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Auspuff eines Autos, Quelle: Fotolia

Luftreinhaltung

Aktuell: Luftreinhaltepläne in den Regierungsbezirken

Zuständige Stellen für die Erstellung von Luftreinhalteplänen nach § 47 BImSchG sind in Baden-Württemberg die Regierungspräsidien.
Klicken Sie auf Ihren Bezirk, um weitere Informationen zu den einzelnen Luftreinhalteplänen zu erhalten:

Regierungsbezirkskarte Karlsruhe Freiburg Stuttgart Tübingen  

Hintergrund: Zum Schutz Ihrer Gesundheit!

Nach § 47 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes entsteht die Pflicht zur Aufstellung oder Fortschreibung eines Luftreinhalteplanes dann, wenn die gesetzlich festgelegten Grenzwerte für Feinstaub (PM10) oder Stickstoffdioxid (NO2) über das zulässige Maß hinaus überschritten werden. Die Grenzwertüberschreitung muss durch eine mindestens über die Dauer eines Kalenderjahres durchgeführten Messung mit einer Messstelle nachgewiesen werden.

Die Grenzwerte

Immissionsgrenzwerte sind in der „39. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz“ vom 02.08.2010 (39. BImSchV) festgelegt. Aktuell bereitet in der Regel vor allem die Einhaltung der Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid Probleme, weshalb diese Schadstoffe besondere Beachtung finden.

Feinstaub (PM10)

Der Tagesmittelwert für Feinstaub von 50 µg/m³ darf pro Jahr höchstens an 35 Tagen überschritten werden. Der Grenzwert für das Jahresmittel liegt bei 40 µg/m³.

Stickstoffdioxid (NO2)

Der Tagesmittelwert für Stickstoffdioxid von 200 µg/m³ darf pro Jahr höchstens an 18 Tagen überschritten werden. Der Grenzwert für das Jahresmittel liegt bei 40 µg/m³.

Die durch das Land Baden-Württemberg beauftragten Messungen werden von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) durchgeführt. Die Kommunen, in denen Messungen durchgeführt wurden oder derzeit noch gemessen wird, sind auf der Internetseite der LUBW aufgeführt. Dort können auch einzelne Luftschadstoffmesswerte abgerufen werden.

Wichtige Links zu aktuellen Messwerten:

Maßnahmen zur Luftreinhaltung

Um die Immissionsbelastung mit Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2) zu verringern, sind im Rahmen der Luftreinhalteplanung verschiedene Maßnahmen zu entwickeln, die alle Verursachergruppen, vor allem jedoch den motorisierten Straßenverkehr, miteinbeziehen. Die Umweltzone ist die Maßnahme, die am häufigsten zum Einsatz kommt. Es sind aber auch Geschwindigkeitsreduzierungen oder die Einführung von Lkw-Durchfahrtsverboten auf einzelnen Straßenabschnitten oder in großen Gebieten möglich. Bevor eine Maßnahme eingeführt wird, muss deren positive Wirkung auf die Luftsituation jedoch nachweisbar belegt sein. Darüber hinaus ist die Öffentlichkeit bei der Aufstellung der Pläne zu beteiligen.

Geeignete Maßnahmen werden in den sogenannten Luftreinhalteplänen festlegt. Sie sollen dazu beitragen, die Luftbelastung dauerhaft so zu verbessern, dass der Immissionsgrenzwert eingehalten werden kann. Zuständige Stellen für die Erstellung von Luftreinhalteplänen nach § 47 BImSchG sind in Baden-Württemberg die Regierungspräsidien. Die LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg stellt hierfür die Grundlagen auf der Basis des Emissionskatasters sowie Immissionsmessungen, Ursachenanalysen, Immissionsprognosen und Maßnahmenbewertungen zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Thema Luftreinhaltung:

Umweltzone

Die bestehenden Umweltzonen dürfen mittlerweile nur noch mit Fahrzeugen der Schadstoffklasse 4 (grüne Plakette) befahren werden. Der Erhalt einer grünen Plakette für ein Fahrzeug richtet sich nach der 35. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (35. BImSchV). Falls ein Fahrzeug nicht die Plakette erlangt, welche es zur Einfahrt in die Umweltzone benötigt, besteht oftmals die Möglichkeit der Nachrüstung (Partikelfilter).

Unter bestimmten Voraussetzungen können Ausnahmegenehmigungen für Fahrten innerhalb von Umweltzonen erteilt werden. Die Kriterien sind im Ausnahmekonzept des Verkehrsministeriums  Baden-Württemberg (VM) enthalten. Für die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen sind die Landratsämter (bei den Landkreisen) bzw. die Städte (bei den Stadtkreisen), in denen die Umweltzone liegt, zuständig.

Ausnahmeregelung_Umweltzone.pdfAusnahmen von Fahrverboten in den baden-württembergischen Umweltzonen nach der 35. BImSchV (PDF, 361 kB)

Wichtige Links:

Nicht nur der Verkehr...

…auch andere Quellengruppen, wie z. B. Feuerungsanlagen oder Industrie, tragen zur Schadstoffbelastung der Luft bei. Daher erstellt die LUBW Verursacheranalysen, für die die Ursachen der Luftbelastung an einer Messstelle untersucht werden. Dabei werden sowohl die Beiträge verschiedener Gruppen von Schadstoffquellen (z. B. Verkehr, Hausbrand und Industrie) als auch die Entfernung der Quellen zum belasteten Ort (lokale Belastung, Hintergrund) berücksichtigt.

Besonders hervorzuheben sind Holzfeuerungsanlagen, die in Stadtgebieten ebenfalls erheblich zur Feinstaubbelastung beitragen können. Vor allem bei austauscharmen Wetterlagen in den Wintermonaten können sich die Abgase aus Holzfeuerungen in der bodennahen Atmosphäre bedenklich anreichern. Hier hat der Bund den Handlungsbedarf erkannt und die Novellierung der Verordnung für kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) durchgeführt. Sie soll ermöglichen, dass der klimafreundliche Brennstoff weiter eingesetzt werden kann.

Wichtige Links:

Hintergrund 

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Hintergrund 

Unser Tipp


Mit dem Verzicht auf den Betrieb von Einzelraumzusatzöfen und mit weitgehender Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln - insbesondere bei kritischen Wetterlagen - kann jeder einen nennenswerten Beitrag zur Luftreinhaltung leisten.