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RP Freiburg, Umwelt
  • Abteilung 5
    30.04.2020
    Land fördert Anschluss des Gewanns Hutneck in Schramberg (Kreis Rottweil) an die öffentliche Kanalisation
    Regierungspräsidentin Schäfer: „Wichtiger Beitrag zum Schutz der Umwelt und des Trinkwassers“

    Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) fördert den Bau eines Schmutzwasserkanals zur Erschließung des Gewanns Hutneck der Stadt Schramberg (Landkreis Rottweil) mit 627.000 Euro. „Mit dieser Maßnahme wird die Streusiedlung Hutneck endlich an die öffentliche Abwasserkanalisation angeschlossen. Damit schützen wir die Umwelt und das Trinkwasser. Zudem wird sich das Projekt positiv auf die Kosten der Abwasserentsorgung auswirken“, erklärte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer.  

    Abgesehen von wenigen Kleinkläranlagen wird das Schmutzwasser im Gewann Hutneck bislang dezentral in geschlossenen Gruben entsorgt, die regelmäßig von Tankwagen entleert werden müssen. Die Gruben sind teilweise zu klein oder in schlechtem Zustand. Teilweise wird auch nur das Fäkalabwasser in die Gruben eingeleitet und die Abwässer aus Bad und Küche werden ungeklärt in Gräben und Oberflächengewässer eingeleitet.  

    Um diese abwassertechnischen Missstände zu beheben und die durch die regelmäßige Abfuhr teure Abwasserentsorgung zu beenden, hat sich die Stadt Schramberg für den Bau eines ca. drei Kilometer langen Sammelkanals entschlossen. Künftig könne damit das Abwasser von 27 Anwesen mit über 100 Einwohnerinnen und Einwohnern ordnungsgemäß und zukunftssicher entsorgt werden, heißt es aus dem RP.


    Der überwiegende Teil des Gewanns Hutneck liegt im Wasserschutzgebiet Lukasquelle. Durch den Kanalbau wird das Schmutzwasser erstmals aus dem Wasserschutzgebiet ausgeleitet. Das Vorhaben diene damit auch dem Schutz des Wasserschutzgebiets, so das RP. Auf Vorhaben dieser Art gewähre das Land Baden-Württemberg einen Bonus von 20 Prozent auf den regulären Fördersatz. Damit trage es rund 56 Prozent der Gesamtkosten des Projekts.