu den Details der einzelnen Varianten Rede und Antwort.

    Das Regierungspräsidium möchte die Planung nun zügig weiter vorantreiben. Im weiteren Planungsverfahren sollen die vorgestellten Varianten konkretisiert und in einer ausführlichen Abwägung miteinander verglichen werden. Neben den verkehrlichen Aspekten und baulichen Risiken, stehen dabei die Sicherheit, die Auswirkungen auf Umwelt und Landschaft, der Flächenverbrauch sowie die Kosten im Fokus der Planung. Am Ende dieses Prozesses, der mit den notwendigen Untersuchungen und Gutachten rund zwei Jahre dauern wird, kann dann eine Vorzugsvariante bestimmt werden.

    Skizze