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Grundwasserschutz

In Baden Württemberg werden etwa 75 Prozent des Trinkwassers aus Grundwasser gewonnen. Die Beschaffenheit und die zur Verfügung stehende Menge des Grundwassers sind daher wichtige Informationen für die Trinkwasserversorgung. Denn nach Möglichkeit soll das Grundwasser ohne aufwändige Aufbereitung für die Trinkwasserversorgung zur Verfügung stehen.

Deshalb werden an rund 2.700 Messstellen im Land Daten zur Grundwassermenge und Grundwasserbeschaffenheit erfasst und ausgewertet. Die Ergebnisse dieser Grundwasserüberwachungen sind auf der Internetseite der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) einsehbar.

Grundwasserschutz in der EG-Wasserrahmenrichtlinie

Neben den Oberflächengewässern steht ist in der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) auch das Grundwasser im Fokus. Auf Grundlage der 14 in Baden-Württemberg vorkommenden „Hydrogeologischen Teilräume“ wurden sogenannte Grundwasserkörper abgegrenzt. Für diesen Bezugsrahmen ist als Ziel der „gute Zustand“ definiert. Mengenmäßige und chemische Parameter dienen dem Schutz des Grundwassers und der Sicherung als Trinkwasserressource. Neben einem Verschlechterungsverbot sollen gefährdete Grundwasserkörper verbessert und saniert werden.

Gefährdete Grundwasserkörper

Im Rahmen der Bestandsaufnahme 2013 wurden die maßgeblichen Nutzungen und Belastungen im Grundwasser analysiert. In Abhängigkeit der Belastungssituation sind 23 gefährdete Grundwasserkörper (gGWK) ausgewiesen worden, davon sind zwölf in schlechtem Zustand.

Der mengenmäßige Zustand des Grundwassers in Baden-Württemberg ist zufriedenstellend. In Baden-Württemberg ist liegt die natürliche Neubildung aus dem Niederschlag deutlich über der Entnahme von Grundwasser. Die Grundwasservorkommen sind allerdings nicht gleichmäßig über das Land verteilt, so dass zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung v. a. in den Ballungszentren vier große überregionale Fernwasserversorgungen betrieben werden.

Die wichtigsten Belastungsursachen sind

  • Punktquellen, wie zum Beispiel Altlasten,
  • diffusen Quellen, wie zum Beispiel der Eintrag von Nitrat, Pflanzenschutzmitteln oder Chlorid (Salz), und
  • Wasserentnahmen.

Es wurden 22 gGWK hinsichtlich Nitrats und ein gGWK hinsichtlich Chlorids ausgewiesen. Die größte Belastung des Grundwassers stellt der flächenhafte diffuse Eintrag von Nitrat aus landwirtschaftlichen Bereichen, insbesondere aus dem Ackerbau dar. In Arbeitskreisen auf Ebene der Regierungspräsidien und der Landratsämter werden entsprechende Maßnahmen erarbeitet. Den Schwerpunkt bilden darin landwirtschaftliche Maßnahmen der EU-Förderkulisse.

Karte gefährdete Grundwasserkörper

Weiterführende Informationen:

Für die gefährdeten Grundwasserkörper (gGWK) wurde durch die LUBW ein Gesamtbericht zur Zustandsbewertung des Grundwassers und Risikoanalyse erstellt. (Finden Sie demnächst hier!)

Auf Ebene der Teilbearbeitungsgebiete sind die gGWK als Steckbriefen in den TBG-Berichten dargestellt. Die gGWK-Steckbriefe enthalten die Gefährdungslage und mögliche Maßnahmen.
Hier gelangen Sie auf die TBG-Berichte

EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Hintergrund 

Hier gelangen Sie direkt zu den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern bei Fragen zum Thema Grundwasser