Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Themenportal »Gesundheit »Medizinstudium im Ausland

Medizinstudium im Ausland

(Ärzte aus Drittstaaten, EU, EWG und der Schweiz)

Gesetzliche Grundlage für die Ausübung des ärztlichen Berufs ist die Bundesärzteordnung (BÄO). Wer die Approbation erwerben will, muss nicht nur eine abgeschlossene ärztliche Ausbildung vorweisen, sondern auch die persönlichen Voraussetzungen für diesen Beruf mitbringen.

Allgemeines

 
Die Sprachnachweise sind grundsätzlich von jedem Antragsteller zu erbringen unabhängig ob es sich um eine Arztausbildung in einem EU-Staat, EWG-Staat oder in einem Drittstaat handelt.

Es sind Sprachkenntnisse der deutschen Sprache im Niveau B2 und Fachsprachkenntnisse im Niveau C1 nachzuweisen.

Auf der Approbationsurkunde werden keine akademischen Grade (z.B. Doktortitel, Bachelor, Master, Diplom) eingetragen, da akademische Grade kein Namensbestandteil sind.

Wir bitten um Verständnis, dass außenstehenden Personen ohne Vorliegen einer entsprechenden Vollmacht keine Auskünfte zum Sachstand eines Anerkennungsverfahrens gegeben werden können.

Antragssteller mit ärztlicher Ausbildung
aus einem EU/EWG Staat oder der Schweiz

Bei ärztlichen Ausbildungen aus Rumänien ist zur automatischen Anerkennung nach Richtlinie 2005/36/EG das Diplom vorzulegen (beglaubigte Kopie). Die von den Hochschulen ausgestellte Abschlußbescheinigung ist nicht ausreichend zur Erteilung der deutschen Approbation. 

Für die dauerhafte Ausübung des Arztberufes wird eine Approbation benötigt. Bitte reichen Sie die Unterlagen gemäß dem Antrag per Post ein.


Bitte beachten Sie, dass bei nicht EU-Bürgern mit Ausbildung in einem EU-Staat eine Bearbeitung der übersandten Dokumente (hierunter fällt beispielsweise auch die Überprüfung der Antragsunterlagen auf Vollständigkeit) erst dann erfolgen kann, wenn die örtliche Zuständigkeit des Regierungspräsidiums Stuttgart gegeben ist.
Auf die Erforderlichkeit der Glaubhaftmachung, dass der ärztliche Beruf in Baden-Württemberg ausgeübt werden soll, wird im Einzelfall nicht mehr explizit hingewiesen.

Antragssteller mit ärztlicher Ausbildung
aus einem Drittstaat

(nicht in Deutschland, EU, EWG und der Schweiz)

Nach der Bundesärzteordnung (BÄO) ist für die Erteilung der Approbation die Gleichwertigkeit des ausländischen Medizinstudiums mit dem aktuellen deutschen Medizinstudium Voraussetzung. Die Approbation ist - bei Nachweis der sonstigen Voraussetzungen wie der vollständig abgeschlossenen medizinischen Ausbildung, gesundheitlicher Eignung, Straffreiheit, ausreichender deutscher Sprachkenntnisse - zu erteilen, wenn ein gleichwertiges Studium nachgewiesen wird.

Um Ihnen eventuell unnötige Beglaubigungen und Übersetzungen zu ersparen, bitten wir Sie uns zur Beurteilung des Sachverhalts des Einzelfalls und des Medizinstudiums zunächst die folgenden Unterlagen per Post vorzulegen, um Sie im weiteren Verfahren zielorientiert beraten zu können:

  • formloser Antrag mit aktuellen Kontaktdaten (alternativ kann auch der Antragsvordruck verwendet werden)
  • Glaubhaftmachung darüber, dass der ärztliche Beruf in Baden-Württemberg ausgeübt werden soll (z. B. Schreiben eines potentiellen Arbeitgebers, dass Interesse an einer Anstellung des Antragstellers/der Antragstellerin besteht)
  • Identitätsnachweis (vom Bürgermeisteramt/ Notar amtlich beglaubigte Kopie des Personalausweises oder Reisepasses)
  • tabellarischer Lebenslauf mit Datum und Unterschrift
  • geeignete Nachweise über die im Ausland abgeschlossene ärztliche Ausbildung v.a. Diplom, Fächerindex, Berufszulassung aus dem Studienland, ggf. Nachweise über abgeleistete Praktika (Internatur, Ordinatur, etc.) 
  • Berufszulassung aus dem Studienland
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung / Certificate of Good Standing aus dem Land, in dem der Beruf als Arzt ausgeübt wird/wurde
  • polizeiliches Führungszeugnis aus dem Herkunfts-/Studienland

Die Unterlagen sind als beglaubigte Kopie mit amtlicher Übersetzung einzureichen. Im weiteren Verlauf des Verfahrens können noch weitere Unterlagen nachgefordert werden. Es besteht unter Umständen die Möglichkeit, Ihnen eine fachlich eingeschränkte Berufserlaubnis nach § 10 Abs. 2 BÄO zu erteilen. Diese Berufserlaubnis deckt keine Assistenzarzttätigkeit ab. Tätigkeiten mit dieser Berufserlaubnis sind nicht defizitkompensierend und keine Tätigkeiten im Sinne der Weiterbildungsordnung.
Bei Übersendung einer geeigneten Stellenzusage einer Klinik/ eines Krankenhauses in Baden-Württemberg und des Antrages mit den dazugehörigen Unterlagen kann diese Erlaubnis erteilt werden. Ausreichende deutsche Sprachkenntnisse sind vorab nachzuweisen.

Bitte beachten Sie, dass eine inhaltliche Überprüfung der übersandten Dokumente (hierunter fällt beispielsweise auch die Überprüfung der Antragsunterlagen auf Vollständigkeit) erst dann erfolgen kann, wenn die örtliche Zuständigkeit des Regierungspräsidiums Stuttgart gegeben ist.
Auf die Erforderlichkeit der Glaubhaftmachung darüber, dass der ärztliche Beruf in Baden-Württemberg ausgeübt werden soll, wird im Einzelfall nicht mehr explizit hingewiesen.

Bitte beachten Sie, dass die Gebühr für die Approbation ab dem 01.09.2017 450 EUR beträgt.