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Referat 56 (Naturschutz und Landschaftspflege) des Regierungspräsidium Karlsruhe

LIFE - Projekt Grindenschwarzwald

Nach fünf Jahren intensiver Naturschutzarbeit ist das LIFE - Projekt „Grindenschwarzwald“ erfolgreich abgeschlossen worden.

Ziel des Projektes war es, einen Beitrag zur Erhaltung charakteristischer Lebensräume des Naturraumes bzw. zur Verbesserung ihres Zustandes zu leisten und dabei die Integration von Naturschutz und Landnutzung - Forst- und Landwirtschaft sowie Tourismus - zu fördern. Die hier angebotenen digitalen Schriften geben Auskunft über die Inhalte des Projektes im Einzelnen. Weitere Medien werden an dieser Stelle Ende September zusätzlich bereitgestellt.

In der Rückschau ergibt sich zusammenfassend, dass die mit der Durchführung befasste Projektgruppe aus Projektpartnern und Kofinanzierern das Projektziel erreichte. Die geplanten Vorhaben konnten im Wesentlichen realisiert werden, nur einzelne waren nicht zu verwirklichen oder wurden nach reiflicher Überlegung verworfen. Zu verdanken ist dieses Ergebnis - abgesehen von der Finanzierung der Vorhaben - vor allem dem außerordentlichen persönlichen Engagement vieler Beteiligter. Nicht selten reichte es bis weit hinein ins Private. Erklärbar ist ihr Engagement unter anderem mit der Begeisterung für die Schönheit der Natur und mit dem Wunsch, die Eigenart einer außergewöhnlichen Landschaft zu erhalten. Schönheit und Eigenart beflügeln aber nicht nur die im Naturschutz Tätigen, sie sind es auch, die die Erholungssuchenden in diese Landschaft führen - hier treffen sich die Interessen.

Das LIFE-Programm der Europäischen Union setzt den Willen voraus, auf einem integrativen Weg Naturschutz zu betreiben, sicherlich im Bewusstsein, dass dies zwar aufwändig ist, langfristig gesehen aber vor allem förderlich. Auf ein Unternehmen wie das Projekt „Grindenschwarzwald“ bezogen, ergeben sich hierzu drei Perspektiven: In der Innenansicht stellt sich das Projekt als ein komplexes organisatorisches Gefüge dar, in dem einesteils arbeitsteilig parallel oder aufeinander aufbauend gearbeitet wurde, andernteils aber auch eng miteinander verschränkt. Dies bedingte einen nicht unerheblichen Aufwand an Abstimmungen, die nicht immer ohne Konflikte vonstatten gingen. Bestand einmal aufgrund konkurrierender Interessen keine Einigkeit, so war doch fast immer ein Kompromiss zu erzielen, das beste im Augenblick erreichbare Zwischenergebnis und verbindliche Basis für zukünftige Gespräche auf dem Weg einer steten Verbesserung der Bedingungen für die Natur. In der Außenansicht - denken wir - hat die Kommunikation, das rege Werben in der Öffentlichkeit für die Ideen und Inhalte des Projektes und für die Offenheit des modernen Naturschutzes gegenüber einem gelenkten, verträglichen Natur-Tourismus, nicht nur „eine Lanze gebrochen“, und hat bei vielen Interesse geweckt, manchmal auch Verständnis oder sogar Begeisterung: Wer ihn schon kennt, denke hier nur einmal an das Erlebnis eines Ganges über den Sturmwurfpfad.

In der Übersicht schließlich, über das Projektgebiet, ist schlicht festzustellen, dass sich in den vergangene fünf Jahren durch die schlagkräftige Zusammenarbeit das Landschaftsbild drastisch gewandelt hat, mittels einer Vielzahl ergriffener pflegerischer Maßnahmen und aufgenommener neuer Verfahrensweisen. Das Käferholzmanagement zur Anreicherung von Totholz in definierten Waldzonen sei hier als leuchtendes Beispiel genannt: Eine innovative Naturschutzstrategie, die es in durchdachter und verantwortungsbewusster Weise einem Teil der Landschaft überlässt, sich in Grenzen frei zu entwickeln. Mit den großen, vordergründigen Veränderungen eingeleitet sind Entwicklungen hin zur Verbesserung der Lebensbedingungen vieler Pflanzen- und Tierarten - das letztendliche Ziel des Projektes.

So also hat das LIFE-Projekt „Grindenschwarzwald“ sowohl die äußere, geografische Landschaft verändert als auch - wie wir hoffen und glauben - ein wenig die innere Landschaft der Haltungen der Menschen gegenüber der Natur und dem Naturschutz, in der Region und darüber hinaus. Den Boden hierfür bereitete die Finanzierung des beantragten Projekthaushaltes, die zu 50 % von der Europäischen Union und zu 50 % aus dem Land Baden-Württemberg geleistet wurde. Der Europäischen Union und allen anderen Förderern sei hiermit im Namen der Akteure des LIFE-Projekts „Grindenschwarzwald“ gedankt !

Logo LIFE-Projekt Grindenschwarzwald

Kontakt

Daniel Brandt
Regierungspräsidium Karlsruhe
Referat 56
Naturschutz und Landschaftspflege
76247 Karlsruhe

Telefon  0721 926-4355
EMail daniel.brandt@rpk.bwl.de

Hinweis

Die ​Projektergebnisse auch können auch über den Bestellshop der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz​ bezogen werden.​​​