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Referat 44 (Straßenplanung)  des Regierungspräsidium Stuttgart

A 81 Anschlussstelle Sindelfingen-Ost - Anschlussstelle Böblingen-Hulb

Projektbeschreibung

Der Autobahnabschnitt, ursprünglich als B14 gebaut, weist heute zwei durchgehende Fahrstreifen pro Richtung auf. Zwischen den Anschlussstellen Sindelfingen-Ost und Böblingen/Sindelfingen gibt es derzeit keinen Standstreifen. Es ist ein Ausbau der Bestandsstrecke auf durchgehend drei Fahrstreifen pro Richtung mit breitem Standstreifen vorgesehen, der eine temporäre Seitenstreifenfreigabe ermöglicht.

Kosten:
ca. 226 Mio. € Gesamtkosten (inklusive 850 m Überdeckelung und Anteile an den kommunalen Planungen) Stand 2012

Diese Gesamtkosten teilen sich wie folgt auf:
  • Bund ca. 173,7 Mio. €
  • Land ca. 15,22 Mio. €
  • Landkreis ca. 10,1 Mio. €
  • Städte Böblingen/Sindelfingen und der Zweckverband Flugfeld ca. 27,23 Mio. €

Die zusätzlichen Kosten für die Überdeckelung (850 m) betragen 65,62 Mio. € und werden wie folgt aufgeteilt:

  • Bund ca. 30,38 Mio. €
  • Land ca. 13,98 Mio. €
  • Landkreis ca. 7,7,087 Mio. €
  • Städte Böblingen/Sindelfingen je ca. 7,087 Mio. €


Baulänge: 7,1km
Prognose: Durchschnittlicher täglicher Verkehr (DTV alle Tage) abschnittsweise von 97.600 Kfz/24 h bis 137.000 Kfz/24 h

Planungsvorgeschichte

Die Bundesstraße B 14 wurde in den Jahren 1968 bis 1972 zwischen dem Autobahnkreuz Stuttgart und Böblingen / Sindelfingen als Ortsumgehung vierstreifig ausgebaut und 1973 zur Autobahn A 831 aufgestuft. Bis zur Klärung der Weiterführung der Autobahn A 81 zwischen Gärtringen und Leonberg wurde auf diese Weise eine Lücke im Autobahnnetz geschlossen.
 
Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat sich im April 1985 dafür ausgesprochen, den Neubau der Autobahn A 81 zwischen Leonberg und Gärtringen aufgrund des nachdrücklich ablehnenden Votums der betroffenen Städte, Gemeinden und Bürger sowie ökologischer Bedenken nicht weiter zu verfolgen und statt dessen die A 831 zur A 81 umzuwidmen.
 
Der sechsstreifige Ausbau der heutigen A 81 ist erstmals im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen 1985 (Gruppe Planungen) verankert worden. Erst im Bedarfsplan 1993 rückte die A 831 - jetzt als A 81 bezeichnet - in die vordringliche Bedarfsstufe. Auf dieser Grundlage wurden die Planungen für den Ausbau im Jahr 1996 aufgenommen. Die Autobahn A 81 ist zwischen Kreuz Stuttgart und Böblingen/Sindelfingen eine der am höchsten frequentierten Autobahnstrecken in der Bundesrepublik. Eine leistungsfähige Autobahn ist für die Erhaltung und Fortentwicklung des Wirtschaftsstandorts Böblingen/Sindelfingen, einer der innovativsten der Europäischen Union, besonders wichtig. Aktuelle Verkehrsprognosen gehen davon aus, dass die Verkehrsbelastung auf der Autobahn A 81 südlich vom Kreuz Stuttgart abschnittsweise auf 97.300 bis 137.600 Kfz/24h steigen wird. Ein verkehrs- und bedarfsgerechter Ausbau auf sechs Fahrstreifen mit Standstreifen - einschließlich eines angemessenen Lärmschutzes - ist deshalb dringend erforderlich.
 
Die ursprüngliche Planung des sechsstreifigen Ausbaus der A 81 sah eine offene Führung der Trasse mit seitlichem Lärmschutz vor. Nach Zustimmung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung leitete das Regierungspräsidium Stuttgart im Jahr 2005 das Planfeststellungsverfahren ein. Den dabei vorgebrachten Einwendungen der betroffenen Kommunen und Bürger kam das Regierungspräsidium Stuttgart durch zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen, insbesondere höhere und näher an die Autobahn gerückte Lärmschutzwände, entgegen.
 
Wegen der besonderen historischen Situation, die sich aus der aufgegebenen Direktverbindung der A 81 von Leonberg nach Gärtringen und der Verlagerung des Fernverkehrs auf die Trasse der ehemaligen B 14 ergab, haben sich am 29.07.2009 der Bund, das Land und die Städte Böblingen und Sindelfingen auf eine zusätzliche Überdeckelung der A 81 auf 850 m Länge im Bereich Böblingen/Sindelfingen verständigt, ohne es jedoch schriftlich als verbindliche Vereinbarung zu fixieren. Dabei übernimmt der Bund die Kosten für 400 m Tunnellänge; die Kosten für die restlichen 450 m Tunnellänge teilen sich das Land, der Landkreis Böblingen und die Städte Böblingen und Sindelfingen. Darüber hinaus soll noch die Anschlussstelle Böblingen-Ost zum Vollanschluss umgebaut und die Anschlussstelle Sindelfingen-Ost zum Halbanschluss rückgebaut werden. Letztendlich bedeutet dies eine weitgehende Neuplanung auf einer Gesamtlänge von rd. 7,2 km Länge.
 
Für die Überdeckelung der A 81 wurde eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, die zeigen sollte wie der Verkehr während des Baus störungsfrei aufrechterhalten werden kann und wie die Baukosten, Bauzeit und Verkehrssicherheit optimiert werden können. Die Überdeckelung bedingt auch eine Verschwenkung der Fahrbahnachse in Richtung Sindelfingen. Dadurch kann der Verkehr während der Bauzeit weitgehend störungsfrei neben der Baustelle geführt und Verkehrsverlagerungen vermieden werden. Der aktuelle Planungsstand der Voruntersuchung wurde in den Gemeinderatssitzungen am 12.10.2011 in Böblingen und am 18.10.2011 in Sindelfingen vorgestellt. Den Vortrag hierzu finden Sie in der rechten Spalte unter „Weitere Informationen“. Das Verkehrsgutachten und die Voruntersuchung wurden Ende 2011 fertig gestellt. Diese ist Grundlage für die Planung der neuen Anschlussstellen und des Lärmschutzes. Außerhalb der Überdeckelung sind nach innen gekrümmte Lärmschutzwände vorgesehen. Die schalltechnische Untersuchung und die Planung der vorgesehenen Lärmschutzmaßnahmen liegen vor und wurden den Städten und der BI „Leise A81“ bereits vorgestellt. Den Vortrag hierzu finden Sie in der rechten Spalte unter „Weitere Informationen zum Download“.
 
Der Sichtvermerk des BMVI zum Vorentwurf vom 01.10.2015 liegt zwischenzeitlich vor. Vom Gesehen-Vermerk ausgenommen sind die Finanzierungsvereinbarung, die Kreuzungsvereinbarungen.

Aktueller Sachstand

Die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens erfolgte im Juni 2016. Die Planunterlagen liegen während der Dienststunden zur allgemeinen Einsichtnahme ab 13.06.2016 bis 12.07.2016 aus. Einwendungen können bis einschließlich 26.07.2016 schriftlich erhoben werden.

Die Planfeststellungsunterlagen wurden am 13.06.2016 im Albert-Einstein-Gymnasium der Bevölkerung vorgestellt. Den Vortrag hierzu finden Sie in der rechten Spalte unter „Weitere Informationen zum Download“.