Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Projekt des Hochwasserschutzes im Bereich des Rheins am Regierungspräsidium Freiburg

Elzmündung

ElzmündungFläche: 469 ha
Lage: zwischen Rh-km 260,0 und Rh-km 268,5
Max. Retentionsvolumen: 5,3 Mio m³

Der Raum wird im Westen von der Stauhaltung Gerstheim und im Osten von den Rheinhauptdämmen VI und VII begrenzt. Im Norden geht er in die bei Hochwasser frei überflutete Fläche unterhalb des Stauwehres Gerstheim über. Die vor 1967 bei Hochwasser überfluteten Bereiche werden heute überwiegend forstwirtschaftlich genutzt. Östlich des Rheinhauptdammes VI (Bereich Naturschutzgebiet Taubergießen) liegen größere landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Verfahrensstand: Der Verwaltungsgerichtshof (VGH-BW) hat die Revision gegen sein Urteil nicht zugelassen. Hiergegen wurde Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat die Beschwerde im September 2014 zurückgewiesen. Das Urteil des VGH-BW ist damit rechtskräftig.

Im ergänzenden Verfahren hat die Genehmigungsbehörde am 20.11.2014 den Ergänzungsbeschluss erlassen. Das Land setzt den Bau des Rückhalteraumes Elzmündung nun zügig fort.



  Aktuelle Grundwasserstände (Datenfernübertragung)
Seitenanfang

Sachstand

Der Hochwasserrückhalteraum Elzmündung wurde als ein wesentlicher Bestandteil der Maßnahmen des IRP am 20.12.2007 durch das Landratsamt Ortenaukreis genehmigt. Die bauvorbereitenden Maßnahmen begannen im Jahr 2008, ebenso der Bau des ersten Schutzbrunnens in Nonnenweier. Im Jahr 2009 ist ein erster Pumpversuch durchgeführt worden, der - begleitet durch ein umfangreiches Messprogramm - zur Überprüfung der Planungsparameter diente. In 2010 und 2011 fanden weitere Erkundungsbohrungen mit anschließendem Ausbau weiterer Schutzbrunnen in Nonnenweier und Pumpversuche statt, die ein umfassendes Bild des Untergrundes liefern. Zusätzlich wurde 2011 ein erster Schutzbrunnen in Kappel gebaut und mit der Sanierung des Hochwasserdamms VII begonnen.

Aufgrund der Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim vom 02.11.2011 konnten die begonnenen Baumaßnahmen nicht fortgesetzt werden. Die Maßnahmen mussten bis zum Ergänzungsbeschluss vom 20.11.2014, mit dem die vom Verwaltungsgericht Freiburg geforderten Nachbesserungen des Planfeststellungsbeschlusses behoben wurden, ruhen.

Die Baumaßnahmen wurden im Januar 2015 wieder aufgenommen. Einen Zeitstrahl zur Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit für den IRP-Hochwasserrückhalteraum Elzmüdung finden Sie hier.

Seitenanfang

Baumaßnahmen 2017

Der dritte Newsletter ( Baustelleninformation Nr. 3  elzmuendung-baustelleninfo-nr3-deu.pdfdeutschelzmuendung-baustelleninfo-nr3-franz.pdffranzösich) wurde im Februar versandt.

Der vierte Newsletter wurde im Juli ( Baustelleninformation 4 deutsch / 2017-07-14-ELZM-Baustellen-InfoNr_4_Endfassung-F.pdffranzösisch) versandt.

Die Bauarbeiten zur elzmuendung-abschlussdamm.pdfErstellung des Abschlussdamms mit drei neuen Auslassbauwerken haben Ende Juni 2017 begonnen.

Am 20.07.2017 fand ein Tag der offenen Baustelle statt.
Seitenanfang

Baumaßnahmen 2016

Im Januar 2016 wurde mit den Spundwandarbeiten am Rheinseitendamm und damit mit dem eigentlichen Bau des zentralen Einlassbauwerks begonnen. Während der Bauzeit des Einlassbauwerks kommt es zeitweise zu Beeinträchtigungen im Bereich der Baustellen und entlang der Baustraßen. Der Leinpfad ist während der Bauzeit voraussichtlich bis Ende 2017 zwischen der Rheinfähre Kappel und der Ortslage Wittenweier gesperrt. Der überregionale Fuß- und Radwanderweg wird in dieser Zeit umgeleitet. Über die Streckenführung wurde über die Presse informiert; diese kann dem Umleitungsschild (Umleitung Fuß- und Radweg) entnommen werden. Im Februar wurden jeweils eine Bauinformationstafel in deutsch und französisch (Bauinfoelzmuendung-bauinfotafel-einlassbauwerk-deu.pdfdeutsch / elzmuendung-bauinfotafel-einlassbauwerk-franz.pdffranzösich) vor Ort aufgestellt.

Auf Gemarkung Kappel wurden gleich zu Beginn des Jahres mehrere Maßnahmen des Landschaftspflegerischen Begleitplanes umgesetzt. Die Reaktivierung des Richter’schen Grabens und die Aufwertung bzw. Herstellung von Amphibiengewässern konnten bis Ende März abgeschlossen werden. Ebenso wurde mit den Rodungen entlang des Hochwasserdammes VI im Winter umgesetzt.

Die Sanierung der historischen Einlaufschleuse in den Mühlbach bei Wittenweier konnte Ende März erfolgreich abgeschlossen werden. Beim Gemeindebesuch von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer in Schwanau am 13.04.2016 wurde ein restaurierter historischer Sandstein mit den Hochwassermarken an der Einlaufschleuse gesetzt.

Ende Januar wurde mit dem Bau zweier Schutzbrunnen in Wittenweier mit nachfolgenden Pumpversuchen begonnen. Hierzu wurde eine elzmuendung-bauinfotafel-schutzbrunnen-wittenweier.pdfBauinformationstafel vor Ort aufgestellt. Am 09.06.2016 hat das Regierungspräsidium Freiburg einen Tag der offenen Baustelle an den Schutzbrunnen bei Wittenweier mit positiver Resonanz veranstaltet. Im Sommer konnten die beiden Pumpversuche abgeschlossen werden.

Im Mai wurde der erste Newsletter über den Baufortschritt des Rückhalteraumes Elzmündung ( Baustelleninformation Nr. 1 elzmuendung-baustelleninfo-nr1-deu.pdfdeutsch / elzmuendung-baustelleninfo-nr1-franz.pdffranzösisch) per Mail an den Polderbeirat und weitere Interessierte verteilt. Der Newsletter wird in unregelmäßigen Abständen je nach Baufortschritt in deutscher und französischer Sprache veröffentlicht. Der zweite Newsletter ( Baustelleninformation Nr. 2 elzmuendung-baustelleninfo-nr2-deu.pdfdeusch / elzmuendung-baustelleninfo-nr2-franz.pdffranzösisch) wurde im August versandt.

Im Juni begannen die Erdarbeiten zur Sanierung des Hochwasserdammes VI.

Im Juli begann die Umgestaltung des Mündungsbereichs des Ottenheimer Altrheins auf Gemarkung Ottenheim. Am 21.07.2016 hat das Regierungspräsidium Freiburg einen Tag der offenen Baustelle mit positiver Resonanz veranstaltet. Hierzu wurde auch eine elzmuendung-bauinfotafel-bw7.31.pdfBauinformationstafel vor Ort aufgestellt. Die Gesamtmaßnahme konnte bis Ende 2016 weitestgehend abgeschlossen werden. Restarbeiten mussten auf Grund der schlechten Wetterverhältnisse ins nächste Jahr verschoben werden.

Im August wurde mit einer weiteren Maßnahme des Landschaftspflegerischen Begleitplanes, der Verengung des Altrheinzuges auf Gemeindegebiet Rhinau – begonnen. Bis Ende des Jahres konnten zwei Buhnenpaare (Einengungen des überbreiten Gewässers) fertiggestellt werden. Ziel ist es die Strömungsvielfalt in diesem Gewässerabschnitt zu verbessern. Der Bau weiterer Buhnen folgt in 2017.

Am 24.10.2016 fand die mündliche Verhandlung beim Verwaltungsgericht Freiburg (VG) zur Klage gegen den Ergänzungsbeschluss vom 20.11.2014 statt. Gegenstand der Verhandlung waren Fragen zum Grundwassermodell und zur Trinkwasserversorgung. Am 24.10.2016 erging das Urteil des VG. Die Klagen wurden abgewiesen und die Berufung nicht zugelassen.

Seitenanfang

Baumaßnahmen 2015

Gegen den Ergänzungsbeschluss des Landratsamtes vom 20.11.2014 wurde wiederum im Januar 2015 Klage von der Gemeinde Schwanau und weiteren Privaten beim Verwaltungsgericht Freiburg eingereicht. Die Klagebegründungen wurden im Juni 2015 dem Gericht vorgelegt. Eine Verhandlung beim Verwaltungsgericht Freiburg wurde noch nicht terminiert.

Die unterbrochenen Baumaßnahmen zur Sanierung des Hochwasserdammes VII bei Schwanau und des Brunnenbaues mit Pumpversuchen in Kappel wurden aufgrund des vorliegenden Ergänzungsbeschlusses und des genehmigten Sofortvollzugs im ersten Quartal 2015 wieder aufgenommen. Hierzu informierte das Regierungspräsidium Freiburg seit Anfang des Jahres die Gemeinden und ihre Bürgerinnen und Bürger in Bürgerversammlungen, Pressemitteilungen und Infoblättern über die nächsten Schritte.

In öffentlichen Veranstaltungen in Rhinau (14.01.2015) und in Grafenhausen (23.02.2015) wurde über die anstehenden Maßnahmen auf den jeweiligen Gemarkungen/Grundstücken informiert. Alle Haushalte in Kappel-Grafenhausen erhielten vorab ein aktualisiertes Informationsblatt (Infoblatt 4.1) zum Brunnenbau mit Pumpversuchen in Kappel. Auch in Schwanau wurden die Bürgerinnen und Bürger durch ein neues Informationsblatt (Infoblatt 3.1) über die Fortführung der Sanierung des Hochwasserdammes VII informiert.

Des Weiteren wurden mit dem Polderbeirat gewohnt frühzeitig Informationen ausgetauscht, mit dem eine enge Abstimmung erfolgt. Bislang sind neben den Gemeinden Rhinau und Kappel-Grafenhausen die Bürgerinitiative „Trockene Keller“, Landwirte, Förster, Fischer und Jagdpächter im Polderbeirat vertreten. Darüber hinaus hat das Regierungspräsidium Freiburg am 23.04.2015 einen Tag der offenen Baustelle am Hochwasserdamm VII bei Schwanau mit positiver Resonanz veranstaltet.

Der feierliche Spatenstich für den Rückhalteraum in Verbindung mit dem Baubeginn für das zentrale Einlassbauwerk fand am 24.07.2015 statt. Zum Baubeginn des neuen Einlassbauwerks auf Grund und Boden der französischen Gemeinde Rhinau – die auf deutschem Hoheitsgebiet liegt - wurde ein Informationsblatt (Infoblatt 5 in Deutsch und Französisch) an alle Haushalte von Schwanau, Kappel-Grafenhausen und Rhinau verteilt.

Die Sanierung der historischen Einlaufschleuse am Mühlbach bei Wittenweier wurde im September 2015 begonnen. Am 20.11.2015 hat das Regierungspräsidium Freiburg einen Tag der offenen Baustelle an der Sanierungsbaustelle bei Wittenweier mit positiver Resonanz veranstaltet.

Um sich ein Bild von den laufenden und geplanten ökologischen Maßnahmen auf den Gemarkungen Kappel-Grafenhausen und Rhinau zu machen, hat das Regierungspräsidium Freiburg den Polderbeirat vor Ort eingeladen. Neben der Konzeptvorstellung zur Reaktivierung des Richtergrabens und den im Winter anstehenden Rodungsmaßnahmen am Hochwasserdamm VI wurde die Baustelle zur Verengung des Altrheinzuges südlich der L103 besichtigt.

Seitenanfang

Maßnahmen in den Jahren 2012 - 2014

Aufgrund des andauernden Klageverfahrens konnten in den Jahren 2012 – 2014 keine Maßnahmen umgesetzt werden.
Im August 2012 wurde das erforderliche Ergänzungsverfahren eingeleitet. Am 09.04.2014 fand der Erörterungstermin zum Ergänzungsverfahren statt.

Parallel zum Ergänzungsverfahren wurde gegen die Urteile des Verwaltungsgerichts Freiburg beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) Berufung eingelegt. Der VGH hat in zweiter Instanz mit Beschluss vom 23.09.2013 die Berufungen abgewiesen und die Revision nicht zugelassen.

Dagegen wurde wiederum Nichtzulassungsbeschwerde erhoben. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in dritter Instanz hat diese Beschwerde am 19. September 2014 zurückgewiesen. Die Urteile des VGH sind damit rechtskräftig geworden.

Das Landratsamt Ortenaukreis hat mit Ergänzungsbeschluss vom 20.11.2014 den letzten Verfahrensschritt abgeschlossen. Gegen den Ergänzungsbeschluss wurde Klage vor dem Verwaltungsgericht eingereicht.

Die Wiederaufnahme der unterbrochenen vorbereitenden Baumaßnahmen zur Sanierung des Hochwasserdammes VII bei Schwanau und des Brunnenbaues mit Pumpversuchen in Kappel wurden für das neue Jahr vorbereitet.
Seitenanfang

Maßnahmen im Jahr 2011

Im März 2011 haben das Regierungspräsidium Freiburg und die Gemeinde Kappel-Grafenhausen eine Vereinbarung abgeschlossen, um den Bau des Rückhalteraumes Elzmündung in einem konstruktiven Miteinander zu gestalten. Für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wurde ein „Polderbeirat“ eingerichtet, in dem sich das Regierungspräsidium als Bauherr, die Gemeinden und alle vom Bau des Rückhalteraumes betroffenen Interessensvertreter austauschen können. Neben den Gemeinden Kappel-Grafenhausen und Rhinau sind bislang die Bürgerinitiative „Trockene Keller“, Landwirte, Förster, Fischer und Jagdpächter im Polderbeirat vertreten.
Im September 2011 wurde mit der Sanierung des Hochwasserdammes VII im Bereich von Nonnenweier begonnen. Alle Haushalte in Schwanau erhielten hierzu vorab ein Informationsblatt (Infoblatt 3.1). Zudem wurden die Bürger über die örtliche Presse informiert.
Im Herbst wurde in Kappel mit dem Bau eines Brunnens der zukünftigen Brunnengalerie begonnen, um anschließend Pumpversuche durchzuführen. Mit dem Grunderwerb für ökologische Ausgleichsmaßnahmen im Bereich des Richterschen Grabens auf Gemarkung Kappel wurde ebenfalls begonnen. Alle Haushalte in Kappel-Grafenhausen erhielten hierzu vorab ein Informationsblatt (Infoblatt 4.1). Zudem wurden die Bürger über die örtliche Presse informiert.
Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim im Klageverfahren um den Rückhalteraum Elzmündung mussten die begonnenen Arbeiten zunächst eingestellt werden.
Seitenanfang

Maßnahmen im Jahr 2010

Anfang 2010  wurden weitere vier Erkundungsbohrungen in Nonnenweier  vorgenommen und im Umfeld der Brunnenstandorte Grundwasssermessstellen errichtet. Die Pumpversuche fanden auf Grundstücken der Gemeinde oder Privater statt, die Zustimmung der Eigentümer war erforderlich.  
Das Verwaltungsgericht Freiburg hat in erster Instanz mit Urteil vom 31.08.2010 grundsätzlich den Planfeststellungsbeschluss bestätigt, aber dabei ergänzende Untersuchungen zu zwei Schneckenarten und zum Grundwassermodell gefordert.

Seitenanfang

Maßnahmen im Jahr 2009

Der Brunnen selbst konnte Anfang 2009, basierend auf den Erkenntnissen der Kernbohrung, errichtet werden. Danach erfolgte die Entsandung des Brunnens. Mit den Pumpversuchen wurden die Leistungsfähigkeit der Brunnen und die Parameter ermittelt, mit denen die Daten des Grundwassermodells verglichen und überprüft wurden. Die Auswertungen der durchgeführten Pumpversuche haben dabei die Annahmen des Grundwassermodells bestätigt. Damit war sichergestellt, dass die privaten Wasserversorgungsanlagen unbeeinträchtigt bleiben und keine Schäden an Gebäuden auftreten werden Begleitend zu dem Pumpversuch  wurde ein umfangreiches Messprogramm zur Erfassung der Grundwasserstände im weiteren Umfeld des Pumpversuchsstandortes gestartet. Zusätzlich erfolgten vor und während des Pumpversuchs Analysen von Wasserproben aus dem unmittelbaren Umfeld des Standortes. Darüber hinaus wurde eine freiwillige Beweissicherung von Seiten der Vorhabensträgerin am nächstgelegenen Gebäude durchgeführt.
Die Ergebnisse des Pumpversuchs dienten der Überprüfung der dem Grundwassermodell zu Grunde liegenden Parameter. Die Erkundung der Untergrundverhältnisse wurde fortgesetzt. Ergebnisse des ersten Pumpversuches in Kürze:
Die Auswertungen des durchgeführten Pumpversuches bestätigten die Annahmen des Grundwassermodells für den Rückhalteraum Elzmündung. Die Durchlässigkeitsbeiwerte im Umfeld des Brunnens entsprachen den Werten im geeichten Grundwassermodell (Infoblatt 2).
Der Pumpversuch wurde auf einem landeseigenen Grundstück in Nonnenweier vorgenommen.  Um weitere Informationen für ein Gesamtbild der örtlichen Verhältnisse des Grundwasserleiters zu erhalten, war es wichtig, die lokalen Durchlässigkeitsbeiwerte durch weitere Pumpversuche an den geplanten Brunnengalerien zu ermitteln.

Seitenanfang

Maßnahmen im Jahr 2008

Nach Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses  wurden die Gespräche mit den Gemeinden im Mai 2008 wieder aufgenommen, um in erster Linie mit den Gemeinden die weitere Vorgehensweise zu besprechen.
Entsprechend der aktuellen Planung begannen die bauvorbereitenden Maßnahmen:

  • Grunderwerbsverhandlungen
  • Geotechnische Erkundungen der Hochwasserdämme
  • Planung der Pumpversuche für die Schutzmaßnahmen in den Ortslagen Nonnenweier, Wittenweier und Kappel
  • Planung der Herstellung der Fischdurchgängigkeit im Altrheinzug


Der Bau des ersten Schutzbrunnens in Nonnenweier  begann Ende September. Alle Haushalte in Schwanau und Kappel-Grafenhausen erhielten hierzu ein Informationsblatt. (Infoblatt 1). Zudem wurden die Bürger über die örtliche Presse informiert. Zur Umsetzung des ersten Brunnenbaus mit nachfolgendem Pumpversuch erstellte die Vorhabensträgerin einen Planungsbericht in enger Abstimmung mit dem Landratsamt Ortenaukreis sowie weiteren Fachbehörden. Dieser enthielt alle wichtigen Ausführungsdetails zur Umsetzung des Pumpversuchs und wurde der Gemeinde Schwanau vorgelegt.
Zunächst  wurde 2008 eine Kernbohrung an der Stelle des künftigen Schutzbrunnens  vorgenommen, um ein genaues Bild über den Untergrundaufbau zu bekommen. Die Ergebnisse der Kernbohrung dienten dem Ausbau des zukünftigen Schutzbrunnens. Dieses abgestufte Vorgehen gewährleistet, dass die Schutzbrunnen, z. B. speziell was Tiefe und Verfilterung betrifft, an die lokalen Untergrundverhältnisse angepasst werden können.

Seitenanfang

Fragen und Antworten Standort Elzmündung

 
 
 
Abschnittsanfang
Welcher Hochwasserschutz besteht heute für die Gemeinde Schwanau bei Rheinhochwasser?
Mit dem Bau der Staustufe Gerstheim wurde der Hochwasserschutz der Gemeinde Schwanau im Vergleich zu früheren Verhältnissen deutlich verbessert. Bei Hochwasser werden heute nur noch die Flächen des Rheinwaldes im Bereich der Ortschaften Ottenheim und Nonnenweier überflutet.
 
Der Hochwasserdamm VIII, der die heutige Überflutungsfläche des Rheins nördlich des Rückhalteraumes Elzmündung im Bereich der Ortschaft Ottenheim begrenzt, wurde in den Jahren 1995 und 2000/2001 saniert und teilweise erhöht. Der Damm schützt damit vor Rheinabflüssen bis zu 4.800 m³/s. Mit dieser Sanierung wurde für die Ortschaft Ottenheim ein mindestens 200-jährlicher Hochwasserschutz geschaffen.
 
Die Unterlieger nördlich von Iffezheim werden eine solche 200-jährliche Hochwassersicherheit erst wieder zurückerhalten, wenn alle Rückhalteräume des gesamten Integrierten Rheinprogrammes in Betrieb sind. Einer dieser dringend erforderlichen Rückhalteräume ist der Polder Elzmündung.
 
 
Abschnittsanfang
Wie werden die Gebäude in den Ortschaften beim Betrieb des Rückhalteraumes vor ansteigendem Grundwasser geschützt?
Die vom Betrieb des Rückhalteraumes Elzmündung und dem damit verbundenen Grundwasseranstieg betroffenen Ortschaften werden durch technische Maßnahmen geschützt. Schutzmaßnahmen zur Regulierung des Grundwasserstandes sind der Bau und Einsatz von Tiefbrunnen, das Absenken des Wasserspiegels in vorhandenen Gewässersystemen und/oder die Nutzung vorhandener Gewässer zur Ableitung von Druckwasser. Anzahl und Lage der erforderlichen Tiefbrunnen werden mit Hilfe eines mathematischen Grundwassermodells ermittelt.
 
Die Maßnahmen zum Schutz der Ortschaften sind Bestandteil der Gesamtplanung und damit des Planfeststellungsverfahrens.
 
Ziel dieser Schutzmaßnahmen ist es, betriebsbedingte, zusätzliche schadbringende Wirkungen grundsätzlich zu vermeiden. Sobald diese Maßnahmen gebaut und in Betrieb sind, wird in Teilbereichen der Ortschaften im Vergleich zu den heutigen Verhältnissen sogar eine Verbesserung zu verzeichnen sein.
 
 
Abschnittsanfang
Wie wird dem Schutz des Trinkwassers in den angrenzenden Wasserschutzgebieten Rechnung getragen?
Grundsätzlich ist eine vorhabensbedingte, nachhaltige Veränderung der Qualität des Grund-wassers durch den Eintrag von Schadstoffen aus dem Rückhalteraum in das Grundwasser nicht zu erwarten, da die Konzentrationen dieser Stoffe im Rheinwasser inzwischen gering sind und abnehmen werden.
 
Die geplanten Schutzmaßnahmen (Schutzbrunnen) verhindern aktiv das Eindringen von Grundwasser aus dem Rückhalteraum in die östlich der Brunnengalerien gelegenen Gebiete in Nonnenweier und Wittenweier. Dadurch wird der Schutz der Einzelwasserversorgungen gewährleistet.
 
Zur Absicherung dieser Planungsgrundlage werden in Abstimmung mit dem Landratsamt Ortenaukreis im Rahmen des erforderlichen Probebetriebs die Auswirkungen der Flutungen des Rückhalteraums auf die Wasserversorgungen über ein umfangreiches Monitoring ermit-telt. Zusätzlich wird ein Markierungsversuch durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden vor der Inbetriebnahme des Rückhalteraums dem Landratsamt Ortenaukreis zur Zustimmung vorgelegt.
 
Soweit als Folge des Polderbetriebes ein Anschluss an die zentrale Wasserversorgung für Teile der Einzelwasserversorgungen notwendig wird, werden die Anschlusskosten vom Land übernommen.
 
 
Abschnittsanfang
Wie wird die Sicherheit des Rheinseitendamms und der Rheinhauptdämme gewährleistet?
Der Rheinseitendamm sowie die Rheinhauptdämme VI und VII, die sogenannten "Tulladämme", bilden die räumliche Begrenzung des Rückhalteraumes Elzmündung. Alle drei Dammsysteme werden bodenmechanisch untersucht. Diese Untersuchungen geben Aufschluss über den derzeitigen Zustand der Dämme. Wo immer erforderlich werden die Dämme an die zukünftig vorgesehenen Belastungen angepasst (saniert/verstärkt/erhöht).
 
 
Abschnittsanfang
Kann es beim Hochwassereinsatz des Rückhalteraumes Elzmündung durch Schiffshavarie zu Schäden am Rheinseitendamm kommen?
Eine Gefährdung des Rheinseitendammes durch die Schifffahrt während des Hochwassereinsatzes des Rückhalteraums Elzmündung kann ausgeschlossen werden. Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Rückhalteraumes ist die Schifffahrt auf dem Rhein bereits eingestellt.
 
 
Abschnittsanfang
Was passiert, wenn der Strom ausfällt?
Aus Sicherheitsgründen ist vorgesehen, bei allen Betriebseinrichtungen, die mit Strom betrie-ben werden, die Stromversorgung so auszulegen, dass bei Ausfall eines Versorgungssystems unmittelbar ein anderes einspringen kann.
 
Am Beispiel der Schutzmaßnahmen in den Ortslagen (Brunnengalerien) wird dies durch die zweiseitige ringförmige Einspeisung aus dem Mittelspannungsnetz (20-kV-Ringleitung) ge-währleistet. Die Versorgung der Brunnen und Bauwerke mit elektrischer Energie wird in der Regel durch neu zu errichtende Trafostationen mit Anschluss an die vorhandene 20-kV-Ringleitung sichergestellt.

Ansprechpartner


Bernhard Lonsdorfer
Referat 53.3
Projektgruppe Offenburg
Telefon  0781 12471-1689
EMail bernhard.lonsdorfer@rpf.bwl.de