Pressemitteilung

31,6 Millionen Euro für den ländlichen Raum im Regierungsbezirk Freiburg

Regierungspräsidentin Schäfer: „Schwerpunktmäßige Förderung von neuem Wohnraum und einer guten Grundversorgung ist ein starkes Zeichen der Wertschätzung für die ländlichen Regionen“

Das Bild zeigt ein Schild eines Gasthauses im Ortskern einer Stadt

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg hat heute die ELR - Programmentscheidung für das Jahr 2021 bekanntgegeben. Es steht nun landesweit eine Fördersumme von 100 Millionen Euro zur Unterstützung des ländlichen Raums zu Verfügung.  

Wie das Regierungspräsidium Freiburg mitteilt, entfällt davon in diesem Jahr mit einer Rekordfördersumme von 31,6 Millionen Euro rd. ein Drittel der gesamten Landesförderung auf den Regierungsbezirk Freiburg. Dadurch wird ein Investitionsvolumen von mehr als 235 Millionen Euro angestoßen. In 295 Ortsteilen von 171 Gemeinden sind 473 Einzelprojekte zur Förderung vorgesehen. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer zeigte sich über die nachhaltige finanzielle Unterstützung sehr erfreut: „Das ist ein Beleg für die hohe Bedeutung, die das Land Baden-Württemberg dem ländlichen Raum in unserer Region beimisst. Die Schaffung von Wohnraum und eine gute Grundversorgung sind die zentralen Herausforderungen der ländlichen Regionen. Deshalb ist diese Schwerpunktsetzung ein sehr starkes Zeichen der Wertschätzung für die Bürgerinnen und Bürger der ländlichen Kommunen und den Leistungen, die sie tagtäglich für das Funktionieren unserer Gesellschaft und Kulturlandschaft erbringen.“   

Die aktuellen Schwerpunkte des ELR zielen auf die Innenentwicklung ländlicher Kommunen und vor allem auf die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum. Eigentümer von 608 Wohnungen, die zeitgemäß modernisiert, umgebaut, zu Wohnraum umgenutzt oder eigengenutzt neu gebaut werden, können dieses Jahr im Regierungsbezirk mit Zuschüssen von insgesamt 14,2 Millionen Euro rechnen. Durch den integrierten Ansatz des ELR kann im ländlichen Raum auch das private Gewerbe gefördert werden. Mit den vorgesehenen Fördermitten für 94 private Gewerbebetriebe können 266 Arbeitsplätze neu geschaffen und 1.135 Arbeitsplätze im Bestand gesichert werden. Dabei liegt der Schwerpunkt, wie in den Vorjahren auch, auf der Verlagerung von Gewerbebetrieben aus störender Gemengelage sowie im Bereich der Grundversorgung auf der Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen in ländlich geprägten Ortschaften. Die Schaffung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, eine noch recht neue Fördermöglichkeit im ELR, kam ebenfalls mit einigen Projekten zum Zuge. Ein besonderes Erfolgsmodell sind die 13 Schwerpunktgemeinden inklusive dem Gemeindeverwaltungsverband Schönau. Sie können nun demnächst in 109 Einzelprojekten 6,5 Millionen EUR Fördermittel in ihren Gemeinden strukturfördernd umsetzen.  

Auch die ökologische Seite des Bauens kommt dabei zur Geltung. Mit einem Förderzuschlag bei der überwiegenden Verwendung von Holz in der Tragwerkskonstruktion, konnten 42 Prozent der nun im Freiburger Regierungsbezirk zum Zuge gekommenen Projekte bedacht werden. Hier zeigt sich das große Vertrauen und die Tradition diesen regionalen und Kohlendioxid (CO2)- schonenden Baustoff einzusetzen. Das im Holz gebundene CO2 wird somit für mehrere Generationen in Gebäuden gebunden und kann in dieser Zeit nicht klimaschädigend wirken.

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