Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Ausbildung und Approbation zum / zur psychologischen Psychotherapeut / in

Ausbildung

Die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten sowie zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten dauert in Vollzeitform jeweils mindestens drei Jahre, in Teilzeitform jeweils mindestens fünf Jahre. Sie besteht aus einer praktischen Tätigkeit, die von theoretischer Ausbildung begleitet wird, sowie aus einer praktischen Ausbildung. Sie schliesst mit dem Bestehen einer staatlichen Prüfung ab. Die Ausbildung ist in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-APrV) und für Psychologische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJPsychTh-APrV) geregelt.

Voraussetzungen für die Berufsausbildung

Voraussetzung für den Zugang zur Ausbildung ist

für die Ausbildung zum/zur Psychologischen Psychotherapeuten/in gem. § 5 Abs. 2 Nr. 1 PsychThG

  1. eine im Inland an einer Universität oder gleichstehenden Hochschule bestandene Abschlussprüfung im Studiengang Psychologie („Dipl.-Psych.“ oder Bachelor und Master mit einer Gesamtstudienzeit von mindestens 9 Semestern, wobei der Master in Psychologie auf einen Bachelor in Psychologie aufbauen muss. Das Fach „Klinische Psychologie“ muss im Bachelor- und im Masterstudiengang mit einem Gesamtumfang von mindestens 9 ECTS studiert und bestanden worden sein. Inhaltlich muss der Psychologiestudiengang grundsätzlich der Rahmenordnung des Nachfolgestudienganges des früheren Hochschulabschlusses „Dipl.-Psych.“ entsprechen (in Anlehnung an die geltende gesetzliche Vorgabe des „Dipl.-Psych.“ als Zugangsvoraussetzung). Der Studiengang muss mit „Psychologie“ benannt sein (nicht mit „Bindestrich-Psychologie-Abschlüssen“ wie zB. Wirtschafts-, Gesundheits-, Schul-, Rehabilitationspsychologie, Neurokognitive Psychologie usw.)

    Bachelor-Studiengänge in solchen „Bindestrich-Abschlüssen“ sowie der Bachelor in Psychologie der Fernuniversität Hagen erfüllen derzeit nur mit einem aufgesetzten konsekutiven Master in Psychologie einer (Präsenz-) Universität die rechtliche Zugangsvoraussetzung. Ein Vertrauensschutz hinsichtlich künftiger Änderungen besteht für die Betroffenen, die sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Ausführungen auf der Internet-Seite des Regierungspräsidium Stuttgart (am 15.07.2014) bereits in diesen Studiengängen befinden. Bitte legen Sie in diesem Fall den Ausdruck dieser Seite bei Ihrer künftigen Bewerbung sowie bei der späteren Zulassung zur Staatsprüfung vor. Bei Studienbeginn nach dem Zeitpunkt 15.07.2014 erfüllen nur Bachelor und Master einer Universität oder gleichstehenden Hochschulen die rechtliche Zugangsvoraussetzung.

    Diese Ausführungen geben die rechtlichen Voraussetzungen wieder. Die Entscheidung zur Aufnahme zur Ausbildung treffen die staatlich anerkannten Ausbildungsinstitute in Baden-Württemberg. 
  2. ein in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erworbenes gleichwertiges Diplom im Studiengang Psychologie oder
  3. ein in einem anderen Staat erfolgreich abgeschlossenes gleichwertiges Hochschulstudium der Psychologie. 

Bei den Gleichwertigkeitsprüfungen von ausländischen Hochschulabschlüssen in Psychologie werden die obg. Kriterien zum universitären Abschluss (akkreditierte Universität), zum Umfang der Regelstudienzeit (Mindest-Semesterzahl), zum Inhalt (die wesentlichen Fächer aus der deutschen Rahmenordnung Psychologie), und zum Umfang des Faches Klin. Psychologie zugrundegelegt.

Bitte bewerben Sie sich zunächst bei einem staatlich anerkannten Ausbildungsinstitut. Das Ausbildungsinstitut wird bei ausländischen Abschlüssen und klärungsbedürftigen inländischen Abschlüssen eine rechtliche Auskunft zum Vorliegen der Zugangsvoraussetzung vom Regierungspräsidium einholen.

für die Ausbildung zum/zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/in gem. § 5 Abs. 2 Nr. 2 PsychThG

  1. eine der Voraussetzungen nach a. - c. Psychologischer Psychotherapeut 
  2. eine im Inland an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule bestandene Abschlussprüfung in den Studiengängen Pädagogik oder Sozialpädagogik.

    Hierunter fallen: 
    1. - Bachelor-Abschlüsse in Pädagogik, Sozialpädagogik / Sozialer Arbeit, Erziehungswissenschaften, Bildungswissenschaften, Heilpädagogik, Sonderpädagogik (1. Staatsexamen),
      - Sonderschullehramt (1. Staatsexamen), Gymnasiallehramt mit dem Hauptfach Erziehungswissenschaften neben den beiden Unterrichtsfächern.

      Ein Masterabschluss wird aus landeshochschulrechtlichen Gründen von Rechts wegen nicht vorausgesetzt. Den Ausbildungsinstituten bleibt es jedoch unbenommen, einen Masterabschluss für die Aufnahme der Ausbildung vorauszusetzen
    2. Masterabschlüsse in den unter 1. aufgeführten Studiengängen, wobei der vorausgehende Bachelorabschluss in einem pädagogisch ausgerichteten Studiengang abgeschlossen sein muss.

      Bachelor-, Diplom- oder Lehramtsabschlüsse in pädagogisch ausgerichteten Studiengängen (zB Lehramt Grund-Haupt-Realschule mit mindestens 36 SWS pädagogischer Inhalte, Frühe Kindheit, Frühkindliche Bildung, Gesundheitspädagogik, Rehabilitationspädagogik) erfüllen mit einem konsekutiv aufgesetzten Master in einem der unter 1. genannten Studiengänge die rechtliche Zugangsvoraussetzung. Ein Vertrauensschutz hinsichtlich künftiger Änderungen besteht für die Betroffenen, die sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Ausführungen auf der Internet-Seite des Regierungspräsidium Stuttgart (am 15.07.2014) bereits in diesen Studiengängen befinden. Bitte legen Sie in diesem Fall den Ausdruck dieser Seite bei Ihrer künftigen Bewerbung sowie bei der späteren Zulassung zur Staatsprüfung vor. 
    3. Magisterabschlüsse mit Erziehungswissenschaften / Pädagogik als erstes oder zweites Hauptfach.
    4. Abschlüsse in Sozialpädagogik oder Sozialer Arbeit an der Berufsakademie/Duale Hochschule Baden-Württemberg gem. § 1 Abs. 2 Berufsakademiegesetz Baden-Württemberg.

      Diese Ausführungen geben die rechtlichen Voraussetzungen wieder. Die Entscheidung zur Aufnahme zur Ausbildung treffen die staatlich anerkannten Ausbildungsinstitute in Baden-Württemberg. Berufserfahrungen,- tätigkeiten oder praktische Erfahrungen können fehlende Hochschulabschlüsse nicht kompensieren. 
  3. ein in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erworbenes gleichwertiges Diplom in den Studiengängen Pädagogik oder Sozialpädagogik 
  4. oder ein in einem anderen Staat erfolgreich abgeschlossenes gleichwertiges Hochschulstudium. 
Bitte bewerben Sie sich zunächst bei einem staatlich anerkannten Ausbildungsinstitut. Das Ausbildungsinstitut wird bei ausländischen Abschlüssen und klärungsbedürftigen inländischen Abschlüssen eine rechtliche Auskunft zum Vorliegen der Zugangsvoraussetzung vom Regierungspräsidium einholen.

Die Ausbildungen werden an Hochschulen oder anderen Einrichtungen vermittelt, die als Ausbildungsstätten für Psychotherapie/Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie staatlich anerkannt sind.

Durchführung der staatlichen Prüfung

 
Die staatliche Prüfung nach § 5 Abs. 1 Satz 2 des Psychotherapeutengesetzes umfasst einen schriftlichen und mündlichen Teil (§ 8 Abs. 1 PsychTh-APrV/KJPsychTh-APrV).

Der Prüfling legt die Prüfung bei der zuständigen Behörde ab. Zuständig ist die Behörde des Landes, in dem der Prüfling im Zeitpunkt der Antragstellung nach § 7 Abs. 1 an der Ausbildung teilnimmt (§ 8 Abs. 2 PsychTh-APrV).
Landesprüfungsamt für Medizin und Pharmazie (copyright: bittedankeschön, Fotolia)