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RP Freiburg, Straßenwesen und Verkehr
  • 20.03.2017
    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Wir kommen vor Ort, um zu informieren, welchen Weg wir zu gehen haben, um zu einer Entscheidung über eine mögliche Sanierung zu gelangen und auch, um die Betroffenen zu Wort kommen zu lassen“
    Gemeinsamer Infotermin mit dem Landkreis Waldshut zur aktuellen Lage an der L 154 zwischen Hohenfels und Tiefensteiner Brücke // Verträglichkeitsuntersuchung wird im November 2017 vorliegen

    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hat vor dem gemeinsamen Infotermin mit dem Landkreis Waldshut zum Albtal am morgigen Dienstag (21. März) auf die Ausgangslage hingewiesen: „Wir wissen, wie wichtig den Menschen die Straße im Albtal ist. Deshalb kommen wir vor Ort, um zu informieren, welchen Weg wir zu gehen haben, um zu einer Entscheidung über eine mögliche Sanierung zu gelangen. Wir wollen die Betroffenen zu Wort kommen lassen und nehmen die Sorgen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst “, erläutert die Freiburger Behördenchefin im Vorfeld der Veranstaltung laut einer Pressemitteilung.

    Die L 154 war im Bereich zwischen Hohenfels und der Tiefensteiner Brücke an Pfingsten 2015 wegen akuter Felssturzgefahr für den Verkehr gesperrt worden. „Die Sicherheit der Menschen hat für uns oberste Priorität“, erläuterte Schäfer, nachdem ein Gutachten des beim Regierungspräsidium Freiburg angesiedelten Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) zu diesem Ergebnis gekommen war. Das Gutachten hatte deutlich gemacht, dass ohne umfangreiche Sicherungsmaßnahmen eine Wiedereröffnung der Straße nicht denkbar ist. „Aufgrund des hochwertigen Schutzes der Felsformation im Albtal haben wir einen klaren rechtlichen Rahmen, an den wir gebunden sind“, erläutert Schäfer. Eine Vorprüfung hat ergeben, dass die Sanierungsmaßnahmen mit großer Wahrscheinlichkeit zu erheblichen Eingriffen in die geschützten Felsformationen führen werden.

    „Mir ist es ein Anliegen, mit den Bürgerinnen und Bürger in einen Dialog einzutreten. Wir wollen Rede und Antwort stehen. Allerdings möchte ich auch, dass wir auf Basis von Argumenten diskutieren. Das Landratsamt hat die Albtalstraße ja nicht grundlos gesperrt, sondern weil es eine konkrete Gefahrenlage gab“, sagte Schäfer. „Das Verfahren ist klar: Das Verträglichkeitsgutachten prüft die Auswirkungen einer Sanierung auf die Lebensräume und erst danach werden wir wissen, ob wir die Europäische Kommission einzubinden haben.“ Mit dem Ergebnis der Verträglichkeitsuntersuchung rechnet das Regierungspräsidium im November 2017.

    „Wir sind noch nicht an dem Punkt, an dem es um eine politische oder finanzielle Entscheidung geht. Das Land und das Regierungspräsidium Freiburg tun sehr viel, um die Lebensbedingungen im Ländlichen Raum zu erhalten und weiter zu verbessern. Viele unserer Fördermittel fließen ganz gezielt in die Stärkung der kleinen und mittleren Gemeinden im Regierungsbezirk, die das Rückgrat des Wohlstands und der Innovation in Baden-Württemberg sind. Allein für die vier Gemeinden hat das Land in den letzten Jahren Fördermittel in Höhe von rund zehn Millionen zur Verfügung gestellt. Wir stärken also ganz gezielt die Ländlichen Räume.“