Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Karlsruhe »Abteilung 4 »Referat 47.3 »B 463 Westtangente Pforzheim
Referat 47.3 (Straßenbau Süd) des Regierungspräsidium Karlsruhe
Westtangente Pforzheim, Blick auf die Grünbrücke, Copyright: RP Karlsruhe

B 463 - Westtangente Pforzheim, 1. Bauabschnitt

Zahlen und Fakten

1. Bauabschnitt
Planungsstand: Im Bau
Vorhabenträger: Bund, Stadt Pforzheim
Kosten: rd. 122,5 Mio. €
Baulänge: ca. 2,75 km
Baubeginn: 2009
Bauende: voraussichtlich Ende 2023

Zahlen und Fakten

Teilabschnitt 1.01
Bauzeit: 2009 - 2012
Baukosten: rd. 10,0 Mio. €

Teilabschnitt 1.02
Bauzeit: November 2015 - April 2019
Baukosten: rd. 20,0 Mio. €

Teilabschnitt 1.03
Bauzeit: Mai 2019 - vsl. Ende 2023
Baukosten: rd. 92,5 Mio. €

Die Bedeutung der Westtangente für die Entlastung der Innenstadt und der westlichen Bereiche von Pforzheim wurde im Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Pforzheim bestätigt.

Das Projekt

Ausgangslage

Im Innenstadtbereich Pforzheims treffen die Verkehrsströme dreier Bundesstraßen aufeinander. Die B10 kommt aus Karlsruhe und führt in Ost-West-Richtung nach Stuttgart, die B 294 aus dem Enztal führt in Süd-West-Richtung nach Bretten. Aus der Stadtmitte in Richtung Nagold führt die B 463 in Süd-Richtung.

Bedingt durch eine fehlende Verkehrsverbindung zwischen den qualifizierten Straßen im gesamten Raum westlich außerhalb von Pforzheim sowie dem ein- und ausströmenden Ziel- und Quellverkehr entsteht im Innenstadtbereich ein großer Anteil an Durchgangsverkehr mit entsprechend hohem Schwerverkehrsanteil. Daneben wird das beschriebene Netz an Wochenenden zusätzlich durch Freizeitverkehr belastet, der mangels alternativer Fahrtrouten in den Schwarzwald entsteht.

Im Falle der Nullvariante, d.h. bei Verzicht auf jegliche Realisierung von Um- und Ausbaumaßnahmen, wurden die Verkehrsmengen im Jahr 1999 bereits für das Jahr 2010 folgendermaßen prognostiziert:

B10 Karlsruher Straße: 31.000 Kfz/24h
B294 Bahnhof Brötzingen: 43.800 Kfz/24h

Dies verdeutlicht den unmittelbaren Bedarf einer leistungsfähigen Ortsumfahrung westlich von Pforzheim.

Geplante Maßnahmen

Die Westtangente wird als Bundesstraße 463 geführt und verläuft von Nord nach Süd. Die Planung des 1. Bauabschnittes der Westtangente Pforzheim zwischen A 8 und B 294 ist in 3 Abschnitte unterteilt (vgl. Planungsunterlage „Gesamtübersicht Unterabschnitte“):

Bauabschnitt 1.01:

Der Bauabschnitt 1.01, welcher die Anbindung der Anschlussstelle A 8 „Pforzheim West“ an die B 10 umfasst, konnte bereits im Jahr 2012 baulich fertiggestellt werden.

Bauabschnitt 1.02:

Der im April 2019 fertiggestellte Bauabschnitt 1.02 beginnt im Norden im direkten Anschluss an die  Anschlussstelle der A 8 „Pforzheim-West“ (Bauabschnitt 1.01) und führt anschlussfrei in Richtung Süden, während die Heilbronner Straße und der Römerwestweg gekreuzt werden, bevor ein Anschluss an die Dietlinger Straße (L 562) erfolgt (sog. teilplanfreier Anschluss auf zwei Ebenen). Das Ende des Bauabschnittes 1.02 folgt dann circa 100 m südlich des Knotenpunktes am späteren Portal des sich derzeit im Bau befindlichen 1,3 Kilometer langen Arlinger Tunnels (Bauabschnitt 1.03).

Der Bauabschnitt 1.02 wurde in 5 Baulosen realisiert (vgl. Planungsunterlage „Übersicht Baulose, Bauabschnitt 1.02).

Bauabschnitt 1.03:

Der Bauabschnitt 1.03 umfasst den Streckenabschnitt des Arlinger Tunnels einschließlich der Anbindung an die B 294 beziehungsweise Anschluss an das Gewerbegebiet „Oberes Enztal“.

Das künftige Nordportal und somit der Beginn des neuen Streckenabschnitts liegt circa 100 m südlich der L 562 (Dietlinger Straße), nordwestlich des Ortsteils Pforzheim-Arlinger. Von Nord nach Süd unterquert der Tunnel den Höhenrücken des Arlingers.

Das Bauvorhaben besteht aus dem eigentlichen Verkehrstunnel, der Hauptröhre, und einem im Osten angelegten Rettungsstollen sowie weiteren Teilbauwerken (vier Querschläge, drei Betriebszentralen, zwei Pannenbuchten, ein Löschwasserbecken, ein Havariebecken).

Die Länge des Tunnels beläuft sich auf 1.347,9 m. Der Rettungsstollen hat eine Länge von 1.077,3 m. Im Bereich des Nord- sowie Südportals werden die ersten circa 50 m in offener Bauweise gebaut. Der größte Teil des Tunnels wird in bergmännischer Bauweise hergestellt. Als Bauverfahren hierfür wird die neue österreichische Tunnelbauweise verwendet. Diese findet Anwendung auf Grund des inhomogenen Gebirges um auf gebirgsschonende Weise das Material auszubrechen. Es werden temporäre Sicherungen aus Spritzbeton, Ausbaubögen, Gebirgsankern und Spießen eingesetzt. Insgesamt werden in diesem Bauabschnitt circa 330.000 m3 Aushub- und Ausbruchmassen anfallen.

Die Bauzeit für die Rohbauarbeiten einschließlich der notwendigen Betriebsausstattung ist mit rund viereinhalb Jahren veranschlagt, sodass nach derzeitigem Kenntnisstand mit der Fertigstellung des Tunnelbauwerks und der Anbindung der neuen B 463 an die bestehende B 294 Ende 2023 gerechnet wird. 

Informieren Sie sich!

Öffentlichkeitsbeteiligung

Alle Maßnahmen zur Öffentlichkeitsbeteiligung und Kommunikationsmaßnahmen werden in den Planungsprozess des Projektes integriert. Hier können Sie sich über die aktuellen Beteiligungsmaßnahmen informieren und die aktuellen Planungsunterlagerlagen einsehen.

  
  
  
1_170925_baustellenbegehung_faq.pdfFAQ Baustellenbegehung am 25. November 2017196 KB

Planunterlagen

  
  
  
01_b463_gesamtuebersicht.pdfGesamtübersicht Unterabschnitte401 KB
02_b643_uebersicht_baulose_ba1.02.pdfÜbersicht Baulose, Bauabschnitt 1.02950 KB
03_b463_fotos_ba1.02.pdfFotos zum Bauabschnitt 1.028873 KB
04_b463_lpl1.pdfLageplan 1, Bauabschnitt 1.022469 KB
05_b463_lpl2.pdfLageplan 2, Bauabschnitt 1.024686 KB
06_b463_uebersichtslpl_ba1.03.pdfÜbersichtslageplan, Bauabschnitt 1.031761 KB
07_b463_geotechn_laengsschnitt_ba1.03.pdfGeotechnischer Längsschnitt, Bauabschnitt 1.031569 KB
08_b463_regelquerschn_tunnelroehren_ba1.03.pdfRegelquerschnitte Tunnelröhren, Bauabschnitt 1.03772 KB

Informationen zum 2. Bauabschnitt 

Der zweite Abschnitt umfasst mit dem „Sonnenbergtunnel“ die Weiterführung der Westtangente bis zur bestehenden Bundesstraße 463 und damit die überregionale Anbindung des Nagoldtals an die A 8. Dieser Bauabschnitt ist Gegenstand eines zukünftigen gesonderten Planrechtsverfahrens. Für den zweiten Bauabschnitt liegen bislang lediglich Linienuntersuchungen vor, die im Zusammenhang mit dem ersten Bauabschnitt mit den Trägern öffentlicher Belange in den Jahren 1984/ 1985 diskutiert wurden. Aufgrund der Einstufung der Maßnahme im Bedarfsplan wurde dieser Streckenabschnitt seitdem planerisch nicht weiter verfolgt. Im Bedarfsplan 2013 für Bundesfernstraßen ist der zweite Bauabschnitt im Weiteren Bedarf mit Planungsrecht eingestuft (WB*).

Beteiligungsportal des Regierungspräsidiums Karlsruhe

Kontakt

Projektleitung
Michael Schwab
Referat 47.2
Telefon  0721 926-3309
0160 / 97974774
EMail michael.schwab@rpk.bwl.de

Öffentlichkeitsbeteiligung
Katharina Kuch
Telefon 0721 926-8235
EMail katharina.kuch@rpk.bwl.de

Termine

Derzeit keine aktuellen Termine.

Fotolia_65859416_XS_Fragen.jpg 

Sie wollen wissen wie ein Planfeststellungsverfahren verläuft? Hier finden Sie Informationen dazu.