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Straßenwärter/in

In den Geschäftsbereichen der Regierungspräsidien und der Landratsämter werden junge Leute mit technischem Verständnis, Interesse an einem praktischen Beruf und Spaß an der Arbeit im Freien im Beruf Staatlich anerkannte/r Straßenwärter/in ausgebildet. Die Ausbildung ermöglicht eine qualifizierte Tätigkeit mit hoher Selbständigkeit und Verantwortung. Auch einige Städte und Gemeinden bilden Straßenwärterinnen aus. Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Bei Mittlerer Reife und/oder bei guten Leistungen in der Zwischenprüfung kann die Ausbildungszeit um 6 bzw. 12 Monate verkürzt werden.

Die Ausbildung erfolgt im Dualen System. Das heißt, die einzelnen Ausbildungsabschnitte werden bei den Ausbildungsbetrieben (Straßen- bzw. Autobahnmeisterei, oder einem kommunalen Bauhof ggf. im Verbund mit einer Straßenmeisterei) erbracht. Der Besuch der Landesfachklasse für Straßenwärter/innen in der Rolf-Benz-Schule in Nagold und die überbetriebliche Ausbildung im Ausbildungszentrum der Straßenbauverwaltung in Nagold (AZN) erfolgen in Form von Blockunterrichtseinheiten.

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​Lerninhalte 

sind zum Beispiel...

  • das Instandsetzen von Fahrbahndecken,
  • das Herstellen der Funktionsfähigkeit von Entwässerungseinrichtungen,
  • die Kontrolle von Stützmauern oder Brücken,
    die Pflege von Grünflächen am Straßenrand und an Parkplätzen,
  • die Absicherung von Bau- und Unfallstellen,
  • die Durchführung von Markierungen auf Fahrbahnen und Parkplätzen, Durchführen von Räum- und Streuarbeiten im Winterdienst,

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Wer kann sich wo bewerben?

Bewerben kann sich jeder, der...

  • über technisches Verständnis und handwerkliches Geschick verfügt,
  • mindestens einen guten Hauptschulabschluss bzw. Mittlere Reife besitzt,
  • gerne im Freien arbeitet und hierfür gesundheitlich geeignet ist.

Bewerbungen sind bei einem der 35 Landratsämter oder bei einem der vier Regierungspräsidien bzw. bei Städten und Gemeinden einzureichen.

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​Ausbildung

Ausbildungsstellen sind die Autobahnmeistereien des Regierungspräsidiums, Straßenmeistereien bei den Landratsämtern und Bauhöfe der Kommunalbehörden.

Schwerpunkte der Ausbildung:

  • Praktische Arbeiten im Stein-, Holz und Betonbau
  • Herstellung und Instandhaltung der Straßen mit Betriebseinrichtungen
  • Landschaftspflege
  • Verkehrssicherung
  • Winterdienst
  • Handhabung und Wartung von Fahrzeugen und Geräten
  • Aufgaben der Straßen- und Verkehrsverwaltung
  • Erwerb der Fahrerlaubnis Klasse CE

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​Prüfungen

Vor Ende des 2. Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt, die vom Regierungspräsidium Tübingen, Abteilung 9 - Landesstelle für Straßentechnik, durchgeführt wird. Diese führt auch nach Beendigung der Ausbildungszeit - zusammen mit der Rolf-Benz-Schule (Kenntnisprüfung) - die Abschlussprüfung (Fertigkeitsprüfung) durch.

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​Vergütung

Während der Ausbildungszeit erhalten Sie eine monatliche Vergütung von derzeit:

Vergütung gemäß TVAöD BBiG Stand 01.02.2017 (Landratsämter, Kommunen)

im ersten Ausbildungsjahr 918,26 Euro
im zweiten Ausbildungsjahr 968,20 Euro
im dritten Ausbildungsjahr 1.014,02 Euro

Vergütung gemäß TVA-L BBiG Stand 01.01.2017 (Regierungspräsidien)

im ersten Ausbildungsjahr 901,82 Euro
im zweiten Ausbildungsjahr 955,96 Euro
im dritten Ausbildungsjahr 1.005,61 Euro

sowie vermögenswirksame Leistungen.

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Sonstiges

Während des Besuchs der Rolf-Benz-Schule in Nagold sowie der überbetrieblichen Ausbildung können Sie im AZN internatsmäßig untergebracht werden. Neben der Unterbringung und Verpflegung stehen eine Betreuung mit reichhaltigen Freizeitangeboten und Hilfsangebote bezüglich der Ausbildung zur Verfügung.

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​Weiterbildung

Besonders qualifizierte Straßenwärter/innen haben die Möglichkeit, nach der Ausbildung und mit Berufserfahrung, zum/zur Kolonnenführer/in oder zum/zur Streckenwärter/in aufzusteigen. Nach entsprechender Berufspraxis können besonders befähigte Straßenwärter/innen eine weitere Ausbildung zum/zur Straßenmeister/in absolvieren. Sie können dann die Leitung oder die stellvertretende Leitung einer Straßen- bzw. Autobahnmeisterei übernehmen.

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Hintergrund

Bei Fragen zur Ausbildung wenden Sie sich an die Landesstelle für Straßentechnik (LST) am Regierungspräsidium Tübingen