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B 33 Allensbach/West – Konstanz (Landeplatz), Straßenbaumaßnahme Regierungspräsidium Freiburg
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​Aktueller Stand

 
  • im Bau

​Kontakt & Informationen


Fachinformationen: Yvonne Guduscheit, Projektleiterin Neubauleitung Singen, Telefon 07731 8809-6809
EMail yvonne.guduscheit@rpf.bwl.de

Öffentlichkeitsbeteiligung:
Telefon 0761 208-4472

Zahlen & Fakten

 

Ortslage: Allensbach, Konstanz
Bauherr: Bundesrepublik Deutschland
Eigentümer: Bundesrepublik Deutschland
Planung: Regierungspräsidium Freiburg

Termine

 
Aktuell sind keine Termine geplant

​Ausgangslage

 
Der Abschnitt E wurde mit seinem 450 m langen Waldsiedlungstunnel im Juli 2015 vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für den Bau freigegeben. Am 17.12. fand der feierliche Spatenstich für den Tunnel statt.
 
Die Planungsarbeiten für den Tunnel Waldsiedlung wurden Anfang 2015 begonnen. Die Ausschreibungsunterlagen für den Tunnel wurden Mitte 2018 versendet und der Zuschlag Ende 2018 erteilt. Die Erd- und Spezialtiefbauarbeiten wurden 2019 ausgeführt. Seit Mitte 2019 erfolgen die Rohbauarbeiten. Diese werden 2021 abgeschlossen sein. Nachdem die Betriebstechnik eingebaut ist, soll der Tunnel im Frühjahr 2022 in Betrieb gehen.
 
Mit dem Bau des Waldsiedlungstunnels werden mehrere Funktionen erfüllt. Er gewährleistet den Lärmschutz für das benachbarte Wohngebiet Reichenau-Waldsiedlung, für das europäische Vogelschutzgebiet „Untersee des Bodensee“ sowie für die Urlaubsregion Bodensee. Weiterhin dient er der Kohärenzsicherung im Natura 2000-Gebiet und er sichert die Vernetzungsbeziehungen für die Tierwelt. Da der Tunnel im Bereich von Grundwasser liegt, sind hier umfangreiche Maßnahmen während des Baus und des Betriebs vorzusehen. Vor allem ist darauf zu achten, dass die Feuchtbiotope südlich des Tunnels zu keinem Zeitpunkt trockenfallen. Das verschmutzte Tunnelwasser wird separat gesammelt und in die Kläranlage geleitet.
 
Da der Tunnel im Bereich von Grundwasser liegt, sind hier umfangreiche Maßnahmen während des Baus und des Betriebs vorzusehen. Vor allem ist darauf zu achten, dass die Feuchtbiotope südlich des Tunnels zu keinem Zeitpunkt trockenfallen. Das verschmutzte Tunnelwasser wird separat gesammelt und in die Kläranlage geleitet.
 

Ziele der Maßnahme

 
  • Verbesserte Anbindung der Stadt Konstanz an das regionale Straßennetz
  • Verbesserung der Stausituation
  • Lärmschutz für das benachbarte Wohngebiet Reichenau-Waldsiedlung, für das europäische Vogelschutzgebiet „Untersee des Bodensee“ sowie für die Urlaubsregion Bodensee.
  • Kohärenzsicherung im Natura 2000-Gebiet
  • Sicherung von Vernetzungsbeziehungen für die Tierwelt
 
 

Geplante Maßnahmen

 
  • Bau des Tunnels
  • Erd- und Spezialtiefbauarbeiten
  • Tunnelbetriebstechnik

Öffentlichkeitsbeteiligung

Im Abschnitt E finden ab März Baustellenführungen auf Anfrage statt. Weitere Informationen finden Sie hier.
 
Bitte beachten: Um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, werden die Führungen derzeit ausgesetzt. Wir informieren Sie hier, wenn die Führungen wieder stattfinden können. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
 

Übersichtskarte mit Abschnitten (pdf, 364 KB)

 

Infobrief September 2020 (pdf, 212 KB)

Infobrief November 2020 (pdf, 214 KB)

Naturschutz 

 
Durch den verkehrlich notwendigen Ausbau der B33 muss in die Natur und Landschaft eingegriffen werden. Diese Eingriffe werden so gering wie möglich gehalten. Dennoch notwendige Eingriffe werden durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ausgeglichen. Bisher entsteht bei Stau auf der B 33 Ausweichverkehr durch Allensbach und über den gesamten Bodanrück und belastet Mensch, Tier und Umwelt. Durch den Ausbau und die Vermeidung der beruflichen Staus werden die Verkehre aus den sensiblen Bereichen auf die Bundesstraße geführt.
 
Naturschutzrechtliche Maßnahmen werden in folgenden Bereichen durchgeführt:
 
Tiere:
Grünbrücke Göldern
Vernetzung des Naturschutzgebietes mit dem Hinterland, Optimierung der südl. Zuführung zur Brücke
 -> Die Brücke dient vor allem den kleineren Tieren. Bei Hochwasser, bei dem das Wollmatinger Ried überschwemmt wird und dann auch die Amphibienquerungen unter der B33 geflutet sind, ist die Grünbrücke die einzige Fluchtmöglichkeit.
 
Tunnel Waldsiedlung
Der Tunnel Waldsiedlung wurde auch vom Naturschutz gefordert. Er dient der Wiedervernetzung des nördlichen Waldgebietes mit dem Wollmatinger Ried. Natürlich dient der Tunnel auch dem Lärmschutz für die Anwohner der Reichenau Waldsiedlung. Allerdings hätte allein dieser Lärmschutz auch wirtschaftlicher realisiert werden können.
 
Amphibien-Querungsmöglichkeiten im Bereich nördlich des Waldsiedlungstunnels
Damit diese o.g. Wiedervernetzung nicht durch die spätere Kreisstraße (die dann auch als Umleitungsstrecke bei Tunnelsperrungen dient) gestört wird, werden im Zuge des Rückbaus der B33 alt (siehe unten) Amphibienleiteinrichtungen und Querungsmöglichkeiten gebaut.
 
Schutz der Tierwelt während der Baumaßnahme (z.B. Graureiherkolonie)
Diese schützenswerte Kolonie wurde durch bauzeitliche Anpassungen von Bauwerken geschützt, so dass sie nachweislich auch nach dem Bau noch vorhanden war und sich wohl sichtlich wohl gefühlt hat.

Anbringen von ca. 200 Fledermausnistkästen und waldbauliche Optimierung für Fledermäuse (ca. 9,8 ha)
Die unterschiedlich großen Fledermausnistkästen werden auch regelmäßig von Gutachtern überprüft und rd. die Hälfte wurde bereits nachweislich angenommen.
 
Anlage von Amphibienlaichgewässer und Flachteichen
Die Laichgewässer dienen vor allem den Tierarten Kammmolch und Laubfrosch.
 
Pflanzen:
Aufforstungen im Waldgebiet Schlafbach (rd. 2,4 ha), bei Reichenau Waldsiedlung (0,4 ha) und Ersatzaufforstung Eberhardwiese bei Dettingen (ca. 1,1 ha)
 
Erweiterung der FFH Mähwiesen
 
Erweiterung des NSG „Wollmatinger Ried“ (ca. 5,7 ha östlich und ca. 1,2 ha nördlich) und des Landschaftsschutzgebietes „Bodanrück“ (ca. 4,5 ha)
 
Aufwändige Wasserhaltung am Tunnel Waldsiedlung, um das Wollmatinger Ried zu erhalten
Das Wollmatinger Ried ist ein Naturschutzgebiet mit Europadiplom. Um dieses NSG nicht zu gefährden muss während der Bauzeit das Wasser der unterschiedlichen Grundwasserströme gefasst werden und an der gegenüberliegenden Seite der Baugrube im Bereich eben dieser Ströme breitflächig verrieselt werden. Im Endzustand des Tunnels wird durch Düker diese Grundwasserzufuhr zum Feuchtgebiet Wollmatinger Ried sichergestellt.
 
Flächenverbrauch:
Ausbau der vorhandenen Trasse, Minimierung der Neuversiegelung
Es wird (außer in den Abschnitten A und E) die vorhandene Trasse der Planung zugrunde gelegt und auf eben dieser Trasse der Ausbau durchgeführt.
Reduzierter Querschnitt ohne Standstreifen
Um die Eingriffe weiter zu minimieren wurde nicht der „typische“ autobahnähnliche Ausbau gewählt, sondern die Variante ohne Standstreifen. Eingeplanten Pannenbuchten sollen helfen, liegen gebliebene Fahrzeuge und deren Insassen nicht zu gefährden.
 
Durch drei Tunnelbauwerke besseres Landschaftsbild
Die insgesamt drei Tunnel (Tunnel Waldsiedlung wurde oben schon genannt) tragen zur Verbesserung des Landschaftsbildes bei.
 
„Durchdachte“ Umleitungsstrecke
Die Umleitungsstrecke im Bereich Allensbach Mitte bis Hegne Ost wird so konzipiert, dass vieles im künftigen Straßennetz wieder genutzt werden kann. So wird die Umleitungsstrecke und die Baustraße nach der Eröffnung des Tunnels durch geringen baulichen Aufwand (Rückbau eines 2m Streifens, der dann als Grünstreifen dient) in einem Bereich zur späteren Kreisstraße und dem parallelen Radweg, in einem anderen Bereich zur Kreisstraße und einem Wirtschaftsweg. Im überwiegenden Bereich liegt die Umleitungsstrecke auf späteren Fahrbahnflächen.
 
Rückbau der B33 alt und der L 220 Richtung Wollmatingen
Hier werden insgesamt ca. 6,9 ha entsiegelt (ca. 5,9 ha an der B33 alt, ca. 1 ha an der L220).