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Referat 44 (Straßenplanung)  des Regierungspräsidium Stuttgart

B 10 Enzweihingen

Projektbeschreibung

Die Bundesstraße B 10 verbindet die Große Kreisstadt Vaihingen an der Enz mit der Bundesautobahn A 81 (AS Zuffenhausen) und führt dabei durch den Stadtteil Enzweihingen. Mit täglichen Verkehrsbelastungen von bis zu 27.850 Kfz/24 h und einem Schwerverkehrsanteil von über 11 % verursacht die B 10 in Enzweihingen eine sehr starke Trennwirkung und sehr hohe Lärm- und Schadstoffbelastungen für die Anwohner. 

Die B 10, Ortsumfahrung Enzweihingen ist im derzeit gültigen Bedarfsplan (Anlage zum sechsten Gesetz zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes 6. FStrAbÄndG) zum neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP 2030) im vordringlichen Bedarf als 2-streifige Neubaumaßnahme enthalten. 

Ende 2009 hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung den Gesehenvermerk für die nördliche Umfahrungsvariante erteilt. Im Zuge der Vorbereitung zum Planfeststellungsverfahren wurde seitens der „Schutzgemeinschaft Mittleres Enztal“ eine Variante vorgeschlagen, die eine Modifikation der bis 2006 untersuchten Tunnelvariante darstellt. Diese Alternative sollte vor Einleitung des Planfeststellungsverfahrens detailliert untersucht und einem Variantenvergleich mit der Umfahrungstrasse unterzogen werden. Dazu musste das Regierungspräsidium Stuttgart zunächst den Vorschlag der Schutzgemeinschaft in zwei Untervarianten richtlinienkonform planen und auf Plausibilität prüfen. Der Variantenvergleich umfasste daher drei Varianten: Eine Tunnelvariante mit einer Länge von 395, eine Tunnelvariante mit einer Länge von 545 m und eine nördliche Umfahrungsvariante mit einem ampelgeregelten Knotenpunkt B 10/ K 1648. Die bisherige Planung sah hier eine planfreie Knotenpunktslösung vor. Für die Gegenüberstellung der Varianten wurden umfangreiche Fachuntersuchungen durchgeführt, deren Ergebnisse seit Anfang Mai 2013 vorliegen. In einem breit angelegten Bürgerdialog wurden die Ergebnisse vorgestellt und die Vor- und Nachteile diskutiert. Nachdem sich Ende Juli 2013 der Gemeinderat für die nördliche Umfahrungsvariante ausgesprochen hatte, erfolgte im Anschluss daran am 22.09.2013 eine Bürgerbefragung durch die Stadt Vaihingen an der Enz zu den Varianten. Im Ergebnis stimmten über 70% für die bisherige nördliche Umgehung (Umfahrungsvariante 2013). 

Die geänderte Planung wurde dem Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur vorgelegt. Mit Schreiben vom 20.02.2015 hat der Bund gebeten, den Knotenpunkt der B 10/K 1648 in der 2009 genehmigten Form planfrei auszubilden (Umfahrungsvariante aktuell). Hierbei kreuzen sich die Verkehrsströme auf verschiedenen Ebenen und die B 10 wird mittels Rampen mit dem nachgeordneten Verkehrsnetz verbunden. Dadurch ergibt sich im Hinblick auf die prognostizierten Verkehrsmengen eine bessere Verkehrsqualität. 

Zur Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens wurden die Planunterlagen, insbesondere die Verkehrsuntersuchung, Straßenplanung, Schallschutz und Landschaftsplanung mit Artenschutz auf die neuen Gegebenheiten hin überarbeitet.

Aktueller Sachstand

Die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens erfolgte im Mai 2017. Die Planunterlagen liegen während der Dienststunden zur allgemeinen Einsichtnahme von 19.06.2017 bis 18.07.2017 beim Bauverwaltungsamt Vaihingen/ Enz und bei der Stadtverwaltung Markgröningen, Fachgebiet Planen und Bauen, aus. Einwendungen können bis einschließlich 15.09.2017 (und nicht, wie in den jeweiligen Bekanntmachungen vom 01.06.2017 bzw. 02.06.2017 mitgeteilt, am 01.08.2017) schriftlich erhoben werden. Die Unterlagen können auch ab dem 19.06.2017 auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Stuttgart unter "Bekanntmachungen/aktuelle Planfeststellungsverfahren" eingesehen werden.