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Projekt des Hochwasserschutzes im Bereich des Rheins am Regierungspräsidium Freiburg

Kulturwehr Breisach

Kulturwehr BreisachVerfahrensstand: Raumordnungsbeschluss liegt vor; Planfeststellungsbeschluss liegt vor
Genehmigung frz. Seite liegt vor; Baubeginn mit symbolischem Spatenstich am 27. Juni 2013
Fläche: 505 ha
Lage: Rh-km 219.0 - 224,8
Max. Retentionsvolumen: 9,3 Mio m³

Das Kulturwehr Breisach wurde zur Stützung des Grundwassers nach Planfeststellung vom 12.12.1960 gebaut und 1965 in Betrieb genommen. Nach einer Betriebszeit von über 40 Jahren wird die gesamte Wehranlage seit 2005 nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik grundsaniert (Faltblatt Sanierung KWB).

Der zukünftige Hochwasserrückhalteraum  im Oberwasser des Wehres wird im Norden in Richtung Breisach durch einen Flügeldamm, im Osten durch den Rheinhauptdamm III und im Westen durch einen Hochwasserdamm auf dem französischen Rheinufer begrenzt. Im Süden reicht der Überflutungsraum bis Rh-km 219,0 (Franzosenweg). Der Raum wird überwiegend forstwirtschaftlich, in geringem Umfang auch landwirtschaftlich genutzt.

Sachstand

Mit dem Spatenstich im Juni 2013 haben die Bauarbeiten begonnen (INFOblatt 1). Gleichzeitig mit dem Bau der ersten Schutzbrunnen und der Durchführung von Pumpversuchen (INFOblatt 2)  erfolgten die Sanierungsarbeiten an den Dämmen (INFOblatt 3). Die Anpassungsmaßnahmen der Sport- und Freizeitanlagen sind (INFOblatt 4) abgeschlossen. Alle vier Einlassbauwerke, der Fischpass am Möhlinwehr und eine Vielzahl an Einzelmaßnahmen innerhalb des Rückhalteraums wurden mittlerweile fertiggestellt (INFOblatt 5). Auch die Strom- und Rohrleitungen, die für den Betrieb der Schutzbrunnen erforderlich sind, wurden verlegt (INFOblatt 6).

Aktuelles

Alle vier Einlassbauwerke sind gebaut. Sie dienen künftig der Flutung des Rückhalteraumes bei Hochwassereinsatz. Zwei dieser Bauwerke wurden mit naturnahen Fischpässen ausgestattet. Zusammen mit dem Fischpass am Möhlinwehr können Fische und andere Wasserlebewesen nun wieder ungehindert von der Möhlin über das im Rückhalteraum ausgebaute Gewässernetz in den Rhein gelangen. Auch für andere Tierarten wurden Maßnahmen getroffen. Für das Wild wurden Rückzugsorte und höher gelegte Bereiche geschaffen. Neue Lebensräume erhielten geschützte Arten wie der Kammmolch oder die Zauneidechse (INFOblatt 7). 

Vor Inbetriebnahme des Rückhalteraums ist der Bau der restlichen Brunnen in Hochstetten und Breisach sowie in Vogelgrun (F) und Geiswasser (F) notwendig. 

Um die Brunnenanlagen sicher betreiben zu können, wird derzeit eine regionale Steuerzentrale im ehemaligen Ionosphäreninstitut errichtet.


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Ansprechpartner


Sebastian Kober
Referat 53.3
Projektgruppe Freiburg
Telefon  0761 208-4498
EMail sebastian.kober@rpf.bwl.de