Schwetzinger und Hockenheimer Hardt (VSG 6617-441)

Charakteristik

Mit ihren rund 1430 ha liegt die Schwetzinger und Hockenheimer Hardt als zusammenhängender Waldkomplex zwischen Hockenheim und Walldorf im Rhein-Neckar-Kreis. Dabei grenzt sie nordwestlich direkt an den international bekannten Hockenheimring an. Das Vogelschutzgebiet ist überwiegend von lichten Kiefernwäldern im Wechsel mit Laubwaldbeständen, sowie offenen und bewaldeten Sanddünen geprägt und bietet damit trotz seiner vergleichsweise geringen Größe wertvollen Lebensraum für seltengewordene Tier- und Pflanzenarten.

Kontakt

Regierungspräsidium Karlsruhe
Elena Ries
0721 926-7690
natura2000@rpk.bwl.de

Die Grafik zeigt drei Pfeile mit Text : Managementplan (MaP) geplant, MaP aktuell, MaP fertiggestellt. MaP aktuell ist rot umrandet - Hinweis, dass es sich hier um ein aktuelles Verfahren handelt.

 

Besonderheiten

Die für den Naturraum charakteristischen Binnendünen und lockeren Baumbeständen der Hardt beherbergen europaweit gefährdete Vogelrten wie den gut getarnten Ziegenmelker, der sich vor allem in der Dämmerung durch seine durchdringend schnurrende Stimme bemerkbar macht. Doch auch andere Vogelarten, wie der Wespenbussard, der Schwarzmilan oder der Baumfalke finden in der Hardt geeignete Bruthabitate.

Vielfalt gemeinsam bewahren

Neben den landesweit einzigartigen Binnendünenzüge, lassen sich in der Schwetzinger und Hockenheimer Hardt, verschiedenste und z.T. auf den Sandlebensraum hochspezialisierte Tier und Pflanzenarten erleben und beobachten. In den halboffenen Baumbeständen der lichten Kiefernwälder und Dünenlandschaften findet sich neben dem bereits erwähnten Ziegenmelker auch der Wendehals. Ein unscheinbarer Spechtvogel, der sich nahezu ausschließlich von Ameisen ernährt. Ferner lassen sich auf  Offenflächen und Rodungsinseln Heidelerchen bei ihrem Singflug beobachten. All diese Arten haben eines gemein – sie sind auf selten gewordene Landschaftselemente angewiesen, die sie dank geeigneter Pflege- und Schutzmaßnahmen auch zukünftig in der Hockenheimer und Schwetzinger Hardt vorfinden werden.

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Landnutzern eine vielfältige Biotopstruktur und hohe Artenvielfalt als europäisch Naturerbe zu erhalten, zu fördern und weiter zu entwickeln.