Pressemitteilung

Kampf gegen Krebspest geht weiter: Brugga im Dreisamtal (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) darf bis 30. Juni nicht betreten werden

Krebspest: Brugga im Dreisamtal darf bis 30. Juni nicht betreten werden

Umdie Ausbreitung der Krebspest zu verhindern, dürfen die Brugga und ihreSeitenbäche im Dreisamtal zwischen Freiburg-Kappel und Oberried weiterhin nichtbetreten werden. Wie das Regierungspräsidium Freiburg mitteilt, habe dasLandratsamt Breisgau-Hochschwarzwald seine entsprechende Allgemeinverfügung vom26. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 verlängert. 

DasBetretungsverbot gilt auch für Hunde, die weder in der Brugga noch in ihrenNebengewässern baden dürfen. Auch Freizeitaktivitäten und wasserbaulicheMaßnahmen im Gewässer sollen unterbleiben, solange die Tierseuche grassiert.  

Trotzerster Erfolge der Eindämmungsmaßnahmen seien weiterhin Krebspesterreger imKrebsgraben bei Kappel-Neuhäuser und im Unterlauf der Brugga wirksam, heißt esaus dem RP. Die für den Menschen unschädlichen Erreger gefährden dort dengeschützten und sehr seltenen Dohlenkrebs. In diesem Frühjahr wurde dieUntersuchung des Bestandes der vom Aussterben bedrohten Art wieder aufgenommen,um die Seuchenentwicklung zu verfolgen und die Schutz- und Eindämmungsmaßnahmensituationsgerecht anzupassen. Bis Ende Juni sollen erste belastbare Ergebnissevorliegen. 

DieKrebspest war im März vergangenen Jahres in der Brugga ausgebrochen und hattesich im Unterlauf des Gewässers rasant verbreitet. Das Regierungspräsidiumhatte zur Erhaltung des bedrohten Krebsbestands Sofortmaßnahmen eingeleitet: Seitenbächewurden trockengelegt, um den Zastlerbach und seine Seitengewässer vor derAusbreitung der Seuche zu schützen. Zudem wurde in der Brugga einKrebsschutzblech installiert, das eine Aufwärtswanderung von infiziertenKrebsen verhindert. Die Untere Wasserbehörde beim LandratsamtBreisgau-Hochschwarzwald hat das Betretungsverbot der Brugga und ihrerNebengewässer erlassen.  

Hintergrund-Information

DieKrebspest ist eine bei heimischen Flusskrebsen tödlich verlaufende,hochansteckende Erkrankung, die durch einen pilzähnlichen Erreger, Aphanomycesastaci, ausgelöst wird. Die als Sporen bezeichneten Übertragungsstadien derKrebspest können durch jeden mit kontaminiertem Wasser in Kontakt gekommenenfeuchten Gegenstand wie Gummistiefel, Kescher und Reusen sowie auch am feuchtenFell von Hunden oder Gefieder von Wasservögeln in ein Gewässer eingeschlepptwerden. Gegen die Krebspest gibt es keine wirksame Behandlung oder Impfung. Diean der Brugga ergriffenen Maßnahmen zielen darauf ab, die Ausbreitung der Seucheeinzudämmen.

Pressestelle

Kaiser-Joseph-Straße 167
79083 Freiburg
0761 208-1038
0761 208-1039
pressestelle@rpf.bwl.de

 

Heike Spannagel
Pressesprecherin
Matthias Henrich
Stellv. Pressesprecher
Annika Nafz
Social Media