Pressemitteilung

Spielerisch Französisch lernen: Regierungspräsidium stellt trinationale Sprachlern-App „Avenkraft“ vor

Zielgruppe sind Jugendliche, die sich für den Arbeitsmarkt in der Grenzregion fit machen wollen

Logo der App Avenkraft

Französisch und Deutsch lernen, um sich für den Arbeitsmarkt in der Grenzregion fit zu machen: Als Ergebnis eines grenzüberschreitenden Interreg-Projekts hat das Regierungspräsidium Freiburg (RP) jetzt die trinationale Sprachlern-App „Avenkraft“ vorgestellt. Die App, die zunächst auf Französisch und ab Februar 2021 auch auf Deutsch in den gängigen App Stores kostenlos zur Verfügung stehen wird, richtet sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren ohne oder mit geringen Vorkenntnissen der jeweiligen Fremdsprache. Sie ermöglicht den Nutzerinnen und Nutzern, sich spielerisch einen Alltagswortschatz von ca. 400 Wörtern im Laufe einer odysseehaften Abenteuerreise entlang des Rheins anzueignen.  

„Erfreulich ist, dass in Baden-Württemberg die Schülerzahlen im Fach Französisch wieder zaghaft ansteigen. Ziel muss es sein, dass junge Menschen in unserer Region über Kenntnisse der Sprache und Kultur der Nachbarn verfügen. Dies erhöht ihre Chancen auf dem trinationalen Arbeitsmarkt, wo die Nachfrage nach deutsch- und französischsprachigen Arbeitskräften steigt“, erklärt Klaus Schüle, Leiter der Stabsstelle für grenzüberschreitende Zusammenarbeit am RP. Die neue App „Avenkraft“ sei gerade für junge Menschen ein ideales Instrument, um sprachliche Hemmungen zu überwinden und sich auf dem trinationalen Arbeitsmarkt um einen Praktikumsplatz, eine Ausbildung oder einen Studienplatz zu bewerben. 

Der Name der App setzt sich aus dem französischen Wort „Aventure“ (Abenteuer) und dem deutschen Wort „Superkraft“ zusammen. Sie wurde in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen des EU-geförderten Interreg-Projekts „Rheingold“ unter Federführung des Departements Haut Rhin als gemeinschaftliches Produkt von 30 französischen, deutschen und schweizerischen Partnerinstitutionen am Oberrhein entwickelt. Dazu steuerten die EU und die Partner insgesamt rund 300.000 Euro bei. Bemerkenswert war in diesem Prozess die Einbeziehung der Zielgruppe: Deutsche, französische und schweizerische Schulklassen lieferten im Rahmen von sogenannten „Hackathons“ Ideen zur Gestaltung der Charaktere und liehen diesen sogar ihre Stimmen. Betreut durch das Regierungspräsidium Freiburg arbeiteten dabei auch drei Schulklassen des Kant-Gymnasiums in Weil am Rhein mit, begleitet von ihren Lehrkräften. 

Im Zentrum der Sprachlern-App steht das Interagieren durch Spracheingabe. Der Nutzer wird ermutigt, mündlich auf Fragen und Antworten zu reagieren, um durch die aktiven Sprechübungen Sprachhemmungen abzubauen. Die gestuften Hilfestellungen ermöglichen zudem verschiedene Schwierigkeitsgrade. Die Orte, die der Nutzer im Laufe seiner Abenteuerreise durchläuft, befinden sich ausschließlich in der Grenzregion auf deutscher, französischer und schweizerischer Seite. Neben dem Schwabentor in Freiburg, dem Europa Parlament in Strasbourg und der Fondation Beyerle in Basel lernt man über 50 weitere Orte am Oberrhein kennen. Begleitet und ergänzt werden die Szenen durch Hintergrundinformationen zur Kultur und Sprache des jeweiligen Landes.  

Eine weitere Besonderheit stellt die berufliche Ausrichtung der App dar, die Handwerkskammern und Arbeitsagenturen einbindet. So werden im Laufe des Spiels nicht nur verschiedene Berufe vorgestellt, die in der Grenzregion erlernt werden können, sondern auch auf Möglichkeiten für Praktika und Berufsmessen verwiesen.

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Heike Spannagel
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