Grundwasserhaltung

Messstelle für das Grundwasser

Um zusätzliche, schadbringende Grundwasserstandsanstiege durch den Betrieb des Polders zu vermeiden, sind Grundwassererhaltungsmaßnahmen notwendig. Sie messen, überwachen, regeln und korrigieren bei Bedarf den Grundwasserstand. In Daxlanden, Rheinstetten-Neuburgweier, der Fritschlach und der Dammfeldsiedlung werden Messstellen, Drainagen, Gräben, Teiche und Grundwasserbrunnen angelegt.

Im Einzelnen werden gebaut:

  • 1 Grundwasserentnahmebrunnen in Neuburgweier
  • 2 Grundwasserentnahmebrunnen bei Aussiedlerhöfen
  • Differenziertes Grabensystem und Drainageleitung in Neuburgweier
  • Pumpwerk Neuburgweier
  • Drainagesystem für den Rheinpark Rappenwört
  • Drainagesystem für das Naturschutzzentrum
  • Drainagesystem für die Kleingartenanlagen Daxlanden
  • Mehrere Teiche in der Fritschlach
  • 3 Grundwasserentnahmebrunnen in Daxlanden
  • 8 Grundwasserentnahmebrunnen auf dem Betriebsgelände der EnBW/ Drainageleitung angrenzend an EnBW

Pumpwerke - regional auch Schöpfwerke genannt - dienen dazu sicherzustellen, dass das anfallende Wasser aus Entwässerungsgräben entlang der neuen Hauptdämme und aus dem Federbach - auch bei höheren Überflutungen im Rückhalteraum - in den Rhein abfließen kann.

Das anfallende Wasser der Entwässerungsgräben wird über drei Pumpwerke in den Rückhalteraum gehoben:

  • Pumpwerk Neuburgweier nimmt das Druckwasser aus dem tief- und hochliegenden Graben von Neuburgweier sowie der Drainage am Grundstück des SC Neuburgweier auf.
  • Pumpwerk Süd nimmt das Wasser aus dem Federbach, der Holzlach und das Druckwasser aus „Graben 2“ auf.
  • Pumpwerk Nord nimmt das Druckwasser aus dem „Graben 3“ und ggf. Wasser aus dem „Alten Federbach“ auf, falls dieses nicht mehr ausreichend über den Düker am Rheinhafen abgeführt werden kann.

Zur Regulierung des Wasserzu- bzw. Abflusses werden unter anderem am „Panzergraben“ und am Düker unter der Hafeneinfahrt in Karlsruhe weitere Anpassungsmaßnahmen vorgenommen.

Es werden insgesamt 14 Schutzbrunnen in folgenden Gebieten erstellt:

  • 1 Brunnen am östlichen Ortsrand von Neuburgweier
  • 1 Brunnen auf dem Gelände des Gehöfts Hahnäcker
  • 1 Brunnen auf dem Gelände des Gehöfts in der Dammfeldsiedlung
  • 3 Brunnen in der Ortslage von Daxlanden 
  • 3 Brunnen auf dem EnBW-Gelände des Rheindampfkraftwerks und 5 Brunnen auf dem Gelände des HuH-Gebäudes.

Im Kleingartenbereich südlich der Hermann-Schneider-Allee in Karlsruhe-Fritschlach, im Bereich Waidweg sind mehrere neue Teiche geplant. An diesen Teichen wird ab einem gewissen Grenzwasserstand Wasser abgepumpt. Dies ist auch an zwei bestehenden Teichen geplant.

Zur Aufnahme des Druckwassers binnenseits des Dammes sind drei Entwässerungsgräben vorgesehen:

  • Graben 1schützt Neuburgweier und verläuft am nördlichen Ortsrand.
  • Graben 2 liegt zwischen der Kläranlage von Neuburgweier und dem Wald von Kastenwört direkt binnenseits am Damm. Er dient dazu, die angrenzenden Flächen vor zusätzlicher Vernässung zu schützen und ist Teil der Schutzmaßnahmen für die Dammfeldsiedlung.
  • Graben 3 liegt zwischen dem Wald von Kastenwört und dem Alten Federbach. Er dient insbesondere dazu, die genutzten Flächen im Bebauungsgebiet Fritschlach vor ansteigendem Grundwasser zu schützen.

Drainagen dienen der Grundwasserhaltung. In ihnen sammelt sich anfallendes Grundwasser, das abgeleitet wird.

Um das anfallende Druckwasser in unmittelbarer Nachbarschaft zum Polder abzuführen, werden Drainagen in folgenden Bereichen eingesetzt:

  • Naturschutzzentrum
  • Rheinpark Rappenwört
  • Kleingartenanlagen nördlich der Hermann-Schneider-Allee
  • SC Neuburgweier
  • EnBW-Gelände

Das über die Drainagen gesammelte Grundwasser beim Naturschutzzentrum, im Rheinpark und in der Kleingartenanlage wird an den jeweiligen Tiefpunkten mit Schöpfwerken abgeleitet. Die Drainage auf dem EnBW-Gelände entwässert in den Federbach.

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