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Ortsumfahrung Staufen, Regierungsbezirk Freiburg

Schnellstart


​L 123 - Ortsumfahrung Staufen

Bauabschnitt 1

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Aktueller Stand

 
  • im Bau

 

Kontakt & Informationen


Fachinformationen: Rainer Dellenbach, Projektleiter Telefon 0761 208-2290
EMail rainer.dellenbach@rpf.bwl.de

Öffentlichkeitsbeteiligung:
Telefon 0761 208-4472

Zahlen & Fakten

Ortslage: Staufen im Breisgau
Bauherr: Land Baden-Württemberg
Eigentümer: Land Baden-Württemberg
Planung: Regierungspräsidium Freiburg
Bauzeit Bauabschnitt 1: September 2018 bis Herbst 2021
Verkehrsfreigabe:  Ende 2020
Baukosten: 14,122 Mio. € (gesamt)/ 9,138 Mio. € (Bauabschnitt 1)

Termine

 
Aktuell sind keine Termine geplant

Ausgangslage

 
Die rund 4,1 km lange Ortsumfahrung beginnt beim Knotenpunkt der Landesstraßen L 123 und L 125 sowie der Krozinger Straße nördlich von Staufen. Das Bauende befindet sich südöstlich von Staufen in Höhe des Campingplatzes. Hier schließt die Straße an die bestehende Landesstraße L 123 Richtung Münstertal an (siehe Übersichtskarte). Die Ortsumfahrung ist in zwei Bauabschnitte unterteilt. Mit dem Bau des ersten Abschnittes wurde im September 2018 begonnen.
Der gesamte Durchgangsverkehr als auch der Ziel- und Quellverkehr von vorhandenen und geplanten Wohn- und Gewerbeflächen am Westrand von Staufen wird durch die Ortsumfahrung gebündelt. Dies führt zu erheblichen innerörtlichen Verkehrsentlastungen.
Neben der Straßenbaumaßnahme werden außerdem naturschutzfachliche Vermeidungs-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen umgesetzt. Um den Verlust der Flächen von Straße und naturschutzfachlichen Maßnahmen für Eigentümer und Bewirtschafter so verträglich wie möglich zu gestalten wird vom Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald ein Unternehmensverfahren nach § 87 Flurbereinigungsgesetz durchgeführt. Informationen dazu finden Sie auf der Homepage des 

Ziele der Maßnahme

 
•    Entlastung der Ortsdurchfahrt (Verkehr, Gefahrenstellen, Lärm, Schadstoffe)
 

Geplante Maßnahmen

Bau der Umgehungsstraße

  • Vom Knoten L 123 / L 125 / Krozinger Straße wird die Umgehungsstraße über die vorhandene Brücke des Neumagens geführt (in Lage und Höhe unverändert)
  • Anschließend Verlauf führt nördlich am Gewerbegebiet Gaisgraben vorbei, quert westlich der Wohngebiete Rundacker und Falkenstein II die L 129 (Wettelbrunner Straße) und die L 125 (Grunerner Straße), um von hier in Richtung Osten zwischen Staufen und Grunern in Richtung Münstertal zu führen.
  • Naturschutzfachliche Vermeidungs-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wie z.B.:
  1. Die Erweiterung der Nunnemacher Teiche (Gemarkung Grunern) dient als großflächige Ersatzmaßnahme. Auf ca. 6,5 ha wurden u. a. Tümpel, Feldhecken und Steinriegel als Habitate für verschiedene Tierarten (Vögel, Eidechsen, Amphibien) angelegt. Für die Feldlerche wurde eine Ackerbrache entwickelt. Auf die ehemals intensiv genutzten Grünlandflächen wurde Mähgut aus dem angrenzenden Biotop übertragen, um die Etablierung verschiedener wiesentypischer Pflanzenarten zu fördern. Die Wiesen werden zukünftig nur noch zweimal jährlich gemäht und nicht mehr gedüngt, so dass sich artenreiche Wiesen entwickeln können. Außerdem sollen verbrachte Nasswiesen durch eine angepasste Pflege wiederhergestellt werden.
  2. Nach Abschluss der Baumaßnahme werden die Straßenböschungen mit gebietsheimischem, artenreichem Wiesendrusch begrünt und mit Bäumen und Hecken aus standortgerechten und gebietsheimischen Sträuchern bepflanzt. An 4 Standorten werden jeweils mehrere Großbäume als Überflughilfe für Fledermäuse gepflanzt, um Kollisionen mit dem Straßenverkehr zu verhindern. Hinzu kommen weitere Baumpflanzungen sowie die Anlage einer Streuobstwiese.

Öffentlichkeitsbeteiligung


Fragen und Antworten:


Für das Bauprojekt Ortsumfahrung Staufen gibt es einen ersten und zweiten Bauabschnitt. Warum?
 
Am 14.1.2014 wurde die Ortsumfahrung als Gesamtprojekt rechtskräftig planfestgestellt. Es wurden im Jahr 2015  zwei gerichtliche Vergleiche geschlossen: am 20.03.2015 zum Thema „Bauabschnitte“, am 25.3.2015 zum Thema „Reiterhof“. Mit den zwei geschlossenen Vergleichen haben die Kläger ausdrücklich erklärt, dass der Streit über die Rechtmäßigkeit des PFB beendet ist.
 
Der geschlossene Vergleich vom 20 03.2015 betrifft ausschließlich die zeitliche Abfolge in der baulichen Umsetzung. Gebunden ist diesbezüglich ausschließlich das Land Baden-Württemberg als Vorhabensträger.
Es wurde festgelegt, dass zunächst der 1. Bauabschnitt errichtet werden soll und nach dessen Verkehrsfreigabe eine aktualisierte Verkehrsprognose einzuholen ist. Die aktualisierte Prognose dient wegen der begrenzten Finanzmittel des Landes letztlich als Entscheidungshilfe zur zeitlichen Reihung der zur Umsetzung anstehenden Projekte. Eines dieser Projekte ist dann der 2. Bauabschnitt der Ortsumfahrung Staufen.
 
Für die Aktualisierung der Verkehrsprognose wird der Verkehr auf den Landesstraßen im Wesentlichen über Dauerzählstellen erfasst. Die Erfassung beginnt bereits vor Verkehrsfreigabe der Ortsumfahrung und wird bis zum Beginn der Sanierung der Neumagenbrücke im Frühjahr 2021 andauern.

Wird es nach Verkehrsfreigabe des ersten Bauabschnitts zu Mehrverkehr vor dem Schulzentrum geben?

Die Entlastungswirkung durch den ersten Bauabschnitt und die Mehrbelastung durch die Führung des Verkehrs von der neuen Ortsumfahrung über die Grunerner Straße (L 125) zurück auf die Ortsdurchfahrt in Richtung Münstertal sind ungefähr gleich, so dass sich gemäß dem Verkehrsgutachten kein wesentlicher Mehrverkehr einstellen wird. Um dies auch vor Ort zu kontrollieren wird die Verkehrsbelastung über eine Dauerzählstelle zwischen Schulzentrum und neuer Ortsumfahrung erfasst und beobachtet. Diese Dauerzählstelle ist ein Baustein im Rahmen der Aktualisierung der Verkehrsprognose.


Kann die Gültigkeit des Planfeststellungsbeschlusses vom 14.1.2014 verfallen?
 
Gemäß dem Straßengesetz für Baden-Württemberg (Straßengesetz - StrG) § 38 tritt der Planfeststellungsbeschluss außer Kraft, wenn nicht innerhalb von 8 Jahren nach Eintritt der Unanfechtbarkeit mit der Durchführung der Maßnahme begonnen wurde. Eine spätere Unterbrechung der Verwirklichung des Vorhabens berührt den Beginn der Durchführung nicht. Die Gültigkeit bleibt dann also unbegrenzt bestehen.
 
Für die Ortsumfahrung Staufen bedeutet der Eintritt der Unanfechtbarkeit die Schließung des letzten Vergleiches am 25.03.2015. Mit dem Baubeginn im September 2018 wurde dieser 8 Jahres Zeitraum eingehalten. Da es sich um eine Gesamtmaßnahme handelt bleibt durch den Baubeginn auch die Rechtskraft für den 2. Bauabschnitt unbegrenzt bestehen.
 
 
Wurden die Belange des Radverkehrs bei der Planung der Ortsumfahrung berücksichtigt?
 
Die Planung sieht vor, die querenden Radwege an geeigneten Stellen gebündelt unter der neuen Landesstraße hindurch zu führen. Die Lage der beiden vorgesehenen Unterführungen wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Staufen unter Berücksichtigung der Belange der Radfahrer, der Fußgänger, der Landwirtschaft und des Umweltschutzes festgelegt. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens abgewogen und rechtskräftig beschlossen. Im ersten Bauabschnitt wurde bereits eine Unterführung für den Fußgänger und Radverkehr gebaut. Zudem befinden sich zwei Querungshilfen an den Kreisverkehrsplätzen Am Gaisgraben und Wettelbrunner Straße derzeit im Bau. Die zweite Unterführung für Fußgänger und Radfahrer wird im zweiten Bauabschnitt verwirklicht.
  
  
  
01-l123-uebersichtsplan1.jpgÜbersichtsplan Bauabschnitte126 KB
02-uebersichtskarte_Bauphasen.pdfÜbersichtsplan Bauzeiten33352 KB
04-l123-1a-lageplan.pdfLageplan 1a1091 KB
04-l123-2b-lageplan.pdfLageplan 2b12514 KB
05-l123-3a-lageplan.pdfLageplan 3a1244 KB
06-l123-4a-lageplan.pdfLageplan 4a1547 KB
08-Verkehrsuntersuchung L 123 Staufen_10.03.09.pdfVerkehrsuntersuchung L 123 Staufen11508 KB
09-InfoveranstaltungStaufen20181701.pdfPräsentation Infoveranstaltung 15_2_20185677 KB

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