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A6 – sechsstreifiger Ausbau zwischen dem Autobahnkreuz Weinsberg und der Landesgrenze Baden-Württemberg und Bayern

Aktuelle Information:
Die Präsentation zur Informationsveranstaltung in der Kultura Öhringen am 21.06.2017 finden Sie

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Das Video zur Informationsveranstaltung in der Kultura Öhringen am 21.06.2017 finden Sie

Übersicht Planungsraum


 

Abschnitt 1: Weinsberg - Bretzfeld Abschnitt 2: Bretzfeld - Öhringen Abschnitt 3: Öhringen - Kupferzell Abschnitt 4 : Ilshofen - Kupferzell/Wolpertshausen Abschnitt 5: Ilshofen/Wolpertshausen - Kirchberg Abschnitt 6: Kirchberg - Landesgrenze  

Projektbeschreibung

Die heutige Bundesautobahn A 6 ist seit 1979 vom Autobahnkreuz Weinsberg bis Nürnberg durchgängig befahrbar. Mit dem Bau des Abschnitts zwischen Weinsberg und Schwabbach wurde zwar vor dem Zweiten Weltkrieg begonnen, aber erst 1970 konnte dieser erste Teilabschnitt in Baden-Württemberg noch auf der Vorkriegstrasse fertig gestellt werden. Ende 1975 folgte dann der Teilabschnitt bis zur Anschlussstelle Kupferzell.

Obwohl die A 6 schon damals ein Teil der europäischen Verbindung im Zuge der Europastraße 12 von Paris nach Prag wurde, erfolgte der Autobahnbau vorrangig als Verbindung der Wirtschaftsräume von Mannheim, Heilbronn und Nürnberg. Außerdem sollte sie die ungünstigen Verkehrsverhältnisse im nordöstlichen Baden-Württemberg verbessern. Mit der Grenzöffnung der 80-er Jahre änderte sich dies grundlegend. Die A 6 erhielt die ihr einst zugedachte Funktion im transeuropäischen Straßennetz.

Mit der wachsenden Verkehrsbedeutung stieg die Verkehrsbelastung der Autobahn überdurchschnittlich. Seit der durchgehenden Eröffnung im Jahr 1979 verdreifachte sich der Verkehr, der Schwerverkehr nahm sogar um das Vierfache zu. Der heutige Querschnitt mit nur zwei Fahrstreifen plus Standstreifen kann diese hohe Verkehrsbelastung nicht mehr aufnehmen. Als Folge dessen sind häufige Staus zu beobachten. Auch die Lärmbelastung der Anwohner hat seit der Eröffnung um ein Vielfaches zugenommen. Deshalb ist im Bundesfernstraßenausbaugesetz der 6-streifige Ausbau mit Standstreifen der gesamten Strecke vorgesehen, von Weinsberg bis Kupferzell im Vordringlichen Bedarf und von Kupferzell bis zur Landesgrenze im Weiteren Bedarf mit Planungsrecht. Im April 2015 wurde der sechsstreifige Ausbau vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur als einziges baden-württembergisches Projekt in die Liste der neuen ÖPP Projekte aufgenommen.

Entlang der A6 hat die Region Franken eine rasante Wirtschaftsentwicklung erfahren. Daher besteht dort größtes Interesse am raschen Ausbau der A6. Die Region finanziert die Planung des 6-streifigen Ausbaus mit einer Summe von insgesamt 1,7 Mio. € vor.
Bei der Planung des 6-streifigen Ausbaus werden die anliegenden Kommunen und betroffenen Bürger frühzeitig beteiligt. So werden in der Vorplanung für jeden Teilabschnitt jeweils drei grundsätzliche Alternativen zum Ausbau dargestellt.

Untersuchte Ausbauvarianten

In der Vorplanung (Variantenuntersuchung) wurden grundsätzlich mehrere Varianten für den Ausbau untersucht:

  • Symmetrischer Ausbau
    (Beibehaltung der Achse; Anbau je eines Fahrstreifens rechts und links der bestehenden Fahrbahn)
  • Asymmetrischer Ausbau Nord
    (Neubau einer Richtungsfahrbahn neben der bestehenden Fahrbahn im Norden)
  • Asymmetrischer Ausbau Süd
    (Neubau einer Richtungsfahrbahn neben der bestehenden Fahrbahn im Süden)

Die Ausbauvarianten wurden mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie den Trägern öffentlicher Belange im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung (Bürgerdialog) diskutiert und mit dem Bund abgestimmt. Erst danach erfolgte die Festlegung der Ausbauvariante für die weitere Planung. Für den 6-streifigen Ausbau der A 6 zwischen Weinsberg und Landesgrenze sind der Bürgerdialog zu den Ausbauvarianten und damit auch die Vorplanung seit Dezember 2016 für alle 6 Planungsabschnitte abgeschlossen. Bei insgesamt 12 öffentlichen Informationsveranstaltungen in den Jahren 2011 – 2016 wurden die Bürgerinnen und Bürger über Grundsätze der Ausbauplanung sowie die möglichen Ausbauvarianten informiert und hatten Gelegenheit darüber zu diskutieren. Anschließend gab es nach jeder Veranstaltung die Möglichkeit schriftlich Stellung zu nehmen.

Insgesamt wurden rd. 500 Stellungnahmen abgegeben. Die Beiträge der Bürgerinnen und Bürger sowie das Ergebnis des Bürgerdialogs können durch Anklicken der obigen Leiste angesehen werden. 

Nach der Vorplanung wurde bzw. wird für jeden Planungsabschnitt die Entwurfsplanung, der Vorentwurf erstellt, der vom Land genehmigt wird und vom Bund den Gesehenvermerk erhält. Erst nach Erteilung des Gesehenvermerks für einen Planungsabschnitt kann für diesen das Planfeststellungsverfahren vorbereitet und durchgeführt werden. Im Planfeststellungsverfahren werden die Pläne nochmals öffentlich ausgelegt. Das Verfahren endet mit dem Planfeststellungsbeschluss.

Planungsdaten

Ausbaustrecke: 64,4 km
Verkehrsprognose 2025: 76 000 Kfz/24h (westl. AS Bretzfeld)
Anteil Schwerverkehr 35 %
59.400 Kfz/24h (Landesgrenze)
Anteil Schwerverkehr 42%
Baukosten (geschätzt): ca. 750 Mio. €

Planungsstand Dezember 2016

  • Abschnitt A 6-1 Weinsberg - Bretzfeld: Vorentwurf abgeschlossen und derzeit beim Bund zur Erteilung des Gesehenvermerks 
  • Abschnitt A 6-2 Bretzfeld - Öhringen: Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens 
  • Abschnitt A 6-3 Öhringen - Kupferzell: Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens 
  • Abschnitt A 6-4 Kupferzell – Ilshofen/Wolpertshausen: Vorentwurf abgeschlossen 
  • Abschnitt A 6-5 Ilshofen/Wolpertshausen - Kirchberg: Vorentwurf begonnen 
  • Abschnitt A 6-6 Kirchberg – Landesgrenze: Vorentwurf begonnen

Ihre Meinung ist uns wichtig!

 

Falls Sie noch Fragen und Anregungen zum sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn 6 in diesem Bereich haben, steht Ihnen das Planungsteam A6 unter folgender E-Mail Adresse zur Verfügung:

E-Mail a6team@rps.bwl.de

Weitere Informationen