73540 Heubach, Schloßstraße 9 / Schloßstraße 11
Objektbeschreibung – Schloss Heubach
Das Schloss Heubach ist ein ortsbildprägendes Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung im Zentrum der Stadt Heubach (Ostalbkreis), am Fuße des Rosensteins gelegen. Die heutige Schlossanlage wurde im 16. Jahrhundert errichtet und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert. Die Bausubstanz dokumentiert eine vielschichtige Nutzungsgeschichte, die sich in den verschiedenen architektonischen Stilen von der Renaissance über den Barock bis hin zur bürgerlichen Nutzung im 19. und 20. Jahrhundert widerspiegelt.
Der Schlossbau mit steilem Satteldach ist in Massivbauweise errichtet. Das Gebäude verfügt über ein zentrales Treppenhaus mit historischem Steinturm und präsentiert sich mit zahlreichen gestalterischen und handwerklichen Details von hohem denkmalpflegerischem Wert. Besonders hervorzuheben sind die weitgehend erhaltenen historischen Innenräume: In mehreren Räumen finden sich originale Holzvertäfelungen, teils mit aufwendig geschnitzten Profilierungen, sowie farbige Wand- und Deckenbemalungen. Diese Ausstattung vermittelt ein eindrucksvolles Bild der früheren Repräsentationsräume des Schlosses.
Ergänzt wird die Ausstattung durch steinerne Türgewände, Gewölbekeller sowie bauzeitliche Fenster- und Türanlagen. Das Gebäude verfügt über mehrere Geschosse mit großzügigen Raumfolgen, die eine vielseitige zukünftige Nutzung ermöglichen – etwa als kulturelle Einrichtung, als Veranstaltungsort, für öffentliche oder auch private Zwecke.
Die zentrale Lage innerhalb Heubachs bietet darüber hinaus eine gute infrastrukturelle Anbindung und eine attraktive städtebauliche Sichtbarkeit.
Das Heubacher Schloss wurde von 1991 bis 1997 grundlegend saniert und wurde bis vor ca. 1,5 Jahren als Heimat der Stadtbibliothek, des Miedermuseums, der Heubacher Geschichtssplitter und eines Trauzimmers genutzt.
Das Objekt ist in Teilen sanierungsbedürftig und steht deshalb seit November 2023 leer. Neben Instandhaltungsmaßnahmen im Bereich der Dachdeckung und Fassade besteht auch Bedarf bei der Erneuerung der Haustechnik, der energetischen Sanierung sowie bei der denkmalgerechten Instandsetzung der historischen Innenausstattung. Eine umfassende Sanierung eröffnet jedoch die Möglichkeit, das historische Potenzial des Gebäudes neu zur Geltung zu bringen und zugleich einer zeitgemäßen Nutzung zuzuführen. Aufgrund des Denkmalstatus bestehen grundsätzlich Möglichkeiten zur Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel sowie steuerlicher Vergünstigungen nach den geltenden Richtlinien der Denkmalpflege. Auch ist eine Teilnutzung des Schlosses durch die Stadt Heubach denkbar.
Das Schloss Heubach stellt ein bedeutendes Zeugnis der regionalen Bau- und Herrschaftsgeschichte dar und bietet eine seltene Gelegenheit, ein historisch wertvolles Objekt mit großem Entwicklungspotenzial in zentraler Lage zu erwerben. Für engagierte Erwerberinnen und Erwerber mit Blick für das Besondere und die Geschichte ist das Schloss ein einzigartiger Ort mit Charakter, Charme und Perspektive.
Kontakt
Stadt Heubach
Eckhard Häffner
Hauptstraße 53
73540 Heubach
07173 18150
eckhard.haeffner@heubach.de
Das Angebot liegt im Landkreis Ostalbkreis
Das Objekt
Lage
Das Heubacher Schloss befindet sich in zentraler Lage der Stadt Heubach im Ostalbkreis, am Fuße des Rosensteins im südlichen Bereich der Schwäbischen Alb. Es liegt leicht erhöht über dem historischen Stadtkern und ist städtebaulich prägend sichtbar. Die Umgebung ist geprägt von kleinteiliger Altbebauung, öffentlicher Infrastruktur sowie Grünflächen. Die Anbindung an das regionale Straßennetz ist gut; größere Städte wie Aalen und Schwäbisch Gmünd sind in kurzer Fahrzeit erreichbar.
Objektdaten
Erbaut:
1525
Grundstücksgröße:
ca. 1038 m2
Wohn-/Nutzfläche:
1396,30 m2
Derzeitige Nutzung:
Das Heubacher Schloss steht seit ca. 1,5 Jahren leer, zuvor wurde es als Stadtbibliothek, Miedermuseum, Heimatmuseum und Trauzimmer genutzt.
Mögliche Nutzung:
Sämtliche Nutzungen sind denkbar - auch eine öffentliche Teilnutzung ist vorstellbar. Dabei soll der Charakter des Gebäudes an sich inkl. der wertvollen Holzvertäfelungen aus der Renaissancezeit und die Wandbemalungen im Inneren erhalten bleiben.
Baulicher Zustand:
Sanierung von 1991 bis 1997 - zwischenzeitlich wieder sanierungsbedürftig.
Kaufpreis:
abhängig von der beabsichtigten Nutzung