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B 311 Erneuerung des Donauviadukts bei UntermarchtalUntermarchtal

Maßnahmenbeschreibung

Die B 311 ist ein Teil der West-Ost-Straßenverbindung im südlichen Baden-Württemberg und verläuft aus dem Raum Donaueschingen über Riedlingen und Ehingen in den Raum Ulm. Mit dem bestehenden Donauviadukt überquert die B 311 bei Untermarchtal das Donautal.

Bei dem im Jahr 1953 fertig gestellten Donauviadukt handelt es sich um eine vorgespannte Betonbrücke mit einem in die Widerlager hinein kragenden Überbauquerschnitt. Die Brückenlänge beträgt 375 m.
Das Bauwerk, geplant von dem späteren Professor für Massivbau der Universität Stuttgart, Dr.-Ing. Fritz Leonhardt, war zur damaligen Zeit die längste fugenlose Spannbetonbrücke Europas.

Aufgrund der in letzter Zeit zunehmenden erheblichen Bauwerksschäden hat das Regierungspräsidium Tübingen beschlossen, die bestehende Fünf-Feld-Brücke durch ein neues Bauwerk zu ersetzen.

Für die vorliegende Maßnahme wurde 2009 ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt und der Plan mit Datum 15.12.2009 festgestellt.

Für die B 311 ist im vorliegenden zweistreifigen Bereich ein RQ 10,5 mit 8,0 m Fahrbahnbreite vorgesehen.

Die Länge der Baustrecke der B 311 beträgt 1.150 m, wobei die neue Brücke mit gleicher Länge direkt neben der bestehenden Brücke erstellt wird.

Die neue Lage der Brücke erfordert beidseits ein Angleichen an die bestehende Bundesstraße.
Die südliche Angleichung erfolgt bis zur Einmündung der L 257 nach Untermarchtal auf eine Länge von ca. 300 m. Durch die Verschiebung der Bundesstraße in Richtung Westen und die erforderliche Dammverbreiterung wird in das bestehende Donautal eingegriffen. Zur Minderung des Eingriffs in dieses FFH-Gebiet wird in Teilbereichen eine geotextilbewehrte Steilböschung mit 70° Neigung und maximal 11 m Höhe ausgeführt.

Die Angleichung der Bundesstraße in nördlicher Richtung erfolgt auf eine Länge von ca. 440 m.
Aufgrund des Geländeverlaufs ist beim nördlichen Widerlager nur eine geringfügige Dammschüttung erforderlich.

Nach Fertigstellung der neuen Brücke im Herbst 2013 und der Umlegung des Verkehrs auf die neue Trasse wurde die bestehende Brücke abgebrochen, wobei das alte Widerlager in Richtung Riedlingen als Quartier für Wasserfledermäuse erhalten wurde.

Zum Abschluss der Baumaßnahme erfolgte am 18.7.2014 ein Pressetermin vor Ort.

Im Herbst 2014 werden die Bepflanzungsmaßnahmen durchgeführt.