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L 114/L116 - Neubau der Ortsumfahrungen Bötzingen und Eichstetten
Titelbild L 114/L 116

Zahlen & Fakten

Ortslage: Gemarkung Bötzingen und Eichstetten
Bauherr: Land Baden-Württemberg
Eigentümer: Land Baden-Württemberg
Planung: Regierungspräsidium Freiburg
Baufirma:
Straßenbau, 1. Bauabschnitt: Fa. Joos, Hartheim
Brücken über Neugraben: Fa. Rendler, Offenburg
Bauzeit (voraussichtlich): Ende 2017
Baukosten: ca. 7,8 Mio €
Zweck: Entlastung der Ortsdurchfahrten Bötzingen und Eichstetten

Länge:    3,3 km
Ingenieurbauwerke:
Insgesamt 5 Bauwerke im Zuge von Querungen der Ortsumfahrung, der Wirtschafts- und Radwege über die Gewässer Mühlbach und Neugraben Spannweiten ca. 11 bis 15m

Knotenpunkte
Am Bauanfang wird mit einem vierarmigen Kreisverkehrsplatz an die L 115 angeschlossen und ebenfalls mit einem vierarmigen Kreisverkehrsplatz die Verbindungsstraße K 4977 zwischen Neuershausen und Bötzingen gequert. Außendurchmesser der Kreisverkehrsplätze: 45 m

Querschnitt
RQ 10,5: das bedeutet eine befestigte Fahrbahnbreite von 7,50 m.

Oberbodenmassen
Abtrag    ca. 25.000 m³
Auftrag    ca. 8.000 m³

Erdmassen
Abtrag    ca. 3.000 m³
Auftrag ca. 50.000 m³

Asphaltmassen:
Asphaltdecke 25.000 m²
Asphalttragschicht 25.000 m² Frostschutzschicht    15.600 m³

Landwirtschaftliches Wegenetz und Grundstücke

Durch die Ortsumfahrung wird teilweise das landwirtschaftliche Wegenetz zerschnitten. Dort wo die Wege angeschnitten werden, werden die Wirtschaftswege wieder entsprechend ergänzt. Zusätzlich werden zwei Querungsmöglichkeiten geschaffen, um die Wechselbeziehungen wieder herzustellen.
Das Flurbereinigungsverfahren Bötzingen wird durch das Landratsamt Breisgau- Hochschwarzwald durchgeführt.
 
LBP-Maßnahmen (landschaftspflegerische Begleitmaßnahmen)    Umwandlung von Ackerland in Grünland – Regionaler Grünzug, Nahrungshabitat für Vögel, Ausgleich für Lebensraumverlust und Landschaftszerschneidung.
 
Gehölz- und Heckenpflanzungen in der Fläche und als HopOver entlang der Straße als Querungsmöglichkeit für Fledermäuse, des weiteren Brut- u. Jagdhabitat für Vögel und Fledermäuse, Einbinden der Trasse in die Landschaft.
 
Anlegen von Hecken und Tümpeln – Leitstrukturen, Nahrungsquelle Vogelschutzgebiet, Minimieren der Zerschneidungswirkung, Lebensraum u. Laichhabitat für Amphibien.
 
Fischtreppen an der Unteren Mühle und an der Wolfertschleuse zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit.
 
Einbau von Durchlässen tw. mit straßenbegleitenden Leiteinrichtungen/ Durchgängigkeit für Amphibien und Hochwasserschutz.
 
Aufweit
en von Brückenbauwerken über Mühlbach und Neugraben/ naturnahe Strukturierung der Bachsohle zur Vermeidung / Minimierung der Zerschneidungswirkung und Verbesserung der Durchgängigkeit für Tiere bis hin zu Großsäugern.
 
Anlage von Gewässerrandstreifen als Leitstruktur mit Lebensraumqualität für Fauna und Flora, Renaturierung Neugraben.
 
Bauzeitenbeschränkungen, Schutzmaßnahmen während der Bauzeit zu Fortpflanzung, Aufzucht-, Überwinterungs- und Wanderzeiten streng geschützter Tierarten.

Verkehrswert und Entlastungswirkung

Nullfall (Ortsdurchfahrt OD):
Verkehrbelastung OD 2001 [Bötzingen / Eichstetten]: 10.200 / 5.800 Kfz / 24h
Verkehrsprognose OD 2015 (Nullfall) [Bötz / Eich]: 12.000 / 6.800 Kfz / 24h
 
Planfall mit Ortsumfahrung (OU):
Verkehrsprognose OD 2015 (Planfall) [Bötz / Eich]: 6.200 / 3.100 Kfz / 24h
Verkehrsprognose OU 2015 (Planfall) : 4.700 / 5.700 Kfz / 24h
 
Mit der Ortsumfahrung (OU) wird in der Ortsdurchfahrt Bötzingen eine Entlastung von bis zu 50 % und in Eichstetten eine Entlastung von über 50% (OD) erreicht.

Chronologie

80er Jahre: Ausbau der L 114 von der Autobahnausfahrt Teningen bis Eichstetten und als ihre Fortsetzung der L 116 bis vor die Brücke über den Herrenmühlbach.

90er Jahre: Ursprünglich sollte diese Umfahrung Eichstettens bis zur Kreisstraße 4977 zwischen Bötzingen und Neuershausen verlängert werden. Doch schon 1991 forderten der Bötzinger Gemeinderat und der Gemeindeverwaltungsverband eine Verlängerung  bis zur L 115.

2002: Beginn der Planung für die Ortsumfahrung Bötzingen und Eichstetten

11/2006: Antrag auf Planfeststellung

12/2006: Regierungspräsident Ungern von Sternberg übergibt die Planfeststellungsunterlagen an die Gemeinden

1-2/2007: Offenlegung der Planfestsellungsunterlagen. Planänderungen insbesondere in Bezug auf Ausgleichsmaßnahmen Reduktion der Flächeninanspruchnahmen durch Optimieren der Trassen in der Höhenlage und neue Ausgleichsflächen im Gewässer (Fischtreppen) in intensiver Zusammenarbeit mit Gemeinde und Landwirten.

1-2/2009: Offenlegung der geänderten Planfeststellungsunterlagen

6/2009: Erörterung

12/2010: Planfeststellungsbeschluss wird erlassen, wird von Regierungspräsident Würtenberger an die Gemeinden übergeben

2/2011: Planfeststellungsbeschluss ist unanfechtbar

5/2015: Spatenstich

Ende 2017: voraussichtliche Fertigstellung

Ansprechpartner - Nord

Referat 47.1

Gerald Schmidt
Baudirektor
Telefon  0761 208-2272
EMail abteilung4@rpf.bwl.de