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RP Stuttgart, Umwelt
  • Abteilung 5
    02.07.2019
    Geologie und Bodenkunde im Rahmen der Remstal-Gartenschau: Einweihung einer Bodenstele und des geologischen Pfades in Remshalden (Rems-Murr-Kreis)
    Regierungspräsident Wolfgang Reimer: „Remshalden und sein geologischer Pfad sind um eine besondere Attraktion reicher“

    Der neu gestaltete geologische Pfad in der Gemeinde Remshalden bietet nun eine ganz besondere Attraktion: Regierungspräsident Wolfgang Reimer, Bürgermeister Reinhard Molt und Christel Fezer, Vorsitzende des Heimatvereins Buoch e. V., weihten bei einer Veranstaltung heute in den Weinbergen bei Remshalden die neu installierte Bodenstele ein.

    „Die Bodenstele zeigt zwei völlig unterschiedliche Böden aus der Gemarkung Remshalden und bringt damit ans Licht, was für gewöhnlich unter unseren Füßen und damit für unsere Augen verborgen bleibt. An der exponierten Stelle in den Weinbergen von Remshalden errichtet, bietet sie einen herrlichen Ausblick ins Remstal – dem Veranstaltungsort der Remstal Gartenschau 2019“, sagte Regierungspräsident Wolfgang Reimer bei der öffentlichen Präsentation der Bodenstele und der zeitgleichen Eröffnung des neu gestalteten geologischen Pfads, der durch eine Vielzahl unterschiedlicher Keupergesteine von Grunbach auf die Buocher Höhe führt.

    Zum einen zeige die Stele einen typischen Weinbergsboden in den sogenannten „Bunten Mergeln“ des Keupers – über Jahrhunderte von Winzerinnen und Winzern bearbeitet – und zum anderen einen Boden aus dem Remstal, ein typischer Auenboden aus Sedimenten der Rems. Auch dieser wurde über Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrtausende bearbeitet – allerdings weniger von Menschen, sondern vielmehr von der Rems.

    Die reich bebilderten Begleittafeln an der neuen Bodenstele geben nicht nur Auskunft über diese beiden so unterschiedlichen Böden und ihre Eigenschaften, sondern auch über deren Rolle für die Natur, für die Siedlungsgeschichte und über die Nutzungsmöglichkeiten durch den Menschen.

    Die Südhänge des Remstals seien schon zu Zeiten der Römer für den Weinanbau entdeckt worden. Das Remstal sei aufgrund hervorragender Leistungen der Winzerinnen und Winzer sowie günstiger klimatischer Bedingungen und der Böden als ein sehr gutes Weinrevier bekannt. Im Zusammenhang mit fruchtbaren Böden der Aue betonte Regierungspräsident Wolfgang Reimer: „Ertragsreiche Böden und die biologische Vielfalt sind unverzichtbar für uns. Sie tragen wesentlich zu unserer Ernährung bei“.

    „Die Wiedereröffnung des Geologischen Pfads in Remshalden bildet eine Besonderheit bei der Themenvielfalt der Gartenschau im Remstal. Ganz besonders ist die Bodenstele, ein Beitrag des Regierungspräsidiums Stuttgart, neu dazugekommen, um auf den Wert und die Vielfalt unserer Böden aufmerksam zu machen. Mit der Bodenstele wird die Rolle des Bodens als Schnittstelle zwischen dem geologischen Ausgangsgestein, Klima, Vegetation und menschlichen Einflüssen anschaulich und repräsentativ an alle Besucher vermittelt. Herzlichen Dank an alle Schaffer vom Heimatverein, ein ganz besonderer Dank an das Regierungspräsidium Stuttgart“, sagte Bürgermeister Reinhard Molt.

    „Unser geologischer Pfad durch die unterschiedlichen Gesteine des Keupers wird durch die Bodenstele ganz hervorragend ergänzt. Sie zeigt auf, was letztlich aus unseren Gesteinen entsteht: nämlich ganz unterschiedliche Böden mit unterschiedlichen Eigenschaften. Und sie zeigt uns vor allem was Böden für uns und die Natur leisten“, betonte Christel Fezer, Vorsitzende des Heimatvereins Buoch e. V.

    Der geologische Pfad mit seiner neuen Bodenstele werde sicher viele Menschen für Wanderungen in der wunderschönen Natur des Remstals begeistern, so der Regierungspräsident. „Ich danke allen ehrenamtlich Engagierten des Heimatvereins Buoch für das Herzblut, das sie gemeinsam mit der Gemeinde Remshalden in den geologischen Pfad gesteckt haben und weiterhin stecken. Der ansprechenden Aufmachung aller Informationstafeln sieht man an, dass diese mit viel Fachkenntnis und Leidenschaft erstellt worden sind“, sagte Reimer abschließend.

    Hintergrundinformationen:
    Die Rems quert auf ihrer Fließstrecke von 78 Kilometern drei Landkreise: den Ostalbkreis, den Rems-Murr-Kreis und den Landkreis Ludwigsburg. Informationen zum Geologischen Pfad im Remstal sind auf der Internetseite von TourismusBW abrufbar.
    Die Kosten für die Bodenstele liegen bei 30.000 Euro, die das Land trägt.

    Im Anschluss an die Einweihung der Bodenstele konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine geologische Wanderung bis nach Remshalden-Buoch unternehmen. Dort hat der Heimatverein Buoch e. V. im Museum im Hirsch mit der Sonderausstellung „Darauf stehen wir! Böden, Gesteine und Fossilien“ einen Ausklang vorbereitet. Diese Sonderausstellung ist noch bis 29. September 2019 zu sehen.

    Die Remstal Gartenschau 2019 ist die bundesweit erste Gartenschau, die in 16 Städten und Gemeinden stattfindet. Vom 10. Mai bis zum 20. Oktober 2019 verwandelt sich das Remstal in einen unendlichen Garten.
    Informationen sind unter https://remstal.de/home.html abrufbar.