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RP Freiburg, Straßenwesen und Verkehr
  • 09.06.2017
    Regierungspräsidium bezuschusst Machbarkeitsstudien für Radschnellwege im Kreis Lörrach
    65.600 Euro für Untersuchung von Radschnellverbindung am Hochrhein, Oberrhein und im Großen Wiesental

    ​Das Regierungspräsidium (RP) Freiburg hat dem Landkreis Lörrach einen Zuschuss in Höhe von 65.600 Euro für eine Machbarkeitsstudie zur Untersuchung von Radschnellverbindungen im Landkreis Lörrach bewilligt. Die drei geplanten Machbarkeitsstudien für die sogenannte Pendlerrouten an Hoch- und Oberrhein und im Großen Wiesental kosten insgesamt 82.000 Euro.

    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Auch im Hinblick auf die rasante Zunahme der E-Bikes werden Radschnellverbindungen in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Ich bin überzeugt, dass ein attraktives Radschnellwegnetz dazu führen wird, dass viele Berufspendlerinnen und -pendler auch bei größeren Distanzen auf das Fahrrad umsteigen.“

    Der Landkreis Lörrach hat 2013 ein umfassendes Radverkehrskonzept erstellt. Darin sind neun Pendlerrouten definiert. Pendlerrouten dienen dem Alltagsradverkehr auf Entfernungen von mindestens fünf Kilometern und sind geeignete Verbindungen zwischen Mittel- und Oberzentren, Stadt und Umland oder innerorts zwischen Hauptzentren. Diese Verbindungen verknüpfen wichtige Quell- und Zielbereiche über große Entfernungen, um durchgängig ein sicheres und attraktives Befahren mit hohen Reisegeschwindigkeiten zu ermöglichen. Langfristig sind für die Ausstattung von Pendlerrouten hohe Qualitätsstandards vorgesehen, heißt es im Zuwendungsbescheid des RP.

    Die drei zu untersuchenden Pendlerrouten haben durch ihre Lage, ihre Einwohner- und Arbeitsdichte, durch ihre Zentrierung zum Arbeitsplatzschwerpunkt Basel das größte Verlagerungspotenzial, Strecken die jetzt mit dem Auto, Bus, oder Bahn zurückgelegt werden, auf den Radverkehr zu verlagern. Hinzu kommt, dass die Strecken relativ eben sind.

    Die Pendlerrouten im Landkreis Lörrach sind als Verbindungen der Ober- und Mittelzentren auch Teil des RadNETZ Baden-Württemberg (RadNETZ Alltag). Dadurch wird diesen Routen eine weitere Bedeutung beigemessen. Aus diesem Grund hat der Landkreis diese drei Routen ausgewählt, um in einer Machbarkeitsstudie Radschnellverbindungen, die Umsetzbarkeit dieser Routen als Radschnellverbindungen zu überprüfen und darzustellen. Für alle drei Relationen bestehen Routenvorschläge aus dem Radverkehrskonzept des Landkreises die zu überwiegenden Teilen auch deckungsgleich sind mit dem Landesradnetz, dem RadNETZ Baden-Württemberg.

    Die Pendlerroute 1 „Großes Wiesental“ verläuft mit einer Länge von ca. 24 Kilometern zwischen Zell im Wiesental und Lörrach, Grenze Riehen (CH). Direkt angebunden sind damit die Orte Zell im Wiesental, Hausen im Wiesental, Schopfheim, Maulburg, Steinen und Lörrach. Die „Pendlerroute 2 - Hochrhein“ verläuft über 23 Kilometern entlang des Hochrheins durch die Kommunen Schwörstadt, Rheinfelden, Grenzach-Whylen bis zur Grenze nach Basel (CH). Die Pendlerroute 3 – „Oberrhein“ verbindet die Kommunen Schliengen, Bad Bellingen, Rheinweiler, Kleinkems, Istein, Efringen-Kirchen, Eimeldingen, Haltingen, Weil am Rhein mit Basel (CH) über eine Länge von 27 Kilometern.

    Allen drei potenziellen Radschnellverbindungen im Landkreis Lörrach ist gemein, dass sie als Ziel den Arbeitsplatzschwerpunkt Basel haben. Deshalb ist für alle drei Routen eine Abstimmung mit dem Kanton Basel-Stadt und der Gemeinde Riehen, wie die Radschnellverbindungen auf Schweizerseite abgenommen werden können, essentiell. Neben der Abstimmung mit dem Nachbarland Schweiz ist dem Landkreis Lörrach aber auch die Abstimmung mit allen beteiligten Kommunen und mit den Nachbarlandkreisen sehr wichtig.

    Auch die Bundesregierung hat das Potenzial von Radschnellverbindungen erkannt und möchte ihren bundesweiten Ausbau forcieren. 25 Millionen Euro stellt Berlin dafür insgesamt zur Verfügung, womit vor allem das Straßennetz der großen Ballungsräume entlastet werden soll.

    Radschnellverbindungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie relativ kreuzungsfrei geführt werden und somit ein schnelleres Vorwärtskommen als klassische Radwege ermöglichen sollen.

    Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien sollen in etwa einem Jahr vorliegen.