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Referat 47.2 (Straßenbau Ost) des Regierungspräsidium Stuttgart

Brückenbauwerke

Bauwerk 1: Westliche Remsbrücke

Das Bauwerk überführt die vierspurige B 29 über die Rems sowie einen Wirtschaftsweg, welcher die Andienung des Regenrückhaltebeckens ermöglicht. Die Brücke mit getrennten Überbauten je Fahrtrichtung hat hierbei im Grundriss durch leichten Richtungswechsel eine S-Form und nimmt dazu noch den Wechsel des Quergefälles in Brückenmitte auf. Im Aufriss liegt das Bauwerk in einem Längsgefälle in Richtung Westen, welches von 1,5 bis 3,0 % ansteigt.

Um die Brücke optimal gestalten zu können, musste im Bereich der Brücke die Rems verlegt werden. Dabei wurden die Uferbereiche naturnah gestaltet und unter der Brücke eine Retentionsfläche für den Hochwasserfall geschaffen. Dafür sind die zwei angrenzenden Brückenpfeiler um 2 m tiefer gegründet.

Das Brückenbauwerk ist als Spannbetondurchlaufträger über vier Felder gespannt. Die beiden Überbauten werden jeweils als gevoutete, längs vorgespannte Ortbeton-Durchlaufträger mit einem zweistegigen Plattenbalkenquerschnitt ausgeführt. Die Konstruktionshöhe beträgt an den Stützen 2,00 m und in Feldmitte 1,20 m. Die Stützweiten betragen jeweils rund 30 bis 36 m, bei einer Gesamtlänge von rund 132 m. Die Lagerung der Überbauten erfolgt konventionell auf Punkt-Kipp-Lagern mit einem Festpunkt in Brückenmitte, somit können mögliche Zwangskräfte weitgehend vermieden werden.

Das gesamte Bauwerk hat eine Brückenfläche von rund 3.650 m².

In den Achsen 1 bis 3 sind je Überbau jeweils 2 Einzelpfeiler angeordnet, welche neben den Lagern auch die für den Lagerwechsel erforderlichen Pressenstellplätze aufnehmen können. Die Pfeiler sind über Pfahlkopfplatten und je 8 bzw. 11 Großbohrpfähle mit einem Durchmesser von 1,20 m gegründet.

Die Widerlager sind als kastenförmige, begehbare Konstruktionen ausgebildet. Sie sind ebenfalls über je 9 Großbohrpfähle mit einem Durchmesser von 1,20 m gegründet.

Die Pfeiler und Widerlager sind auf 49 Großbohrpfählen mit einem Durchmesser von 1,20 m gegründet, mit einer Länge von 11 bis 16 m und in teilweise geneigter Ausrichtung zur Abtragung aller entstehenden Lasten. Durch die Einbindung der Bohrpfähle in den tragfähigen gering verwitterten Knollenmergel in 6 bis 8 m Tiefe wird die Lastabtragung gewährleistet.

Die sichtbaren Flächen sind in Sichtbetonqualität ausgeführt.

Die Bauzeit zur Erstellung des Bauwerks betrug rund 14 Monate, von November 2017 bis Dezember 2018.

​Statisches System

​Vierfeldrige Spannbeton-Plattenbalkenbrücke mit getrennten Überbauten
​Gesamtlänge ​132 m
​Stützweiten
​30,0 m - 36,0 m - 36,0 m - 30,0 m
​Breite zwischen den Geländern ​27,60 m
​Lagerung ​Konventionell auf Lagern
​Gründung ​Tiefgründung mit Pfählen D=1,2 m, L=11,0 - 16,0 m
​Bauzeit ​2018 - 2019
​Auftragnehmer ​ARGE STRABAG / Bickhardt Bau
Bild zeigt Ansicht von Süden und Grundriss der westlichen Remsbrücke, Quelle: RPS 
Abbildung 4: Bauwerk 1: Ansicht von Süden und Grundriss

Bauwerk 2: Wirtschaftswegbrücke über die Rems

​Statisches System ​Einfeldbrücke auf Spundwand-Widerlagern
​Gesamtlänge ​12,64 m
​Stützweiten ​11,82 m
​Breite zwischen den Geländern ​4,50 m
​Lagerung ​Schneidenlagerung auf Stahlspundbohlen
​Gründung
​Tiefgründung mit Stahlspundwänden
​Bauzeit ​2010 - 2011
​Auftragnehmer ​AWUS-BAU, Aalen
Bild zeigt Ansicht von Süden der Wirtschaftswegbrücke über die Rems, Quelle: RPS

 
Bild zeigt Grundriss der Wirtschaftswegbrücke über die Rems, Quelle: RPS 
Abbildung 5: Bauwerk 2, Ansicht von Süden und Grundriss

Bauwerk 3: Sulzbachbrücke

Das Bauwerk 3 überführt im westlichen Bereich der OU Mögglingen den Sulzbach, wobei die Brücke hierbei im Grundriss in einem konstanten Radius von 700m liegt. Im Aufriss liegt das Bauwerk in einem Längsgefälle in Richtung Westen, das mittlere Gefälle beträgt rund 1,6%.

Die Brücke besteht aus zwei Teilbauwerken für jeweils eine Fahrtrichtung, die jeweils ein konstantes Quergefälle von 5,0% aufweisen.

Das Brückenbauwerk ist als zweifeldriges Bauwerk mit Spannbeton-Plattenbalkenquerschnitt ausgeführt. Die Stützweiten betragen jeweils rund 21m, was einer Gesamtlänge von rund 42m entspricht. Die Bauhöhe der zweistegigen Plattenbalken beträgt rund 1,30m, wobei darin die Spannlitzen zur Vorspannung des Überbaus aufgenommen werden.

Das Bauwerk hat in seiner Gesamtheit eine Brückenfläche von rund 1.200m².

Die Pfeiler und Widerlager sind auf 45 Großbohrpfählen gegründet, jeweils mit 18m Länge und 1,20m Durchmesser in teilweise geneigter Ausrichtung zur Abtragung aller entstehenden Lasten. Diese Bohrpfähle binden in die tragfähigen Schichten des festen Knollenmergels ein, die rund 10m unter dem Bauwerk anstehen.

Durch die Einbindung der Bohrpfähle in den tragfähigen Untergrund wird die Lastabtragung gewährleistet.

Die Bauzeit zur Erstellung des Bauwerks betrug rund 10 Monate, von März bis Dezember 2018.

​Statisches System

​Zweifeldrige Spannbeton-Plattenbalkenbrücke mit getrennten Überbauten
​Gesamtlänge ​42,6 m
​Stützweiten
​20,62⁵ m - 20,62⁵ m
​Breite zwischen den Geländern ​27,60 m
​Lagerung ​Konventionell auf Lagern
​Gründung ​Tiefgründung mit Pfählen D=1,2 m, L=20,0 m
​Bauzeit ​2018 - 2019
​Auftragnehmer ​ARGE STRABAG / Bickhardt Bau
Bild zeigt Ansicht von Norden und Grundriss der Sulzbachbrücke, Quelle: RPS 
Abbildung 6: Bauwerk 3, Ansicht von Süden und Grundriss

Bauwerk 4: Feldwegüberführung über der B 29

Die Bauwerke 4, 6 & 9 überführen jeweils im westlichen, mittleren sowie im östlichen Bereich Wirtschaftswege über die neue B29. Alle Bauwerke liegen in der Geraden und stehen senkrecht zur Straßenachse der B29.

Die Brückenbauwerke sind jeweils als beidseitig gevouteter, eingespannter Rahmen mit Stützweiten von 40m, 43m und 38m konzipiert, wobei die Bauhöhe des Spannbetonüber-baus zwischen 2,5m im Widerlagerbereich und 1,25m im Bereich des Mittelstreifens variiert. Durch die Wahl dieses Tragsystems wird eine schadensanfällige Mittelstütze im Trennstreifen der Richtungsfahrbahnen vermieden.

Die Bauwerke weisen jeweils eine Brückenfläche von rund 200m² auf.

Die Überführungen weisen eine einheitlich gewählte Schalungsstruktur auf. So wurde beispielsweise im Bereich des Überbaus eine glatte Sichtflächenschalung aus großformatigen Schalungsplatten nach Sichtbetonklasse 3 vorgesehen.

Durch die unterschiedlichen Standorte der Überführungen erfolgt die Gründung der Bau-werke nicht einheitlich. Das Bauwerk 4 (westlich) trägt die Lasten über beidseits 3 Groß-bohrpfähle mit einer Länge von je 12m ab. Das Bauwerk 6 (Nähe AS Mögglingen-Süd) benötigt keine Tiefgründung und verfügt über eine flache Fundamentplatte, wohingegen das Bauwerk 9 (östlich) wiederum über eine Tiefgründung mittels beidseits 3 Großbohrpfählen mit je 18m Länge verfügt.

Die Bauzeit zur Erstellung der Bauwerke betrug rund 9 Monate, vom April bis Dezember 2018.

In der Vorplanung der Bauwerke wurden diverse Varianten für die drei Brücken untersucht. Hierbei war es das Ziel, trotz der geotechnischen Unterschiede, einen gemeinsamen, wirtschaftlichen Entwurfsgedanken für alle Überführungen zu entwickeln.

​Statisches System
​Einfeldrige Spannbeton-Rahmenbrücke
​Gesamtlänge ​48,0 m
​Stützweiten
​42,0 m
​Breite zwischen den Geländern ​4,50 m
​Lagerung ​Integral, ohne Lager
​Gründung ​Tiefgründung mit Pfählen D=1,2 m, L=12,0 m
​Bauzeit ​2018 - 2019
​Auftragnehmer ​ARGE STRABAG / Bickhardt Bau
Bild zeigt Ansicht von Süden, Grundriss und Längsschnitt der Feldwegüberführung über der B 29, Quelle: RPS 
Abbildung 7: Bauwerk 4, Ansicht von Süden, Grundriss und Längsschnitt

Bauwerk 5: Überführung über die L 1161

Das Bauwerk 5 überführt die neu trassierte L 1161 und ihren westlich gelegenen Geh- und Radweg der OU Mögglingen. Die Stützweite ist 28 m und die Breite 33 m. Das neue Überführungsbauwerk wurde als bogenförmiger Stahlbetonrahmen mit Flachgründung in den anstehenden felsigen Bodenschichten hergestellt. Der Anschluss an die Kämpferfundamente erfolgte monolithisch.

Die Dicke des Bogens beträgt 75 cm. das Bauwerk mit seinen rund 1000 m² Fläche wurde überschüttet, nachdem auf dem Bogen die Abdichtung und ein Schutzbeton aufgebracht war. Dann konnte der Straßenaufbau eingebaut werden.

Die Bauzeit betrug 8 Monate.

​Statisches System ​Einfeldriges, überschüttetes Stahlbetongewölbe
​Gesamtlänge ​23,0 m
​Stützweiten ​23,0 m
​Breite zwischen den Geländern ​29,60 m
​Lagerung ​Integral, ohne Lager
​Gründung


​Flachgründung mit angehobener Gründungssohle und unbewehrten Betonplomben unter der Fundamentsohle
​Bauzeit ​2018 - 2019
​Auftragnehmer ​ARGE STRABAG / Bickhardt Bau
Bild zeigt Querschnitt der Überführung über die L 1161, Quelle: RPS

 
Bild zeigt Längsschnitt der Überführung über die L 1161, Quelle: RPS 
Abbildung 8: Bauwerk 5, Querschnitt und Längsschnitt

Bauwerk 6: Wirtschaftswegüberführung über der B 29

Die Bauwerke 4, 6 & 9 überführen jeweils im westlichen, mittleren sowie im östlichen Bereich Wirtschaftswege über die neue B29. Alle Bauwerke liegen in der Geraden und stehen senkrecht zur Straßenachse der B29.

Die Brückenbauwerke sind jeweils als beidseitig gevouteter, eingespannter Rahmen mit Stützweiten von 40m, 43m und 38m konzipiert, wobei die Bauhöhe des Spannbetonüber-baus zwischen 2,5m im Widerlagerbereich und 1,25m im Bereich des Mittelstreifens variiert. Durch die Wahl dieses Tragsystems wird eine schadensanfällige Mittelstütze im Trennstreifen der Richtungsfahrbahnen vermieden.

Die Bauwerke weisen jeweils eine Brückenfläche von rund 200m² auf.

Die Überführungen weisen eine einheitlich gewählte Schalungsstruktur auf. So wurde beispielsweise im Bereich des Überbaus eine glatte Sichtflächenschalung aus großformatigen Schalungsplatten nach Sichtbetonklasse 3 vorgesehen.

Durch die unterschiedlichen Standorte der Überführungen erfolgt die Gründung der Bau-werke nicht einheitlich. Das Bauwerk 4 (westlich) trägt die Lasten über beidseits 3 Groß-bohrpfähle mit einer Länge von je 12m ab. Das Bauwerk 6 (Nähe AS Mögglingen-Süd) benötigt keine Tiefgründung und verfügt über eine flache Fundamentplatte, wohingegen das Bauwerk 9 (östlich) wiederum über eine Tiefgründung mittels beidseits 3 Großbohrpfählen mit je 18m Länge verfügt.

Die Bauzeit zur Erstellung der Bauwerke betrug rund 9 Monate, vom April bis Dezember 2018.

In der Vorplanung der Bauwerke wurden diverse Varianten für die drei Brücken untersucht. Hierbei war es das Ziel, trotz der geotechnischen Unterschiede, einen gemeinsamen, wirtschaftlichen Entwurfsgedanken für alle Überführungen zu entwickeln.

​Statisches System
​Einfeldrige Spannbeton-Rahmenbrücke
​Gesamtlänge ​55,0 m
​Stützweiten
​45,0 m
​Breite zwischen den Geländern ​6,0 m
​Lagerung ​Integral, ohne Lager
​Gründung ​Flachgründung
​Bauzeit ​2018 - 2019
​Auftragnehmer ​ARGE STRABAG / Bickhardt Bau
Bild zeigt Ansicht von Westen, Grundriss und Längsschnitt der Wirtschaftswegüberführung, Quelle: RPS
Abbildung 9: Bauwerk 6, Ansicht von Westen, Grundriss und Längsschnitt

Bauwerk 7: Lautertalbrücke, Überführung über die K 3282

Die Lautertalbrücke im Zuge dieser Gesamtmaßnahme wurde zur Aufnahme der B29 als eine vierstreifige Überführung über die alte Lauter, die Lauter, den Dobach, der Lauterstraße K 3282, sowie des neu geplanten Regenrückhaltebecken auf einer neuen Trassenführung im Süden von Mögglingen gebaut.

Die Brücke, bestehend aus zwei Teilbauwerken über 7 Felder, mit der Gesamtstützweite von 271,50 m und den Einzelstützweiten 34,50 m – 5 x 40,50 m – 34,50 m besitzt bei einer Nutzbreite von 27,60 m die Brückenfläche von rund 7500 m². Ein wesentliches Merkmal-stellt die 1,20 m hohe Immissionsschutzwand auf beiden Seiten der Brücke, die die Auswirkungen des Straßenverkehrs auf die Umgebung reduziert. Die Achse des Bauwerks beschreibt im Aufriss eine Gerade mit einer leichten Steigung von 0,5 %. Im Grundriss ist die Achse ein Kreisbogen mit dem Radius von 1350 m. Die Querneigung der B29 beträgt im Bereich der Brücke konstant 4,00%. Das Lichtraumprofil unterhalb der Brücke wurde im Bereich der Kreisstraße mit 4,70m Höhe eingehalten.

Wegen der geringen Höhe der Überbauten über dem Tal und der notwendigen Immissionsschutzwand wurde aus gestalterischen Gründen ein möglichst schlanker Plattenbalkenquerschnitt mit der Konstruktionshöhe von 2,00 m gewählt.

Um die Anzahl der Stützen je Achse zu verringern, und damit einen Stützenwald zu vermeiden, ist der Querschnitt des einstegigen Plattenbalkens mit seitlichen Stahlstreben versehen. Aus Gründen der Herstell- und Unterhaltskosten ist der Spannbetonlösung gegenüber einer Stahlverbundlösung der Vorzug gegeben, die bei der geringen Höhe ohne wesentliche Hindernisse leicht mit einem konventionellen Lehrgerüst herstellbar ist. Zur Brückenlagerung ist hier eine auf Topflagern basierende konventionelle Lösung mit 2 längsfesten Lagerachsen in der Mitte der Brücke ausgeführt.

Es ergibt sich damit ein Plattenbalken-Durchlaufträger, der jeweils in Abständen von 4,05 m diagonale Stahl-Streben zur Abstützung der Fahrbahnplatte erhält. Die Linien der Streben werden in den Ständern der polygonal gekrümmten Immissionsschutzwand optisch fortgesetzt. Die Krümmung der Immissionsschutzwand wird als Leitthema in den Stützenformen der insgesamt 12 Stützen aufgenommen, um deren Schlankheit bei der geringen Stützenhöhe zu optimieren.

Die Gründung der Stützen und der Widerlager erfolgt auf Großbohrpfählen mit 1,20 m sowie 1,50 m Durchmesser und einer Länge von 11,5 m bis 15,65 m.

Die Bauzeit zur Erstellung der Bauwerke betrug rund 26 Monate, vom Februar 2017 bis März 2019.

​Statisches System

​Siebenfeldrige Spannbeton-Plattenbalkenbrücke mit getrennten Überbauten
​Gesamtlänge ​275,7 m
​Stützweiten
​34,50 m - 5 x 40,50 m - 34,50 m
​Breite zwischen den Geländern ​27,60 m
​Lagerung ​Konventionell auf Lagern
​Gründung ​Tiefgründung mit Pfählen D=1,5 m, L=8,5 - 14,5 m
​Bauzeit ​2016 - 2019
​Auftragnehmer ​Wolff & Müller, Stuttgart
Bild zeigt Ansicht, Längsschnitt und Grundriss der Lautertalbrücke, Quelle: RPS 
Abbildung 10: Bauwerk 7, Ansicht, Längsschnitt und Grundriss

Bauwerk 8: Schettelbachbrücke

Die Schettelbachbrücke überführt ungefähr in der Mitte der 7 km langen OU Mögglingen den Schettelbach und einen Feldweg. Diese Brücke hat eine lichte Weite zwischen den Widerlagern von ca. 65 m und wurde als semi-integraler 3-Feldträger gebaut. Als Über-bauquerschnitt wurde ein gevouteter Plattenquerschnitt festgelegt, der in den beiden Stützenachsen monolithisch in massive Pfeilerscheiben eingespannt ist.

Die Gründung der Brücke wurde als Tiefgründung mit Ortbetonpfählen mit teilweise geneigter und vertikaler Ausrichtung hergestellt. Die Pfähle haben einen Durchmesser von 90 cm und sind bis zu 25 m lang.

Die kleinste lichte Höhe liegt im Bereich des unterführten Feldwegs und beträgt ca. 12,50m und ist damit deutlich über dem erforderlichen Lichtraumprofil.

Die Achse der B29 liegt im Grundriss in einem konstanten Krümmungsradius von 800 m. Dadurch ergeben sich für jedes Teilbauwerk, bzw. Überbau leicht unterschiedliche Stütz-weiten und Brückenflächen. Ein Teilbauwerk hat 912 m² und das zweite hat 928 m² Brückenfläche und zusammen 1.840 m².

​Statisches System
TBW1
​Dreifeldrige Plattenbalkenbrücke
​Gesamtlänge ​66,2 m
​Stützweiten
TBW 2
​18,43 m - 28,00 m - 18,43 m
​Gesamtlänge ​67,35 m
​Stützweiten
 
​19,00 m - 28,00 m - 19,00 m

​Breite zwischen den Geländern ​27,60 m
​Lagerung ​semi-integral, mit Lagern an den Widerlagern
​Gründung ​Tiefgründung mit Pfählen D=0,9 m, L=bis 25,0 m
​Bauzeit ​2017 - 2019
​Auftragnehmer ​ARGE STRABAG / Bickhardt Bau
Bild zeigt Ansicht und Grundriss der Schettelbachbrücke, Quelle: RPS 
Bauwerk 8: Ansicht von Süden und Grundriss

Bauwerk 9: Wirtschaftswegüberführung über der B 29

Die Bauwerke 4, 6 & 9 überführen jeweils im westlichen, mittleren sowie im östlichen Bereich Wirtschaftswege über die neue B29. Alle Bauwerke liegen in der Geraden und stehen senkrecht zur Straßenachse der B29.

Die Brückenbauwerke sind jeweils als beidseitig gevouteter, eingespannter Rahmen mit Stützweiten von 40m, 43m und 38m konzipiert, wobei die Bauhöhe des Spannbetonüber-baus zwischen 2,5m im Widerlagerbereich und 1,25m im Bereich des Mittelstreifens variiert. Durch die Wahl dieses Tragsystems wird eine schadensanfällige Mittelstütze im Trennstreifen der Richtungsfahrbahnen vermieden.

Die Bauwerke weisen jeweils eine Brückenfläche von rund 200m² auf.

Die Überführungen weisen eine einheitlich gewählte Schalungsstruktur auf. So wurde beispielsweise im Bereich des Überbaus eine glatte Sichtflächenschalung aus großformatigen Schalungsplatten nach Sichtbetonklasse 3 vorgesehen.

Durch die unterschiedlichen Standorte der Überführungen erfolgt die Gründung der Bau-werke nicht einheitlich. Das Bauwerk 4 (westlich) trägt die Lasten über beidseits 3 Groß-bohrpfähle mit einer Länge von je 12m ab. Das Bauwerk 6 (Nähe AS Mögglingen-Süd) benötigt keine Tiefgründung und verfügt über eine flache Fundamentplatte, wohingegen das Bauwerk 9 (östlich) wiederum über eine Tiefgründung mittels beidseits 3 Großbohrpfählen mit je 18m Länge verfügt.

Die Bauzeit zur Erstellung der Bauwerke betrug rund 9 Monate, vom April bis Dezember 2018.

In der Vorplanung der Bauwerke wurden diverse Varianten für die drei Brücken untersucht. Hierbei war es das Ziel, trotz der geotechnischen Unterschiede, einen gemeinsamen, wirtschaftlichen Entwurfsgedanken für alle Überführungen zu entwickeln.

​Statisches System ​Einfeldrige Spannbeton-Rahmenbrücke
​Gesamtlänge ​46,0 m
​Stützweiten ​40,0 m
​Breite zwischen den Geländern ​4,50 m
​Lagerung ​Integral, ohne Lager
​Gründung ​Tiefgründung mit Pfählen D=1,2 m, L=18,0 m
​Bauzeit ​2018 - 2019
​Auftragnehmer ​ARGE STRABAG / Bickhardt Bau
Bild zeigt Ansicht der Wirtschaftswegüberführung über der B 29, Quelle: RPS

 
Bild zeigt Grundriss der Wirtschaftswegüberführung über der B 29, Quelle: RPS 
Abbildung 11: Bauwerk 9, Ansicht von Süden und Grundriss

Bauwerk 10: Brücke im Zuge der B 29 über die Rems

​Statisches System ​3-feldrige Spannn
​Gesamtlänge ​93,20 m
​Stützweiten ​27,70 m - 37,80 m - 27,70 m
​Breite zwischen den Geländern ​28,60 m
​Lagerung ​semi-integral, mit Lagern an den Widerlagern
​Gründung ​Tiefgründung mit Pfählen D=1,2 m, L= ca. 15,0 m
​Bauzeit ​2015 - 2017
​Auftragnehmer ​Andreas Stark, Aalen
Bild zeigt Ansicht der Brücke im Zuge der B 29 über die Rems, Quelle: RPS
 
Bild zeigt Längsschnitt der Brücke im Zuge der B 29 über die Rems, Quelle: RPS


 
Bild zeigt Grundriss der Brücke im Zuge der B 29 über die Rems, Quelle: RPS
Abbildung 12: Bauwerk 10, Längsschnitt und Grundriss
 

Bauwerk 11: Überführung der OVS über der B 29

Das Überführungsbauwerk über die neue B 29 wurde als einfeldriges integrales Bauwerk mit einem Stahlverbundüberbau gebaut. Diese robuste Bauart, bei der auf einen sanierungsanfälligen Pfeiler im Mittelstreifen verzichtet werden kann, besitzt zudem keine Lagerteile – somit entfällt deren Prüfung, Wartung sowie Austausch. Aus der Sicht des Autofahrers besticht die Brücke durch den geschwungenen Übergang des gevouteten Stahlverbundüberbaus in die ebenfalls abgerundeten Lisenen der Widerlager. Die farbliche Hervorhebung der Stahlteile in blau unterstreicht die statische Wirkung des Verbundquerschnitts.

Die OVS Hermannsfeld mit einer Gesamtbreite zwischen den Geländern von 10,60 m besitzt zwei Fahrbahnen mit je 3,75 m Breite. Geplant ist eine Einfeldbrücke als Rahmen-bauwerk mit einem zwischen den Widerlagern spannenden vierstegigen Plattenbalken, welcher im Übergangsbereich zu den Widerlagern massiv in Ortbeton, in Feldmitte (über die eigentlichen Fahrspurbreiten) als Stahlhohlkastenverbundprofile ausgeführt wurde. Das Brückenbauwerk hat bei einer Stützweite von 35 m eine lichte Weite von 31,05 m.

Die Gesamtbauhöhe in Brückenmitte beträgt 1,08 m. Die Verbundträger werden nur bis auf 3,80 m an die Widerlager herangeführt. Hier beträgt die Bauhöhe, einschließlich Ortbeton, 1,62 m. Der Übergang zwischen den Verbundträgern und dem Widerlager wird mit Ortbetonplattenbalken/-scheiben, mit derselben Breite wie die Stahlhohlkästen, nahtlos in stark geschwungener Form geführt. Die Ortbetonscheiben werden dabei als Vorsprünge in die Widerlager integriert.

​Statisches System ​Einfeldrige Verbund-Rahmenbrücke
​Gesamtlänge ​35,0 m
​Stützweiten ​32,60 m
​Breite zwischen den Geländern ​10,60 m
​Lagerung ​Integral, ohne Lager
​Gründung ​Tiefgründung mit Pfählen D=0,9 m, L=12,0 m
​Bauzeit ​2017 - 2018
​Auftragnehmer ​ARGE Rossaro / Haag-Bau
Bild zeigt Ansicht und Grundriss von Überführung der OVS über der B 29, Quelle: RPS 
Abbildung 13: Bauwerk 11, Ansicht und Grundriss