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RP Freiburg, Straßenwesen und Verkehr
  • 02.06.2017
    Expertinnen und Experten des Regierungspräsidiums Freiburg informieren Bürgerinnen und Bürger über Neubau der Brücke über die Rheintalbahn zwischen Riegel und Malterdingen (Kreis Emmendingen)
    Sperrung der L 113 ab 17. Juli 2017 für mindestens sechs Monate notwendig // Verbindung mit dem Ausbau des Kreisels am Gewerbegebiet Malterdingen wird angestrebt

    ​Expertinnen und Experten des Regierungspräsidiums Freiburg haben bei einem Infotermin am gestrigen Donnerstag (1. Juni) in Malterdingen Bürgerinnen und Bürger über den Neubau einer Brücke über die Rheintalbahn zwischen Riegel und Malterdingen (Kreis Emmendingen) informiert. Dazu ist ab 17. Juli die Sperrung der L 113 beim Bahnhof Riegel-Malterdingen für mindestens sechs Monate erforderlich, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde. Die Umleitung führt über die L 105 beim Klärwerk Breisgauer Bucht auf die B 3 bei Kenzingen.

    Warum das Ganze? Bei der letzten Hauptuntersuchung der Brücke, vergleichbar mit einem Gesundheits-Check beim Menschen, wurden am Oberbau erhebliche Schäden festgestellt, die einen Neubau erforderlich machen. Als Sofortmaßnahme wurde Tempo 50 auf der Brücke angeordnet, um die Schwingungen im Oberbau zu reduzieren. Ohne den Neubau wäre eine Sperrung der Brücke in nächster Zeit aus baulichen Gründen nicht ausgeschlossen.

    Für die erforderlichen Arbeiten muss die L 113 bis Frühjahr 2018 gesperrt werden. Die Anschlussstelle Riegel an der A5 ist von der Baumaßnahme nicht betroffen. Anhand von Bildern zeigte Projektleiter Heinrich Grumber die Schäden und erklärte den Bauablauf. Der korrosionsgeschädigte Stahlhohlkasten der Brücke wird durch sieben Spannbetonfertigteile ersetzt, die mit Hilfe eines Krans eingehoben werden. Diese Bauweise wirkt sich positiv auf die Bauzeit aus und schränkt den Bahnverkehr nur minimal durch zwei nächtliche Pausen ein. Neben dem Oberbau werden auch die Widerlager der Brücke neu gebaut.

    Parallel zum Neubau der Brücke ist das Regierungspräsidium Freiburg bestrebt, den Knotenpunkt L113/Weißmattenweg zu einem Kreisel umzubauen. Bei der ersten Infoveranstaltung im März lag noch kein genehmigungsfähiger Entwurf vor, da noch einige fachliche Fragen offen und auch die bis dato veranschlagten Kosten inzwischen gestiegen waren. Nun sieht es besser aus: Erfreulicherweise sind inzwischen sämtliche fachlichen Aspekte geklärt, sodass der Entwurf genehmigungsfähig ist und das erforderliche Baurecht durch die Gemeinde Malterdingen eingeholt werden kann. Parallel stehen nun auch die notwendigen Haushaltsmittel des Landes bereit, die für eine Umsetzung notwendig sind.

    Im zweiten Teil der Infoveranstaltung wurde an Plänen das Umleitungskonzept über die L113 und L105 am Klärwerk Breisgauer Bucht sowie auf die B3 bei Kenzingen erläutert. Da dies zu Beeinträchtigungen bei den ansässigen Gewerbetreibenden führt, bittet das Regierungspräsidium Freiburg um Verständnis. Die Expertinnen und Experten wiesen aber auch daraufhin, dass eine annehmbare Umleitungsstrecke vorhanden ist, bei der nur mit einer geringen Zeitverzögerung zu rechnen ist. Die Umleitungspläne sind auf den Internetseiten des RP Freiburg einsehbar. Im Anschluss daran hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Fragen zum Bauvorhaben zu stellen.