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Referat 53.1 (Gewässer 1.Ordnung Hochwasserschutz, Planung und Bau) des Regierungspräsidium Freiburg
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​Hochwasserschutz Sulz am Neckar
Ortsteil Fischingen

​Hochwasserschutz Sulz am Neckar

Auf dieser Projektseite informieren wir Sie über den Planungsstand zum Hochwasserschutz Sulz am Neckar und zeigen Ihnen, wie Sie sich beteiligen können. 

​Übersicht: Hochwasserschutz Sulz am Neckar: Ortsteil Fischingen 


Die Hochwassergefahrenkarten des Landes zeigen, dass in den Ortslagen Epfendorf, Oberndorf a.N. und Sulz a.N., sowie einiger zugehöriger Ortsteile, im Falle größerer Hochwässer mit massiven innerörtlichen Überflutungen durch den Neckar zu rechnen ist. Der Neckar ist in diesem Bereich ein Gewässer erster Ordnung und damit im Zuständigkeitsbereich des Landes. Aufgrund der festgestellten Gefährdung und den damit verbundenen Konsequenzen haben sich die 3 Kommunen gemeinsam mit dem Regierungspräsidium dazu entschlossen Lösungen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes zu entwickeln. Maßnahmenträger für diese Hochwasserschutzmaßnahme ist der Landesbetrieb Gewässer beim Regierungspräsidium Freiburg. Für den Hochwasserschutz in Fischingen ist die Vorplanung mittlerweile abgeschlossen.

Die Ergebnisse der Vorplanung wurden dem Gemeinderat der Stadt Sulz am 29. Juni 2020 in öffentlicher Sitzung vorgestellt. In einer öffentlichen Präsentation am 9. Juli 2020 in Fischingen wurde das Projekt der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.  In der darauffolgenden Entwurfsplanung sind Details und Fragen zur Gestaltung, Umweltschutzthemen, Gewässerökologie, um nur einige zu nennen, zu bearbeiten. Die in der Veranstaltung gezeigten Präsentationen und Unterlagen sind auf dieser Projektseite verfügbar. Zudem wollen wir über diesen Weg eine Beteiligungsmöglichkeit für alle interessierten Bürgerinnen und Bürgern eröffnen. 

Für Fragen und Anregungen zum Projekt benutzen Sie daher bitte die dafür eingerichtete E-Mail-Adresse: EMail Hws.sulz@rpf.bwl.de.

Falls spezielle Fragen zu einzelnen Privatgrundstücken auftauchen, werden wir diese vertraulich behandeln und direkt mit dem Absender in Kontakt treten.

Da in Fischingen sehr viele private Grundstücke von den Maßnahmen betroffen sein werden, treten sicherlich viele Einzelfallfragen auf, die wir in der Informationsveranstaltung und in den hier bereitgestellten Unterlagen bisher nicht beantworten konnten. Um auf die individuellen Einzelfragen eingehen zu können wurde in der Informationsveranstaltung die Möglichkeit offeriert, Einzeltermine zu beantragen. Wir werden die Anfragen bündeln und je nach Bedarf einen Sprechtag(e) anbieten, an dem wir in Fischingen für Einzelfragen der betroffenen Eigentümer zur Verfügung stehen. Bei einem Terminwunsch wenden Sie sich bitte an die Ortsverwaltung, die zunächst sammelt und mit uns dann die Termine koordiniert.

​Voruntersuchungen, Machbarkeitsstudie Hochwasserschutz (Alternativenprüfung)

Informieren Sie sich hier über den Planungsstand bei den Projekten zum Hochwasserstand Sulz am Neckar im Ortsteil Fischingen. Bitte beachten Sie auch, dass die Machbarkeitsstudie Teile 1 bis 3, die bereits beim Hochwasserschutzprojekt Sulz dargestellt sind. Diese sind Fischingen ebenfalls gültig.


 

Zusammenfassung-Teil2-Hydrologie.pdfZusammenfassung der Ergebnisse - Teil 2 (pdf, 1,9 MB)

Zusammenfassung-Teil3-Hydraulik-Massnahmenkonzept.pdfZusammenfassung der Ergebnisse - Teil 3 (pdf, 500 KB)

Die Plananlagen zum Teil 3 sind für Fischingen separat verfügbar. 

fischingen-teil3-anlagen.pdfPlananlagen (pdf, 6 MB)


 

Einführungsvortrag mit Projektbeispielen und allgemeinen Hinweisen zum Thema Hochwasser und der Vorgehensweise bei der Projektentwicklung:

fischingen-praesentation-einleitung.pdfPräsentation Einleitung (pdf, 8,4 MB)

fischingen-plan-HW-Marken.pdfÜbersichtsplan mit den angezeichneten Hochwassermarken (pdf, 316 KB)

fischingen-uebersicht-vergangene-Hochwasser.pdfÜbersicht und Vergleich vergangener Hochwasserereignisse (pdf, 73 KB)

Weitere Hinweise zu vergangenen Hochwässern und Fotos sind jederzeit willkommen, um die Ereignisse noch besser einordnen zu können.

​Planung Hochwasserschutz


In den oben beschriebenen Voruntersuchungen wurden alle sinnvollen und möglichen Alternativen auf Ihre Machbarkeit hin untersucht (Machbarkeitsstudie). Diese sogenannte „Alternativenprüfung ist die Grundlage für die weitere Maßnahmenplanung. Der Hochwasserschutz kann mit technischen Maßnahmen vor Ort verbessert werden. Nach einem EU-weiten Ausschreibungsverfahren wurden Ende 2017 die Planerverträge für die Ingenieurplanungen vergeben. Es folgten dann detaillierte Vermessungsarbeiten entlang der Ufer und Dämme, geotechnische Untersuchungen der vorhandenen Dammstrukturen und eine Erweiterung des hydraulischen Modells auf eine 2D-Simulation. Mit der 2D-Simulation können Strömungsdetails und Maßnahmen wie z.B. Flutmulden besser beurteilt werden als mit dem vorhandenen 1D-Modell. Mit der neuen 2D-Simulation ergeben sich leider höhere Hochwasserstände und größere Überflutungsflächen als in der HWGK dargestellt und in der Machbarkeitsstudie bisher angenommen. Dadurch erhöhen sich auch der Maßnahmenumfang und die Höhe der Schutzanlagen. Um die Höhe der Anlagen ein Stück weit wieder reduzieren zu können und akzeptable Höhen (in Abstimmung mit der Stadtverwaltung ca. 80-100 cm) an den Schutzeinrichtungen zu erreichen wurden in der Vorplanung sehr viele Varianten und Maßnahmen geprüft.

Obwohl in der Machbarkeitsstudie bereits Standorte für Rückhaltebecken untersucht und die Rückhaltelösung anhand der Ergebnisse verworfen wurde, wurde im Zuge der Vorplanung in Fischingen das Gelände oberhalb der Kreisstraße (Obere Talwiesen) als Rückhaltebecken untersucht. Der Standort wurde aber wegen zu kleinem Stauvolumen und zu geringer Wirkung wieder verworfen.

Darüber hinaus wurden Flutmulden, Profilaufweitungen und eine Sohleintiefung geprüft und in das Maßnahmenpaket aufgenommen.

​Aktueller Planstand


Zur Herstellung des Hochwasserschutzes wurde eine Kombination unterschiedlicher Maßnahmen erarbeitet und in verschiedenen Varianten gegenübergestellt und bewertet. Die daraus hervorgehende Vorzugslösung umfasst u.a. Maßnahmen zur Reduzierung von Schutzbauwerken (Flutmulde, Eintiefung, Profilaufweitung) sowie Bau von Schutzmauern und Dämmen. Stellenweise können Bauwerke mit Objektschutzmaßnahmen geschützt werden.

fischingen-Praesentation-Gemeinderat.pdfPräsentation Gemeinderat (pdf, 4,4 MB)

fischingen-Plakate-Buergerinfo.pdfPlakate Bürgerinfo (pdf, 4,5 MB)

fischingen-lageplan-vorplanung-vorzugsvariante.pdfLageplan Vorplanung Vorzugsvariante (pdf, 3 MB)

​Weitere Vorgehensweise

Die bevorstehende Entwurfsplanung ist eine der intensivsten Planungsphasen. Hier müssen sämtliche technische und gestalterische Details erarbeitet und mit allen Beteiligten abgestimmt werden. Mit der Genehmigungsbehörde finden bereits Abstimmungen zur Genehmigungsfähigkeit statt. Auch die umweltplanerischen Belange, Naturschutz, Artenschutz, Gewässerökologie müssen bearbeitet und zu einem Konsens geführt werden. Gerade die Sohleintiefung, Flutmulde und Profilaufweitungen sind sehr große Eingriffe in das Gewässer und die Ufer, die sehr detailliert betrachtet werden müssen und mit der Genehmigungsbehörde abgestimmt sein muss. Bauabschnitte, Bauabläufe und Bauzeiten werden vorgeplant, Kosten detailliert ermittelt. Bei betroffenen Privatgrundstücken müssen Gespräche mit den Eigentümern geführt werden und Vereinbarungen zur Gestaltung, Bauablauf, möglicherweise Entschädigungen getroffen werden.

Parallel zur eigentlichen Maßnahmenplanung sind zusätzliche Fachplanungen notwendig, z.B. geotechnische Untersuchungen und Berechnungen, Tragwerksplanung, Hydrogeologie (Grundwasser) und nach Bedarf noch weitere.

Mit der Stadt muss eine Vereinbarung zur Kostenbeteiligung verhandelt werden.

Am Ende der Entwurfsplanung steht die Genehmigungsplanung, hier werden alle Ergebnisse und Unterlagen zu einem Genehmigungsantrag zusammengestellt. Die Art des Verfahrens, Plangenehmigung oder Planfeststellung, steht momentan noch nicht fest. Das Genehmigungsverfahren wird vom Landratsamt Rottweil durchgeführt.

Ausblick

Der Landesbetrieb Gewässer und die Stadt Sulz sind bestrebt, den Hochwasserschutz so schnell wie möglich zu realisieren. Allerdings kann die Dauer des Planungs- und Genehmigungsverfahrens noch nicht abgeschätzt werden. Daher sind momentan noch keine verlässlichen Angaben für die Baurealisierung möglich. Darüber hinaus ist bis dahin die Finanzierung sicherzustellen.

Kontakt

Referat 53.1
Außenstelle Donaueschingen
Irmastraße 11
78166 Donaueschingen

 
Projektleitung
Oliver Stenzel
Daniel Elsässer