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RP Freiburg, Straßenwesen und Verkehr
  • 26.07.2017
    Aktualisierung der Planungen zum Neubau der B 31 West zwischen Breisach und Gottenheim (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald): Regierungspräsidium Freiburg liegt das Ergebnis der Verkehrsuntersuchung vor
    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Wir sind weiter im Plan und informieren die Öffentlichkeit weiterhin über Planungsfortschritte“ // Bestätigung der Verkehrsbeziehungen im Dreieck zwischen Breisach, Kaiserstuhl und Freiburg

    ​Als nächster Schritt zur Aktualisierung der Planungen zum zweiten Abschnitt der B 31 zwischen Breisach und Gottenheim (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) liegen nun die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung vor. Das Regierungspräsidium Freiburg hat die Untersuchung von Fichtner, Water & Transportation (FWT) auch im Internet veröffentlicht und den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Kaiserstuhlgemeinden zur Verfügung gestellt, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde.

    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Das Ziel der Bündelung des Verkehrs auf der B 31 West bei gleichzeitig größtmöglicher Entlastung der Ortsdurchfahrten insbesondere von Ihringen, Wasenweiler und Merdingen kann am besten mit der Antragstrasse des Jahres 2010 und alternativ mit der Hochspannungstrasse erreicht werden. Auch eine modifizierte Südvariante und eine Kombination der Südvariante mit einer Hochspannungstrasse Ost können deutlich zur Entlastung der Ortsdurchfahrten beitragen. Jedoch sind die Unterschiede zwischen den genannten Varianten aus verkehrlicher Sicht nicht so groß, dass deswegen eine Variante in der Abwägung ausscheiden würde. Daher sind sie alle weiterhin Bestandteil der weiteren Untersuchungen, bei denen wir bis zum Ende des Jahres mit weiteren Ergebnissen rechnen. Wir werden über diese Neuigkeiten Entscheiderinnen und Entscheider sowie die Bürgerinnen und Bürger in der Region auch künftig über unsere Planungsfortschritte informieren.“

    Die Planung für den elf Kilometer langen Abschnitt der B 31 West zwischen Breisach und Gottenheim wurden Ende 2015 wieder aufgenommen. Beim Termin im Februar lagen erste Ergebnisse der Verkehrserhebung vor, die nun zu einer fertigen Untersuchung ausgebaut worden sind. Im Dreieck zwischen Breisach, südlicher Kaiserstuhl und Freiburg wurde im März 2016 an 20 Kontrollpunkten das Verkehrsgeschehen dokumentiert sowie an 14 weiteren Messstellen der Verkehr gezählt. Darüber hinaus lagen Daten der Straßenverkehrszentrale und der automatischen Dauerzählstellen vor.

    Aus diesen Zahlen und Fakten wurde der Ist-Zustand von heute erfasst, der die Basis für eine Prognose für das Jahr 2030 bildete. Danach hat der Binnenverkehr einen Anteil von 22 Prozent aller Bewegungen im Gebiet, der Durchgangsverkehr macht zehn Prozent aus und der Quell- und Zielverkehr ergibt die restlichen zwei Drittel. Dabei untersuchte das Fachbüro nicht weniger als 17 verschiedene Möglichkeiten. Auch eine sogenannte Nullvariante (ohne den Bau der B 31 West) wurde als Vergleichsmöglichkeit herangezogen.

    Welche Ergebnisse haben sich ergeben? Die Untersuchung brachte die Bestätigung der bisherigen Erkenntnisse der Verkehrsbeziehungen im Vergleich zu früher. Der meiste Verkehr fließt auf der bestehenden B 31, der L 114 entlang des Kaiserstuhls und auf der Achse von Umkirch über den Tuniberg nach Merdingen. Diese Verbindungen würden durch den Weiterbau der B 31 West am stärksten entlastet, profitieren würden die Ortsdurchfahrten von Ihringen, Wasenweiler, Bötzingen, Merdingen und Gottenheim.

    Wie geht es weiter? Die Verkehrsuntersuchung stellt eine Grundlage für die Bewertung der verschiedenen Varianten des Weiterbaus der B 31 dar. Dazu sind noch faunistische Untersuchungen anhängig, die teilweise noch nicht abgeschlossen sind und die danach noch ausgewertet werden müssen. Weitere Aktualisierungen betreffen zum Beispiel die Kostensituation, den Trinkwasserschutz, Überschwemmungsgebiete, Lärmschutz, Denkmalschutz, Landwirtschaft und den Forst.