LED-Fluter

LED-Fluter

Das Regierungspräsidium Tübingen (RPT) nahm gemeinsam mit Behörden aus zehn weiteren europäischen Mitgliedsstaaten an der Jahresaktion A09–LED-Fluter zur Überwachung von LED-und Energiesparlampen teil. Die Leitung der Aktion lag in Händen der europäischen Marktüberwachungsagentur PROSAFE.

Im Vordergrund stand die Produktsicherheit und konkret die Bewertung von sicherheitstechnischen, aber auch formalen Mängeln sowieder Vollzug nach einheitlichen Kriterien und Maßstäben in allen teilnehmenden Ländern.

Vorgehen und Methodik

Im Projektteam, bestehend aus Ingenieuren und Ingenieurinnender beteiligten Staaten, wurden der einheitliche Prüfplan und zentrale Fragen der Methodik, insbesondere zur Probenahme und Mängelbewertung, sowie dieVollzugsmaßnahmen abgestimmt. Aufgabe des Projektteams war auch der Informationsaustausch mit der EU-Kommission und mit betroffenen Verbänden.

Um Doppelprüfungen von Produkten zu vermeiden und einen reibungslosen Vollzug zu ermöglichen, sammelte jede/r Projektbeteiligte zehn LED-sowie zwei Energiesparlampen von Herstellern bzw. Importeuren des eigenen Landes ein. Der Schwerpunkt auf LED-Lampen mit weit verbreiteten Fassungen (E27, E14, GU10). Energiesparlampen sollten nur ca. 20 % der Prüflinge ausmachen;

LED-Röhren, welche als Ersatz für Leuchtröhren Verwendung finden, wurden zu Gunsten von weiter verbreiteten Produkten wie LED-Lampen mit den genannten Fassungen aus der Aktion herausgenommen. Der Prüfumfang wurde auf mehrere wesentliche Anforderungen der Niederspannungsrichtlinie ausgerichtet. Dabei wurde versucht auch weiterführende sicherheitsrelevante Aspekte, die nicht unmittelbar aus der zugehörigen harmonisierten Norm hervorgingen, abzuprüfen (z. B. Fuse Resistor).

Zusammenfassung der Ergebnisse

Alle 60 Prüfmuster wurden in einem gemeinsam beauftragten Prüfinstitut in Finnland nach DIN EN 62560 bzw. DIN EN 62368 geprüft. Die Beanstandungsquote der Produkte der verschiedenen Staaten war sehr unterschiedlich. Die Auswertung der Ergebnisse in der Projektgruppe dauert derzeit noch an; ein Achlussbericht folgt. Maßnahmen und Folgerungen

In Deutschland wurden die betroffenen Wirtschatsakteure schriftlich auf die Mängel hingewiesen und um Stellungnahme gebeten. Näheres zu den Maßnahmen und Folgerungen ist ebenfalls Gegenstand des Abschlussberichts.