Naturnahe Umgestaltung von Brigach, Breg und Donau

Naturnahe Umgestaltung von Brigach, Breg und Donau

Der Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium hat mit der naturnahen Umgestaltung am Zusammenfluss von Brigach, Breg und Donau begonnen. Die ehemalige Auenlandschaft am Donauursprung soll wieder mehr Raum für die eigendynamische Entwicklung bekommen. Im Zuge des Projekts wird die Donau um 300 Meter verlängert, insgesamt ist das Projekt eine der größten Renaturierungsmaßnahmen in Baden-Württemberg.

 

Kontakt

Marlene Reichegger
Außenstelle Donaueschingen
0771 8966-2730
marlene.reichegger@rpf.bwl.de

Zahlen und Fakten

Kosten: ca. vier Mio. Euro
Baubeginn: Juli 2020
Geplante Fertigstellung: Frühjahr 2022

Termine

Aktuell sind keine Termine geplant. Wir informieren Sie unter anderem an dieser Stelle über aktuelle Termine wie Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsbeteiligungen.

Das Projekt im Überblick

Ausgangssituation

Brigach, Breg und Donau sind in den vergangenen Jahrhunderten begradigt worden. Die ehemalige Auenlandschaft am Donauursprung wurde und wird seither vom Menschen intensiv genutzt. Gewässertypische Strukturen fehlen heute weitestgehend. Lebensräume für typische Pflanzen und Tiere sind nur noch eingeschränkt vorhanden.


Ziele der Maßnahme

Das Rad der Zeit kann zwar nicht zurückgedreht werden, aber Brigach, Breg und Donau sollen wieder mehr Raum für die eigendynamische Entwicklung bekommen. Mit dieser Maßnahme leistet das Land einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Deren Ziel ist es, den guten ökologischen Zustand der Gewässer zu erreichen und zu erhalten. Entstehen soll eine dynamische Flusslandschaft. Davon profitiert neben der Natur auch der Mensch, da der Mündungsbereich für Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht wird.  


Geplante Maßnahmen

Der neue Zusammenfluss von Brigach und Breg rückt deutlich von der B 27 ab und wird künftig von dieser über einen neuen Lärm- und Sichtschutzwall abgetrennt. Geplant sind im Mündungsbereich auch Stege und Bohlenwege außerhalb des Gewässers. Zudem wird eine Infostelle eingerichtet, an der sich Einheimische und Gäste über die Bedeutung einer intakten Flusslandschaft und deren Bewohner informieren können.

Der erste Bauabschnitt zwischen der B 27-Straßenbrücke und dem Sportgelände wurde Ende September 2020 fertiggestellt, indem die Brigach auch in den neuen Mündungsbereich verlegt wurde. Durch großflächiges Abtragen des Geländes, auf dem ehemals das Kreistierheim und die Anlage des Hundesportvereins standen, konnte hier der erforderliche Raum für eine sich dynamisch entwickelnde Flusslandschaft geschaffen werden.

Seit September 2020 wird eine neue Schwerlastbrücke gebaut, die voraussichtlich im Frühjahr 2021 fertiggestellt und dann den neuen Verlauf der Breg queren wird.

In einem zweiten Bauabschnitt werden ab Mitte 2021 am Unterlauf der Breg das Vorland in weiten Teilen bis auf die anstehende Kiesschicht abgetragen und vorhandene Uferbefestigungen entfernt. Strukturelemente in Form von Totholz werden eingebracht, damit sich geeignete Habitate für Fische und Fischnährtiere entwickeln können. In der Brigach konnte aufgrund der bestehenden Hochwasserproblematik und der vorhandenen Infrastruktur nicht so weitreichend eingegriffen werden wie es an der Breg erfolgen wird. Dennoch wurde auch hier durch strömungslenkende Maßnahmen und das Einbringen von Strukturelementen der ökologische Zustand verbessert. Insgesamt wird die Gewässerstruktur auf einer Länge von ca. einem Kilometer aufgewertet.